1000 Fragen

summertime madness

Ganz ehrlich? Bissl arg gerade. Die Hitze geht soweit okay, wobei München außerhalb von Biergärten nicht gut damit umgehen kann. Zuhause klappt das an sich gut – my Loggia is my castle, ABER. Da ist diese Schlamm-Dauber-Wespe orientalische Mörtelwespe (man lernt nie aus), die findet mein Fensterrahmen wäre der ideale Nistplatz um ihre Nester zu bauen.

(Obacht, es wird greislig.) Die Spiralförmigen-Nester (bis 1 cm im Durchmesser, bis gut 4 cm lang) baut sie, aus Schlamm, den sie vermutlich vom Inn holt und das ganze mit fürchterlichem Gebrumm an etwas festklebt. Momentan eben das Innere meines Fensterrahmens. (Letztes Jahr hab ich ein paar Tage übersehen das Schlafzimmerfenster tagsüber zu schließen, da hingen die Dinger dann im Vorhang.) Seitdem weiß ich leider auch womit sie diese Nester füllt – mit toten Spinnen. In einer Spinne wird das Ei abgelegt (ich hab doch gesagt greislig!), der Rest ist da um die Brut während des Heranreifens zu versorgen.

Alkoholhaltige Sprays und diverse Öle konnten ihrem Bauwahn bis jetzt nichts anhaben und gestern entferne ich aus dem mittleren Fensterrahmen annährend 20, teilweise schon aufgebrochene Nester. Ein paar davon müssen aus dem letzten Jahr stammen. Hoffe ich. Eines der Nester fing an zu Brummen, als ich mit einem Messer daran rumschabte. Weil das Zeug klebt so gut, dass man direkt ran muss anstatt sie einfach weg zu saugen.

Nicht genug Campari Orange auf der Welt.

Hat schon Gründe, warum ich zuletzt mit Augenmaske schlafe. Einfach alles aussperren. Ich lese auch zusehends merkwürdige Bücher. Auch so ein bisschen Verpuppung.

Ansonsten pendle ich nur noch Bett-Büro-Balkon-Bett. Alles andere ist nicht auszuhalten. Radler und Eis und Gedanken. Viele Gedanken. Wichtig ist ja, dass sich was rührt.

Dazu dann demnächst mehr.

Aber die süße Freiheit lockt, mit Konzerten und Grillabenden und dem Veranstaltungs-Irrsinn der kleinen Stadt am Inn. Weinfest, Nachtflohmarkt, Rosensommer-Töpfermarkt, Open Air Kino, Konzerte und dazwischen ganz normales Italo-Rumlungern auf den Straßen. Dieses Jahr wird alles mitgenommen.

Dazwischen dann noch Musik und demnächst hoffentlich Musenkuss. Der Sommer braucht ein Projekt.

Irgendwie sehr dieser Sommer.

Fragen 676 – 700

676. Über welches Unrecht kannst du dich sehr aufregen?

Wenn Leute ihre Macht ausnutzen, einfach weil sie es können.

677. Was war das schönste Kompliment, das du jemals bekommen hast?

Oh. Hm.

Ein Moment wird immer einen sehr besonderen Platz bei mir haben. Man muss dafür wissen, dass die Person nach dem zweiten Drink hinreißend ehrlich und völlig übertrieben wird.

Aber genau darum war „Isabella, wenn man so klug und charismatisch ist wie du, braucht man einen Plan“ der Satz, der mich noch lange begleiten sollte. (Und meine Güte, wie recht er hatte. Der Satz der danach kam, stimmt sogar noch mehr, da ging es aber um die Reaktion von anderen Menschen auf mich.)

Und dann war da noch eine der Karten zu meinem Geburtstag, da schrieb eine von mir sehr bewunderte Frau so nette Dinge, dass ich zwei Tage später an meinem Esstisch um Fassung rang. Crazy internet people, my love.

678. Was entscheidet, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?

Je weniger glatt, souverän und perfekt, desto sympathischer.

679. Was geht zu langsam?

Die großen Veränderungen, der Frieden, ich.

680. Welches Musikstück soll auf deiner Beerdigung gespielt werden?

Ich sehe das ja New Orleans mäßig. Marching Band, aufgehübschte Beisetzungs-Besucher. Und vielleicht das Verdi-Requiem. Und was von Florence. Hauptsache Brass.

681. Was war deine letzte gute Tat?

Ein technisches Gerät repariert, das jemandem in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung stehen wird. (

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?

Ach, das wäre nett. Nein.

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?

Durchhalten. Meinen Geburtstag feiern. Ausgestreckte Hände annehmen.

684. Was war das beste Konzert, das du jemals besucht hast?

Sehr schwierig, weil gute Konzerte auf mich eine extrem euphorisierende Wirkung haben. Apocalyptica mit dem enthusiastischten Münchner Publikum an das ich mich erinnern kann, Robbie Open Air – inklusive vorher über die Autobahn rennen, weil sich so ein Stau gebildet hatte, dass man nicht mehr vorwärts kam.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?

Interessanterweise ist harte Arbeit nichts, das bei mir nach Belohnung verlangt, das mache ich eigentlich gerne.

Ich belohne mich lieber dafür Dinge durchgehalten oder ertragen zu haben. Dann führt das am ehesten zu exzessivem Online-Shopping, entweder Kosmetik oder Accessoires, oder natürlich Alkohol. Aus Gründen.

686. Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht?

Erschreckend oft. Wenn man Menschen genau beobachtet, lernt man ihre Schwachpunkte zu finden und wenn man dann vor Wut oder Hilflosigkeit verbal um sich schlägt, zielt man entsprechend genau.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?

Wobei? Das ist viel zu ungenau gefragt. Aber in einem Großteil der Fälle: Qualität.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?

Woher soll ich das denn wissen??

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?

Wein.

Trauben, Oliven, Weißbrot.

Konfekt.

690. Hast du viel Selbstvertrauen?

Extrem tagesformabhängig. Meistens zu wenig, manchmal zu viel, dazwischen eher nix.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?

Das Internet? (I KNOW)

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?

Die Sicherheit, vermeintliche, womöglich.

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?

In allen in denen man Leute zutexten konnte. Sprachen, Geschichte, Sozialkunde. Nix mit Formeln halt.

694. Wann hast du zuletzt ein Baby in den Armen gehalten?

Sehr, sehr sehr sehr sehr lange her.

695. Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben?

Ha. Haha. Hahahahaha. Nein.

696. Kannst du gut warten?

Wenn die Umstände erträglich sind (nicht eiskalt, kein Geplapper neben mir, etc.) dann eigentlich schon. In meinem Kopf ist eh immer was los.

697. Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen?

WÜRDE? Bitch please.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?

Schlösser knacken. Eine exotische Sprache. Vergeben UND Vergessen.

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?

Wenn es sein muss, kann ich extrem genügsam sein. Ich schätze der Blick in den Himmel.

700.Wie oft beginnst du einen Satz mit: Als ich so alt war wie du?

Gottseidank nur sehr selten und eher ironisch. SO ALT bin ich nun doch wieder nicht.

Fragen 651 – 675

651. Wie würdest du dein Leben mit drei Stichwörtern beschreiben?

Suchend, Unrhythmisch, Wortgefüllt

652. Was ist das Beste am Erwachsensein?

Das Wiederentdecken der Momente in denen einem klar wird, dass die Welt nicht untergeht wenn man etwas nicht tut oder den Regeln nicht folgt. So, wie als Kind.

653. Bist du ein Kämpfertyp?

Ich sehe da keine Alternative.

654. Wie viel Fantasie hast du?

Zuviel.

655. Könnten sich Menschen ändern?

Ihre Meinung, ihre Vorlieben, vielleicht sogar ihr Verhalten – ja. Aber den Kern, die fundamentalen Stützen ihrer Persönlichkeit? Nein.

656. Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen?

Ja was denn sonst?

657. Was hättest du gern zehn Jahre früher gewusst?

Dass ich existieren und sogar Raum einnehmen darf, mit allen Fehlern und Schäden.

658. Was wird dein nächstes Projekt?

Neu-Orientierung in diversen Bereichen und dann ist da noch eine kreative Sache, die schon lange im Kopf vor sich hin rattert.

659. Machst du häufig mehrere Dinge gleichzeitig?

Ich fange manchmal mehrere Dinge an, bis ich über mich selbst den Kopf schüttle und mich für eine Sache bzw. eine Reihenfolge entscheide.

660. Was liegt dir immer noch im Magen?

In diesen Tagen: Seit einem Jahr dieselbe, in meinen Augen ungeklärte Angelegenheit. But we carry on.

661. Magst du es, wenn man sich um dich kümmert?

Das Problem ist, das man es richtig machen muss, also so, wie ich das gern hätte. Es ist kompliziert.

662. Welchen Wunsch wirst du dir nie erfüllen?

Prinzipiell möchte ich noch keinen Wunsch zu Grabe tragen, aber ich schätze die Idee von einer buchstäblich durchtanzten Nacht wird immer nur eine Idee bleiben.

663. Was war die interessanteste Einladung, die du jemals bekommen hast?

Oh, da gibt es tatsächlich eine gewisse Auswahl. Aber angesichts der Gästeliste ist es eine für dieses Jahr, zu einem ganz bestimmt wunderbaren Fest.

664. Wie würden dich deine Freunde beschreiben?

Irgendwas mit Locken und Axt, Gin, Sarkasmus und eventuell …*seufzt* Bayern.

665. Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan?

Ich sollte in diesen Erinnerungen nicht kramen, weil mein Kopf sehr gut darin ist sie sich mit Original-Emotions-Begleitton einzuspielen.

666. Was war ein Wendepunkt in deinem Leben?

Die Beinverlängerungs-OP. Auf eigenen Beinen stehen, buchstäblich. Schuhe kaufen. Den eigenen Bewegungsraum erweitern.

667. Glaubst du, dass Menschen die Zukunft vorhersagen können?

Nicht konkret nein. Aber menschliche Wahrnehmung und was wir damit anstellen ist ein rätselhaftes Ding. Ich glaube, dass es Menschen gibt, die über ihre Antennen mehr mitbekommen und darum früher merken, wenn sich der Wind dreht.

668. Was kannst du fast mit geschlossenen Augen tun?

Tippen.
Lippenstift auftragen, Make-up entfernen, Haare hochstecken. (also alles was man nach einer durchgefeierten Nacht im Dunkeln machen will, weil das Licht im Bad so grell ist.)
Katzen kraulen – funktioniert sogar schlafend.  

669. Auf welchem Platz in der Klasse hast du am liebsten gesessen?

Am liebsten hinten rechts (vom Lehrer aus gesehen) aber aus Gründen landete ich dauernd in der ersten Reihe.

670. Vermeidest du bestimmte Musik, weil du davon traurig wirst?

Nein, im Gegenteil. Immer schön direkt in die Vene mit der dunklen Emotion.

671. Bist du ein Mensch der Worte oder ein Mensch der Tat?

Ich liebe Sprache und Worte sind mein wichtigstes Werkzeug. Aber es gibt einen Punkt, da sind sie nicht genug und dann schreite ich aber mal sowas von zur Tat.

672. Welcher deiner fünf Sinne ist am besten entwickelt?

Das Hören. Asperger-Superpower.

673. Wann hast du Mühe, dir selbst in die Augen zu schauen?

Wenn ich jemanden sehr verletzt habe.

674. Wer kann dich am besten trösten?

Das hängt davon ab warum ich getröstet werden muss.

675. Was war deine größte Dummheit?

Eine Reihe von Dingen, die ich nicht getan habe. Nicht gesagt, nicht gefragt.

Oh und die Nummer mit der Schräge im Dachboden des Bauernhofs, die wir als Rutschpiste genutzt haben: Da waren diverse alte Matratzen, die wir uns als Dämpfer ans Ende gelegt haben. Spoiler: Aus einer dieser Matratzen ragte eine Metallfeder raus. Jahre später stand ich allerdings vor einem Chirurgen der meinte, super, die Narbe nehmen wir gleich her und schneiden da auf. Da ging es um die Beinverlängerung. Ich schwöre hier liegt irgendwo eine Metapher rum.

umpflanzen

„Wenn ich das entsprechende Talent hätte, ich hätt‘ Schreiner gelernt.“, höre ich mich am Wochenende sagen. Der unverschämte Sonnenschein hat mir Energie eingeflößt und neben allgemeinem Aufräumen und Einkaufen schaffe ich auch noch ganz locker die Grundreinigung vom Balkon plus Tomatenanzucht. Nach der Grippe und zwei Bürotagen aus der Hölle möchte ich meine Zeit mit Möbelaufbauen, Erde umfüllen und Dinge wegwerfen verbringen. Wäre ich besser mit Menschen, ich wäre eine MariKondo geworden, bewaffnet mit Etikettiergerät, alphatebischen Registern und Müllbeuteln. Mein Problem ist nie das Aussortieren, sondern das fachgerechte Wegwerfen/ Weiterveräußern. Again: Die Sache mit den anderen Menschen.

Ich kaufe Tulpen, es gibt Käsekuchen. Käsekuchen muss noch warm sein.

Die neue Woche bekomme ich nicht zu fassen, sie entzieht sich mir wo sie kann. Ob im Büro oder in der Kommunikation mit Anderen, es ist, als wären alle auf einem Rave und ich möchte aber Bach hören. Vorsichtiges Herzfassen und jemanden fragen, der sich mit einer bestimmten Sorte auskennt. Planungen für kleine Fluchten. Schließlich: Ach ja richtig, zuletzt hab ich es mit dem Sport ein bisschen schleifen lassen. Eine Grippe will do that to you. Als ich auf der Yogamatte liege und absichtlich in irgendwelche Bereiche hineinatme klärt sich mein Blick ein wenig.

Während ich mich aus der Kobra strecke, lache ich mich selber dafür aus, dass ich mir wegen einer anstehenden vielleicht stattfindenden Begegnung Sorgen mache. Als könnte ich etwas daran ändern.  Contenance ist eh immer schon für die anderen gewesen.

Geändert wird ohnehin, was sich ändern lässt. Da muss auch die Konzentration hin.

Die Kräuter auf dem Balkon wurden gerade erst von der schützenden Folie befreit, wollen aber dafür jetzt ständig Wasser. Mehr, noch mehr. Gib mir Stoff, ich kann die Sonne sehen, hier geht was mit dem Wachstum. Ich will auch wachsen.

Vorsichtshalber – man hat ja was gelernt – schicke ich das Bauchschmerzthema schon mal in die Welt hinaus und arbeite an meiner Atmung. Mal sehen wie lange die Rüstung hält. Der Ärger darüber, dass ich mir hochnotpeinlicherweise darüber Gedanken machen bzw. andere fast schon vorwarnen muss, obwohl ich versucht hatte einen anderen Status Quo zu erreichen, begleitet mich aber durch den Rest der Woche. Sagt einem auch kein Therapeut, dass alle erlangten Fähigkeiten und Erkenntnisse manchmal nix nutzen, wenn man vorher den Fehler gemacht hat einer lausigen Performance auf den Leim zu gehen.

So schwer ich mich mit Veränderungen tue, aktuell gehen sie mir nicht schnell genug, nicht mal annähernd. Vielleicht komme ich jetzt in das Alter wo die ganz kurzfristigen Sachen aber auch einfach nicht mehr tragen. Ein Plan muss her. Mehrere, wohl eher. So wie man mehr als einen Samen einsetzt, damit was draus wird. Oh je, Gärtner-Metaphern. Kein gutes Zeichen.

Das linke, untere Augenlid hört nicht auf zu zucken. Ja ja, ich weiß, ich bin dabei.


Huch, Dido ist wieder da.

Fragen 601-625

601. Worauf achtest du bei jemandem, dem du zum ersten Mal begegnest?

Ich bin niemand der auf bestimmte Dinge achtet, mir können nur Sachen negativ auffallen. Jaja, ich weiß.

602. In welcher Hinsicht könntest du etwas aktiver sein?

Fast jeder. Wobei. Öfter die Schnauze halten, leiser sein und stattdessen…. hm, etwas tun. Anything.

603. Spielst du in deinem Leben die Hauptrolle?

Ja, wobei es beginnt sich anzufühlen, als wäre ich eigentlich nur der Erzähler. (Reader: She was confused.)

604. Welcher Lehrer hat einen positiven Einfluss auf dich gehabt?

Frau Schm. Mit dem simplen Satz „Du musst doch schreiben.“, als es um meine Zukunftsplanung ging.

605. Was würdest du am meisten vermissen, wenn du taub wärst?

Musik, doch, ja.

606. Über welche Nachricht warst du in letzter Zeit erstaunt?

Wir schreiben das Jahr 2019, niemand hat mehr die Kraft überrascht zu sein.

607. Wärst du gern wieder Kind?

Nein, oh gott, bloß nicht, niemals.

608. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass es dir langweilig wird?

Mir wird nicht langweilig, ich habe ja diesen Kopf in dem ständig der Teufel los ist. Die Zeit vergessen kann ich beim Dinge sortieren.

609. Wann warst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Was mich bis heute verblüfft: Als ich im Herbst 2002 in stationärer Behandlung war, hatte die Zimmergenossin eine Frauenzeitschrift dabei in der ich blättern durfte. Zu einem fürchterlichen Bericht über junge Asiatinnen, die sich unter Schmerzen die Beine verlängern lassen, stand in einer Infobox ein Hinweis auf einen deutschen Arzt, der eine neue Methode für die Korrektur und Verlängerung von Extremitäten gefunden hatte. Es dauerte danach noch ein Jahr, aber genau dieser brillante Chirurg reparierte mein Bein samt Fuß und Zehen. Anders hätte ich heute noch nicht von ihm gehört. (Which is a whole ‚nother problem.)

610. Denkst du oft darüber nach, wie Dinge hergestellt werden?

Als ich vor kurzem ein Regal zusammengebaut habe, konnte ich 10 Minuten begeistert über die neue, bereits im Brett eingelassende Verschraubung des mittleren Bodens reden. Ja, doch, schon.

611. Welchen kleinen Erfolg konntest du zuletzt verbuchen?

Ich konnte zuletzt mehrere drastische Impulse unterdrücken. (Reader: She was wrong.)

612. Wirst du am meisten jünger oder älter geschätzt?

Es kippt gerade, weil dieses Gesicht schon so lang so aussieht. Schon als Teenager ging ich als Mittzwanziger durch. Jetzt, wo ich mich Mitte 30 nähere, gehe ich wohl noch für Ende 20 durch. So I’ve been told.

613. Wann hast du zuletzt Sand zwischen den Zehen gespürt?

Letzten Sommer, am Chiemseestrand.

614. Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt?

Nix konkretes,  Hauptsache ich gehe lange zur Schule, fülle meinen Kopf mit möglichst viel Zeug und zettele irgendwann eine Revolution an.

615. Welches Gerät von früher fehlt dir?

Hä?

616. In welcher Hinsicht denkst oder handelst du immer noch wie ein Kind?

Ich kann Konflikte nicht nicht austragen. Gras über Dinge wachsen lassen ist für weitaus erwachsenere Menschen als mich. Und ab einer gewissen Eskalationsstufe debattiere ich auch nicht vernünftig, sondern brülle und zerstöre. Nicht oft. Aber…nun.

617. Heilt die Zeit alle Wunden?

Haha. Nein.

618. Bist du romantisch?

Das ist so ein Begriff, von dem ich kaum noch eine Vorstellung habe. Ich kann Aufmerksam sein, ich überrasche Menschen auch gern mit Dingen. Aber dieser Symbol-Quatsch liegt mir nicht.

619. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

Triff nie, nie niemals Entscheidungen für dich in Abhängigkeit von anderen Menschen. Auf gar keinen Fall.

620. Was machst du mit Souvenirs, die du bekommen hast?

Größtenteils in sehr hübsche Schächtelchen packen und wegräumen. Ähem. Deko ist nicht meine Stärke.

621. Von wem hast du vor Kurzem Abschied genommen?

Von der Idee, dass alles wieder gut werden könnte.

622. Bist du (oder wärst du) eine Jungenmutter oder eine Mädchenmutter?

Ich, äh…was?

623. Hast du schon mal individuelle Ansichtskarten gestaltet?

Das klingt nach Basteln. Nein, ich bin Bastelverweigerer.

624. Wir würde dich deine Familie beschreiben?

Sie nennen mich kopfgesteuert, weil ich Listen und Pläne mag. Nun.

625. Wonach suchst du deine Kleidung aus?

– muss passen

– darf mich nicht anschreien

– ist kombinierbar und muss nicht gebügelt werden