651. Wie würdest du dein Leben mit drei Stichwörtern beschreiben? Suchend, Unrhythmisch, Wortgefüllt 652. Was ist das Beste am Erwachsensein? Das Wiederentdecken der Momente in denen einem klar wird, dass die Welt nicht untergeht wenn man etwas nicht tut oder den Regeln nicht folgt. So, wie als Kind. 653. Bist du ein Kämpfertyp? Ich sehe da keine Alternative. 654. Wie viel Fantasie hast du? Zuviel. 655. Könnten sich Menschen ändern? Ihre Meinung, ihre Vorlieben, vielleicht sogar ihr Verhalten – ja. Aber den Kern, die fundamentalen Stützen ihrer Persönlichkeit? Nein. 656. Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen? Ja was […]
xoxo
I’m watching from my window the curtain coming downA blue as black as morning, a silence like a soundThat rattles at the cages, that hold my heart and mindThat call my name to wonder just what I hope to find Ich hab diesen Husten, müssen Sie wissen. Wenn ich richtig krank werde und huste, dann macht sich eine komplette Straße Sorgen, fangen Kinder an zu weinen und jeder aber auch wirklich jeder, der mit begegnet, hat eine dringende Empfehlung für mich. Ich huste, bis ich keine Luft mehr bekomme, bis es fast in ein Würgegeräusch übergeht und man jederzeit mit […]
long way home
Heute ist internationaler Welt-Autismus-Tag, ich weiß noch nicht was das heißt, aber wenn ich in noch einem Artikel irgendwas von Leiden und Störung lesen muss, hole ich die Axt. Am Wochenende einen Moment erlebt, der sich wie Freundschaft angefühlt hat. So richtig und fast schon schockierend. Immer noch sehr geflasht davon. Überhaupt, bemerkenswertes Wochenende. Den anderen Moment, den ich versuche herbei zu materialisieren nicht erlebt. Vielleicht sind es die Worte, vielleicht ist es das Timing, zumindest bin ich wohl doch nicht ganz alleine schuld. Seitdem langes Nachdenken darüber was ich hier noch schreiben kann, darf. Wenn ich im „echten“ Leben […]
Ausatmen
Man trippelt sehr vorsichtig und möglichst leise ins eigene Blog, nach solchen Tagen. Nach so einem Beitrag, nach solchen Reaktionen. Einfach so weitermachen geht ja fast nicht, Gottseidank. Da sind immer noch viele unbeantwortete Nachrichten und Kommentare, neue Ansätze, Gedanken. Ich hoffe, niemand fühlt sich nicht wahrgenommen, ich sehe das alles, es ist nur wirklich, wirklich viel. Dann war da noch ein Päckchen, einfach so. Leserin B. (die ich leider nicht in den Kommentaren finde, um mich bei ihr persönlich zu bedanken, vielleicht mag sie sich ja melden, ich würde mich sehr freuen) schickte mir etwas von meinem Wunschzettel, nämlich […]
The Big A
Es gibt Dinge im Leben, für die ist so ein Blog geradezu prädestiniert. Die kleinen Alltags-Seltsamkeiten. Oder auch das Verarbeiten von größeren Angelegenheiten, zumindest so sie einen hauptsächlich selbst angehen. Schreiben ist ja auch Therapie, gerade für mich. Und Therapie… nun, merken Sie sich mal das Stichwort. Ich muss 15 gewesen sein, als ich das erste Mal bei einer Psychologin saß. In einem kleinen Behandlungszimmer, das eigentlich für noch jüngere Patienten gedacht schien. Zentrum für Jugendpsychiatrie hieß das damals. Einer der ersten Sätze den ich zu ihr sagte war, dass ich ein Alien bin. Jemand der hier nicht hergehört , […]
umpflanzen
„Wenn ich das entsprechende Talent hätte, ich hätt‘ Schreiner gelernt.“, höre ich mich am Wochenende sagen. Der unverschämte Sonnenschein hat mir Energie eingeflößt und neben allgemeinem Aufräumen und Einkaufen schaffe ich auch noch ganz locker die Grundreinigung vom Balkon plus Tomatenanzucht. Nach der Grippe und zwei Bürotagen aus der Hölle möchte ich meine Zeit mit Möbelaufbauen, Erde umfüllen und Dinge wegwerfen verbringen. Wäre ich besser mit Menschen, ich wäre eine MariKondo geworden, bewaffnet mit Etikettiergerät, alphatebischen Registern und Müllbeuteln. Mein Problem ist nie das Aussortieren, sondern das fachgerechte Wegwerfen/ Weiterveräußern. Again: Die Sache mit den anderen Menschen. Ich kaufe Tulpen, […]
out of order
Mal abgesehen von der fehlenden Disziplin: Was machen Tagebuchblogger, wenn sie krank sind und nur hustend rumliegen? Das war nämlich meine letzte Woche. Mittwochmorgen hielt ich das noch für den Muskelkater aus der Hölle, woraus im Laufe des Tages aber einfach die schlimmsten Gliederschmerzen meines Lebens wurden. Soviel zu 6 Wochen Sport am Stück. Also Krankmeldung, bei der Ärztin vorbei („Ich fühle mich, als hätte mich ein 30-Tonner überfahren.“ ‚Ja, sie bleiben jetzt mal Zuhause.‘), auf dem Weg zur Apotheke löst sich die Handtasche in ihre Einzelteile auf, isklar, und ich hieve mich wie eine dreimal so alte Frau am […]
Anna and the Truthtellers
Ich liebe das Internet. Für die Rettung, die es mir während der Adoleszenz war. Für die Dinge, die ich dort gelernt habe und immer noch lerne. Für die Menschen, die ich hier gefunden habe. Vielleicht am allermeisten für die Nachweise davon, dass einem manche Dinge nicht exklusiv passieren. Trotz allem, liebe ich das Internet sogar, obwohl diese Dinge manchmal alle zusammengehören. Das wundervolle Fräulein Read On hat die traurige Geschichte vom J. und von Anna aufgeschrieben und damit gefühlt das ganze Internet an einer sehr empfindlichen Stelle getroffen. Mich auch. Auf ganz furchtbare Weise war es beruhigend zu lesen, dass […]
Monarchy Now
Dance Mephisto, Dance Mephisto Wenn dich erst der Teufel packt So bist du ausgeliefert nackt Dance Mephisto, Dance Mephisto Hit them with your rythm stick Vollstrecke deinen Psycho-Trick Dance Mephisto, Dance Mephisto Nimm die Tänzerin im Takt Bis es in den Speakern knackt Dance Mephisto, Dance Mephisto Schlag mit deinem Pferdefuß Go on with your Bühnenshow (Fragen’s mich nicht, wo das jetzt herkommt. Seit Tagen singt der damische Wiener in meinem Kopf rauf und runter.) Aber es passt zu diesem gspinnerten Januar. Mitte des Monats beende ich die Twitter-Fastenzeit und merke schon eine Woche später wieder, wie die Aufmerksamkeitsspanne sich […]
Rückwärts
Neulich beim Blick in den Spiegel leicht erschrocken. Meine linke Gesichtshälfte zeigt langsam an, dass ich nicht mehr 27 bin. Nicht schlimm, alles sehr dezent. Die Nasolabioalfalte, der Mundwinkel, unter den Augen zeichnen sich leichte Vertiefungen ab. Ich kann damit leben. Also, könnte ich, wenn die rechte Gesichtshälfte mitmachen würde. Aber nein, nichts, alles glatt wie immer. Es gibt auch Mimik-Bewegungen, die kriege ich rechts nicht hin. Die wilderen Ärzte hatten hier und da immer mal die Theorie, dass der kaputte rechte Fuß nur das Ende einer leicht angedätschten rechten Seite ist. Vielleicht hatte ich als Ungeborenes ein kleines Schlagerl […]