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Inn, Februar-Ansicht

„The bad memories, the fear, that’s your head protecting you from something happening again.”

Conan O’Brien (I think)

Der Satz hat keine psychologische Basis und stammt zu allem Überfluss auch von einem Comedian. Aus einem Podcast. Also das Gegenteil von vertrauenswürdig. 

And yet. Irgendwas fängt an in meinem Kopf zu rattern und Dinge zusammenzusetzen.

Weil grade ist etwas sehr seltsam. Ich bin im Job extrem gut beschäftigt und damit sehr glücklich, mein Leben ist generell voll mit brauchbaren Dingen und Menschen, ich habe diverse Momente, auf die ich mich freuen kann. Und flehne seit bald zwei Wochen jeden Abend. Also richtig.  Ja, so gucke ich auch jedesmal. Es ist nicht so, dass ich rumstehe und dann kullern Tränen ohne, dass ich den Hauch einer Ahnung habe woher. Mein Kopf weiß sehr gut wie er das in Gang setzen kann. Er denkt, völlig ohne Grund, über eine Geschichte nach, die ich halt schwer zu den Akten legen kann. Obwohl sie mich grade nicht tangiert oder beeinträchtigt.

It’s the old ‚Warum war ich nicht gut genug, was hab ich denn falsch gemacht oder nicht verstanden, bin ich so eine elende Kreatur, dass es Menschen die Sprache verschlägt? Ist es so furchtbar, wenn ich schwach bin und die Hand ausstrecke, dass Leute sich angewidert abwenden und nicht sagen können, dass sie in dem Zustand nichts mit mir zu tun haben wollen?`  Wir sprachen an dieser Stelle bereits darüber. So zwei bis achtmal. 

Keine Panik: Ist jetzt nicht das Thema. Also nicht direkt. 

Darüber hinaus werde ich von völlig wirr verspannter Muskulatur und genereller Kratzbürstigkeit begleitet. Insgesamt also ein deutliches: Hier stimmt etwas nicht, hier passen Sachen nicht zusammen. Aber was genau, das sagen wir dir nicht. Gezeichnet, dein verpeiltes Unterbewusstsein. Pilates, stundenlanges Ufer-Spazierengehen, Gemüse essen – alles nutzlos. 

Aber natürlich treibt mich um, warum mein Kopf das in diesen Tagen wieder rauszieht, warum er jeden Tag damit beschließt, was zur Hölle das bringen soll. (Vielleicht die Strafe, dass ich aktuell maximal einmal die Woche Alkohol trinke? Ist das eine wilde Form von Entzugs-Symptom?) Was mich zum obigen Zitat bringt. Auf der Suche danach was mein Hirn antreibt eine bald zwei Jahre andauernde Nerv-Angelegenheit rauszuziehen und langsam meinen Selbstwert zu dezimieren, stehe ich plötzlich vor der Job-Tür und dem Gedanken: Vielleicht ist es ein Obacht, sich nicht zu wohl zu fühlen, den Menschen nicht zu sehr zu vertrauen.

Weil die erwähnte Angelegenheit hatte auch einen professionellen Einschlag. Tragisch wurde sie zwar durch den Kontext außerhalb des Jobs, die Grundlage wurde aber im Kollegendasein gelegt. 

Mich gibt es ja nur in einer, dieser Version. Ich habe kein „professionelles“ ich, das diplomatischer oder genauer oder irgendwas ist. Ich habe keinerlei Fähigkeiten mich zu verstellen und weiß, dass meine Karriere dereinst genau dadurch begrenzt sein wird. Kein Händchen für Politik, kein Hang zu Gossip und kein Radar für sensible Egos. 

Ein wenig hilft es zu wissen, dass ich auch hier nicht alles steuern kann, weil so eine Spektrums-Störung schon genug Kraft kostet und man nicht auch noch ein freundliches Büro-Ich entwickeln kann. 

Andere können das aber schon.

Sind zuverlässig und vertrauenswürdig, geben sich geradlinig und interessiert. Also ziemlich sehr als die Sorte Person mit der ich gern zu tun habe und der gegenüber ich ein gewisses Zutrauen entwickle, weil ich denke, dass hier kein Bedarf um nicht zu sagen kein Vorteil durch Spielchen und Egomanie entstehen kann. Dear Reader: I was wrong. 

So trage ich also aus dem letzten Anstellungsverhältnis auch eine fette zwischenmenschliche Narbe mit mir rum, weil ich die Corporate Persönlichkeit auf einen Menschen umgelegt habe, der mir auch außerhalb bekannt war. Von dem ich daraufhin dachte, ich könnte mich mit einem Anliegen an ihn wenden und feststellte, dass auf geheuchelte Empathie und generelle Maulfaulheit die geringschätzige Empfehlung folgte, dass ich mich doch wieder in die mir zugedachte Schublade trollen und bei Gelegenheiten bei denen wir beide Aufschlagen, Small Talk machen soll. 

Kann man mir noch folgen? Ich denke nicht, aber here goes. 

Das neue Job-Umfeld ist nämlich ein hinreißendes, nerdiges Biotop. Männerlastig, ja, aber sie kramen alle ihre Manieren raus. Die Atmosphäre ist offen, die Aussprachen sind direkt und generell versucht man pragmatisch und zielgerichtet an Dinge heranzugehen. Mit taugt das alles sehr. Womöglich zu sehr. 

So stehe ich also da, heulend und verwirrt. 

„…protecting you from something happening again.“

Die Moral von der Geschicht nicht mit Leuten zu arbeiten, mit denen ich im privaten Umfeld zu tun habe, die ist angekommen. Aber auch die Moral davon Kollegen nicht zu sehr rankommen zu lassen weil sie sich als gespaltene Job-Persönlichkeit herausstellen könnten? Will ich das überhaupt? Dieses Trennen der Wirklichkeiten ist gerade in einer sehr beweglichen, dienstleistungsorientierten Branche schwierig, schließlich teilt man Erfolge und Niederlagen, Deadlines und das Belohnungs-Bier. Als erwachsene Menschen verbringen die meisten von uns mindestens 40 Stunden in der Woche im Büro, oft umgeben vom selben, überschaubaren Kreis an Personen. Man redet über Fußball, Politik, Freizeit, Familie und alles andere was so anfällt. Man findet Gemeinsamkeiten, eine Humor-Ebene oder wenigstens geteilte Abneigungen. (Insert Witz über Spesen-Abrechnungen here)

Das funktionierte auch in der vorigen Firma und es gibt ehemalige Kollegen mit denen ich heute noch hier und da Kontakt habe. Also genau die Grundlage auf der man nicht regelmäßig redet, sich aber gegenseitig hilft, wenn es z.B. um Job-Gelegenheiten geht. So weit hab ich das mit dem Networking jetzt auch verstanden.

Bleibt sich die Frage: Wie stellt man das übervorsichtige Alarmsystem der eigenen Psyche aus – weil den Code dafür habe ich nicht bekommen. Obwohl mir klar ist, dass derlei zwischenmenschliche Slapstick für mich schneller ins Trauma-Gebiet fällt als für neurotypische Menschen, es kann nicht damit enden, dass ich überall dort wo ich Verbindungen auftuen könnte gleich mal die Schotten dicht mache. (Schotten dicht machen. Whisky. Why did I never think about that.) Schließlich habe ich im Gegensatz zu ungestörten Leuten (Look, I made a pun!) nicht einfach die Wahl es beim oberflächlichen „Mögen“ zu belassen oder ganz bewusst eine Verbindung zu suchen. Es ist kein aktives, kontrolliertes Steuern sondern vielmehr ein Prozess der entweder passiert oder nicht. Inklusive Risikokalkulation. 

Aber das ist doch kein Grund zum Weinen, ey. 

Es gehört zu der grausameren Sorte Ironie in einer Zeit zu leben, in der viele Menschen die Likes der Freundschaft vorziehen, sich und ihre Außendarstellung lieber hofieren lassen als sich einem anderen Menschen zu stellen. Als jemand der sich in Sachen Freundschaft und anderes Beziehungsgeflecht die meiste Zeit ihres Leben die Nase an der Glaswand plattgedrückt hat, wirkt das auf mich ein wenig bizarr. Was ich zu mancher Zeit darum gegeben hätte irgendwo ein bisschen dazugehören zu dürfen, andocken zu können. (Und es gibt eine Bezugsgruppe bei der das mal der Fall schien, aber das sind halt die Collateralschäden, wenn man Job und Privat verstrickt und das dann implodiert. So long, Stammtisch-Crew.)

Im Übrigen denke ich gar nicht, dass das ein exklusives Autismus-Problem ist. Das Klischee vom Kollegen der zu viel über sich redet oder einer Kollegin, die nach kürzester Zeit zur anhänglichen Klette wird, das sind schließlich beliebte Comedy-Plots. Aber so wirklich darüber reden, offenlegen, dass es da ein großes, zeitintensives Feld im Leben existiert, in dem menschliche Verhaltensweise im Kontext von bestehenden Verträgen, zu vergebenden Budgets und allerlei Bewertungs-Momenten navigiert werden muss, das tun wir irgendwie nicht. Zumindest nicht ausreichend, nicht ehrlich. Karriere-Knigge, Workshops zur Selbstreflexion, Konfliktmanagement, das ist ja alles schön und gut. Aber wo lernt man den sensiblen Umgang miteinander, wo gibt es offene Aussprachen über unterschiedliche Perspektiven zum Verhältnis untereinander – auch auf Teamebene? Ich mein ja nur.

(Mal vom Thema Flirts/ Romanzen / Affären im beruflichen Alltag überhaupt nicht gesprochen, weil, puh. Also PUH.)

Was ich sagen will: Können wir da bitte mehr drüber sprechen? Ich weiß nicht, ob das helfen könnte mit der Heulerei, aber erfahrungsgemäß mögen solche Dämonen kein Licht. 

Ich dachte solche Schmonzetten wären ausgestorben. Hach, wie passend!

Fragen 776-800

776. Welche Note von 1 bis 10 würdest du deinem Leben geben? 

What fresh hell… bei 1-10 reden wir von quasi Haltungsnoten, mit 10 als perfekt, richtig? Ach, keine Ahnung, 6,5 ungefähr.

777. Fällt es dir leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen? 

Ha. Haha. 

778. Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt? 

Vermutlich gerade eben oder gestern, weil jeden Tag ist ja irgendetwas neu.

779. Wie hoch ist die Mauer um dein Herz? 

Es ist weniger eine Mauer als viel mehr … ein Labyrinth. Very Harry Potter. 

780. Machst du manchmal etwas nur widerwillig? 

Manchmal? Etwas? Früh aufstehen, anderen recht geben, putzen, etc. Der nervtötende, unausweichliche Alltagskram halt.

781. Welche Figur aus einem Roman würdest du gern verkörpern? 

Schauspielerisch? Danke, nein, geht grade so. 

782. Bist du ein unternehmungslustiger Typ? 

Wie abschreckend das schon klingt. 

783. Kommst du immer zu früh, zu spät oder genau rechtzeitig? 

(kichert eine Weile wie man das halt macht, wenn’s ums Kommen geht). Zu früh (höhö).

784. Wie sorgst du für Struktur in deinem Kopf? 

Wie beim Puzzlen halt. Ich arbeite mich vom Rand in die Mitte vor. Aufgaben auf die eine Seite, Gedanken auf die andere, Vorhaben in die Mitte und die werden dann Reihe für Reihe…. Zu viel Detail?

785. Bist du schon einmal irgendwo gewesen, wo du nur Sand und Wasser um dich herum gesehen hast? 

Ja. Das war gut. 

786. Auf welchen Platz setzt du dich in der Achterbahn? 

Ich stehe davor und gucke zu. 

787. Machst du eine andere Person schnell auf ihre Fehler aufmerksam? 

I feel very attacked. 

788. Welche Rolle hast du in deiner Freundesgruppe? 

Meine was in meiner was? Womöglich Rose Nylund, die gerne Dorothy Zbornak wäre, schätze ich. 

789. Was ist das Exotischste, das du jemals gegessen hast? 

Aligator? Känguru? Bries?

790. Liest du Horoskope? 

Sorrow Scopes natürlich. 

791. Was ist der seltsamste Ort, an dem du jemals aufgewacht bist?

Die Eckbank vom Tennisheim. Herrje, 18te Geburtstage. (Nicht meiner.)

792. Würdest du es gut finden, wenn etwas nach dir benannt würde? 

Och, grundsätzlich ja, käme halt drauf an was. Bibliothek oder so, sehr gern.

793. Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst? 

Wenn mich Gedanken wach halten, dann muss ich mich sehr bewusst davon ablenken und mich in eine wohlige, angenehme Situation hineindenken. Und tief, sehr tief atmen. Meistens fängt mein Kopf daraufhin an irgendeinen blöden Ohrwurm zu spielen. Womit ich sagen will: Noch nichts was hilft.

794. Kannst du auch mit Leuten befreundet sein, die vollkommen anders denken als wir? 

Wir? Ach, du bist dir also sicher, dass wir ähnlich denken? Interessant. Es hängt ein bisschen davon ab worum es geht, weil natürlich eine gewisse Weltanschauung, Toleranz und überhaupt vorausgesetzt werden. Aber zum Beispiel vegane Fans von Schalke 04 – da findet sich schon was. 

795. Wie lange könntest du auf einer einsamen Insel überleben? 

So Survival-Skill-mäßig? Puh, wenn es trinkbares Wasser gibt, schon ein paar Wochen. 

796. Wie oft googelst du den (die) Namen deiner Jugendliebe(n)? 

Meiner was?

797. Welches Unterrichtsfach in der Schule war für dich schrecklich? 

Stenographie war die Hölle auf Erden. Ja, ich hatte Steno. Dass dieselbe, geradezu antike Lehrkraft uns auch Tastenschreiben beigebracht hat, empfinde ich nach wie vor verwunderlich.

798. Welche Zutaten dürfen in deinem Lieblingskuchen nicht fehlen? 

Eier, Butter, Zucker. Lieblingskuchen. Wasn Frevel. 

799. Was singst du unter der Dusche? 

Ich liege in der Badewanne und halte Reden, thankyouverymuch. 

800. Fällt es dir leicht, einer Person zu sagen, dass du sie liebst? 

Hängt von der Person ab. Tendenziell: Wenn ich jemanden liebe, dann unter anderem weil die Person ebenso zu einer gewissen Direktheit und ehrlichen Antworten neigt. Dann geht das schon. 

Immer einmal Meta als du

Nun, here we are. Eigentlich sollte hier schon der Beitrag zum Thema Geld und was das alles mit der Herkunft zu tun hat stehen, aber dann ist Twitter passiert und ich dachte ich häng einen kurzen Disclaimer davor – der dann schnell über 500 Worte hatte, weil ich mich bekanntermaßen nicht kurzfassen kann.

Mal zum Thema Twitter-Debatten. Ich lese im Nachgang zu diversen, angeblich kontroversen Themen fast immer es wäre eine #Personen vs #AnderePersonen gewesen. Und da geht der Fehler ja schon los. Kein Arbeiterkind ist auf ein Akademikerkind losgegangen oder sagt, es müsste auf irgendetwas verzichten. Es ist überhaupt kein Kampf gegeneinander und es ist auch nicht, wie gern mit hochgezogener Augenbraue formuliert wird „völlig sinn – oder ziellos“. Natürlich werden oft eher Nicht-Themen durch die Plattform gejagt und regelmäßig bleiben am Ende Statements mit möglichst radikalen und dummen Inhalten als dargestellte Beispiele übrig. Aber das heißt nicht, dass wir den Rest nicht brauchen, im Gegenteil . 

Wenn Arbeiterkinder ihre Erfahrungen schildern und dann kommen Menschen aus Haushalten mit akademischem Hintergrund um ihre Perspektive zu schildern, dann ist das auch ein Hinweis darauf, dass sie sich in den beschriebenen Biographie-Varianten nicht wiederfinden. Dahingehend ist Twitter nämlich oft differenzierter als man denkt – und als man später in den darüber berichtenden Blogeinträgen oder journalistischen Stücken liest. Geschrieben wird über die polarisierenden, die lauten Beiträge. Die, die empört mit einem „Drüberkommentar“ as the kids call it retweetet werden. Nicht über die langen, ausführlichen Gespräche zwischen zwei bis vier Leuten, die darum ringen sich gegenseitig zu verstehen.

Weil wenn mich momentan an Twitter etwas nervt, dann, dass jeder ein Berichterstatter sein will und niemand denkt er hätte Skin in the Game. Hach, was bin ich nicht Meta und ich mute einfach alles und ich bin zwar dort aber natürlich ist das alles unter meinem Niveau. Eff you und dein nichtvorhandenes Niveau – dann geh halt Audiobooks von Richard David Precht lesen, aber hör auf zu twittern. 

Wenn ihr alle so souverän wärt wie ihr tut, würdet ihr am Ende nicht verlautbaren was euch alles nicht interessiert. Wenn mich etwas nicht interessiert oder ich wirklich nichts beizutragen habe, dann lasse ich Dinge an mir vorbeiziehen. (Okay, außer American Football. Warum wird das jetzt so gepusht? Warum lästern dieselben Leute in meiner Timeline über RB Leipzig um dann Nachts Chiefs, Dolphins oder tschissuschraist, Patriots zu feiern. Wo ihr Ausschlag bekommt, wenn sich im Deutschen jemand Patriot nennt.)

Dass nicht jeder die Zeit hat sich einzumischen, oder Angst vor den ggf. fürchterlichen und aggressiven Antworten die kommen können – geschenkt. Aber wenn du eigentlich gern was sagen würdest aber es nicht tust, weil du zu cool dafür bist? Well, God, Jed, I don’t even want to know you. (Mrs. Landingham geht immer.)

Ich hab’s auch satt, dass wir alle immer so tun als wären wir total objektiv. Einen Dreck sind wir. Wenn es um Herkunft geht, um die Gruppen mit denen wir uns freiwillig oder qua eigener Geschichte assoziieren, dann sollen wir da sachlich sein? Ah géh weida. Wenn Themen an die Substanz gehen, wenn es unsere Entscheidungen und Umstände betrifft, Dinge die wir ja auch nicht nur mit dem Kopf entscheiden – natürlich werden wir da emotional. (und HALLO, das sagt die emotionale Legasthenikerin im Raum.)

Tatsächlich mag ich Twitter immer noch. Vielleicht gerade wegen der vielen Auseinandersetzungen. Nicht wegen des Geschreis. Weil sich Experten zu Themen äußern, weil Leute blöde Witze machen und weil man sich auch mal in die Haare kriegen kann, ohne, dass man danach neues Geschirr kaufen muss. Ja, ich diskutiere gern. Warum sollte ich sonst einen Account haben? Für Promotion geht man zu Instagram. Ich will reden, albern sein, Geschichten lesen, Dinge lernen und mich manchmal auch fetzen. Das sind die Dinge, die ich an Menschen schätze und ich schätze sie auch an Twitter. Gifs und Threads und Kartoffelsalat – give me all your imperfections. 

Zu den cool Kids hab ich nämlich nie gehört und wenn du bei Twitter bist, du übrigens auch nicht. 

„Everyone’s a pundit these days“ hat neulich ein amerikanischer Politik-Kommentator gesagt mit Blick darauf, dass viele Menschen nicht wählen oder unterstützen wen sie persönlich für ideal halten, sondern von wem sie glauben, dass „die Allgemeinheit“, diese graue, unförmige Masse auch will. Weil man selbst ist ja viel reflektierter als der gemeine Pöbel. Wenn das dann genug Menschen über sich denken… so geht ein Schlamassel los. Daran muss ich bei diesen spöttischen Meta-Tweets immer denken. Ich bin weiß Gott jemand, der sowas auch schon gemacht hat. Look at me being more clever than all those sheeps. So ein Blödsinn. Kaum kommt das richtige Thema, hänge ich voll drin. Auch wenn ich dann oft viel darüber gelesen habe, mich damit beschäftige und den Eindruck habe eben nicht nur über meine Erfahrung zu sprechen – am Ende tue ich auch das.

Wir sollten nicht aufhören Themen auseinander zu nehmen, aber vielleicht sollten wir lernen uns überhaupt erstmal auf ein Thema zu einigen. Als ich mich beispielsweise vor kurzem über die Kampagne der Nestle-Ministerin mit dem Hashtag #Dorfkinder aufgeregt habe, ging es mir überhaupt nicht um Dorf vs Stadt, den Blödsinn machen wir oft genug. Als Dorfkind hätte ich mir gewünscht, es ginge um uns alle gegen diese unverschämte Politikerin, naja, dachte ich. Hatte ich gehofft. Das ist der Teil, wo ich noch nicht ganz mitkomme. Weil tatsächlich kamen da diverse sehr erwartbare und einfallslose Keulen darüber, dass Dorfkinder hauptsächlich Nazis sind und gut nur diejenigen, die weg ziehen. Das war dermaßen nicht der Punkt. 

Der smarte Weg ist ja nicht alles zu muten, sich zu entziehen und der Meute das Feld zu überlassen – der smarte Weg wäre das Agenda-Setting als solches zu betrachten und sich die Brandstifter vorzunehmen. Wir können nicht über „die Medien“ die Nase rümpfen, die dumpf Springer-Schlagzeilen nachplappern, wenn wir selbst immer gleich Fronten aufziehen. Wenn Arbeiterkinder ihre Erfahrungen schildern, dann sind der „Gegner“ nicht Akademikerkinder, sondern ein System und wenn eine Ministerin versucht Dorfkinder vor ihren Karren zu spannen, dann ist es nicht vs. Stadtkinder, sondern vs. dieses haltungslose Ministerium sein. 

Wie wir das am besten anstellen, ich hab grade noch keine Ahnung. Vielleicht sollten wir das auf Twitter diskutieren. Wer Leute nicht mag, die sich gern mal verbal Dinge um die Ohren hauen, der hat mich eh nicht in der Timeline. (Eigentlich war der Plan nur „Not backing down 2020“ aber offensichtlich ist er „Durchgehend auf Krawall gebürstet 2020“. Ich trinke momentan allerdings auch quasi nicht. Oh.) Überhaupt, Mission Statements, das ist doch mal ein Ansatz. 

Insofern hab ich wohl Peak Meta-Twitter erreicht. Aufregen über diejenigen, die sich nicht aufregen wollen. Aber ernsthaft, wenn dich nix interessiert, interessierst du mich auch nicht. 

(you’re welcome)

Fragen 726-750

751. Mit welcher Frucht würdest du dich vergleichen? 

….was? Ananas?

752. Sind deine Gedanken immer richtig? 

Erneut: Bitte???

753. Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören? 

„Wenn es dir wichtig ist, ist es mir auch wichtig.“ (es ist kompliziert.)

754. Was an dir ist typisch schweizerisch, italienisch, französisch, deutsch? 

Oy vey. Es geht ja schon damit los, dass mir oft genug irgendwelche anderen Nationalitäten unterstellt werden. (Fuchtelt gestenreich, typisch italienisch.) Wobei, die Sache mit der Pünktlichkeit vielleicht? Und eine gewisse bajuwarische Arroganz. Aber die ist eher publikumsgerechte Folklore.

755. Fühlst du dich in deiner Haut heute wohler als vor zehn Jahren? 

Ich würde zwar sagen, dass ich vor 10 Jahren hübscher war, aber ich wusste es natürlich nicht. Insofern: Doch, ja.

756. Wann hat mal dein Glück auf dem Spiel gestanden? 

Ach, Glück, das sind Momente. Meine Grundlagen standen schon oft auf dem Spiel. Familie, Freundeskreis, Job – es hing alles schon mal am seidenen Faden.

757. Was möchtest du irgendwann unbedingt erleben? 

Geliebt werden. 

758. Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder einem bestimmten Becher?

Natürlich hab ich auch die Neurose. Die gigantische Halb-Liter-Katzenmotiv-Teetasse, der getöpferte Kaffeebecher, etc. 

759. Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen? 

Äh. Oh. Das müsste die Ch gewesen sein, so in der zweiten Klasse ungefähr. Vorher kann ich mich zumindest nich dran erinnern. Sie hat Seifen gesammelt und ich bekam das erste Mal einen Begriff vom Unterschied zwischen Mitteltands- und Akademikerfamilie. Was sich damals gar nicht so drastisch materiell als viel mehr in einem gewissen Selbstverständnis niederschlug. 

760. Würdest du es selbst weniger gut haben wollen, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge? 

Ein bisschen weniger? Sehr viel weniger? Das ist mir zu unspezifisch. Würde ich auf 5qm Wohnung verzichten – ja klar. Auf fließendes Wasser – eher nein.

761. Glaubst du an den Zufall? 

Inwiefern glauben? Zufälle passieren, das ist einfach qua Wahrscheinlichkeit so. Oder geht es hier ums Gegenteil – wenn man an den Zufall glaubt, kann es keine Bestimmung geben? Aber vielleicht existiert beides?

762. Wie viel Zeit am Tag verbringst du in der Küche? 

An einem Werktag: 30 Minuten maximal, weil ich abends nicht groß koche und mir morgens nur fix meinen Tee für den Thermobecher darin mache. Am Wochenende, wenn ich womöglich koche UND backe, können es etliche Stunden sein.

763. In wem hast du dich vor Kurzem wiedererkannt? 

Ich weiß nicht, ob das ein – haha, Zufall ist – aber seit ich das mit dem Spektrum weiß und gleichzeitig erstmals bewusst Frauen mit dieser Diagnose im öffentlichen Leben wahrnehme (Hanna Gadsby, Greta), erkenne ich mich überhaupt in Menschen wieder. 

764. Bist du impulsiv? 

Was ich über meine Spektrums-Störung gelernt habe, ist ungefähr das: Ich kann sehr, sehr lange gleichmäßig vor mich hin simmern, selbst wenn Dinge nicht in Ordnung sind. Aber der emotionale Teil ist durchgehend so hochsensibel, so auf maximale Lautstärke gedreht, dass irgendwann eine Überspannung entsteht, der Verstärker quasi platzt und daraufhin kann ich tatsächlich komplett die Kontrolle über meine Handlungen verlieren und extrem impulsiv Dinge tun. 

Weil grundsätzlich: Eher nicht. 

765. Für wen hast du dich vor Kurzem geschämt? 

Deutet auf Nachrichten, zoom nach London, Washington und München. (Hint: Mostly men.)

766. Kannst du mit einer Person des anderen Geschlechts eine Freundschaft pflegen?

In diesem Abschnitt häufen sich die Blödsinnsfragen aber schon auch arg, oder? 

767. Hast du ein Lächeln, das du nur für Fotos aufsetzt? 

Nicht, dass ich wüsste. Aber mich versetzen Fotografen auch ihn zahnarztähnliche Panikzustände.

768. Wen rufst du zuerst an, wenn du eine gute Nachricht hast? 

Es geht ja kaum noch jemand ans Telefon und wenn dann meine Mutter.

769. Was würdest du tun, wenn du keine Verantwortlichkeiten mehr hättest? 

Also wenn jemand alles für mich regeln würde? Ich könnte also nur noch rumliegen und lesen? IST DAS EINE OPTION?

770. Findest du dich selbst attraktiv? 

Ich meine…das ist auch ein Spektrum…irgendwie? Puh. Nicht konventionell, nein. Aber es stört mich an sich auch nicht.

771. Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt? 

Zitiert die Antwort auf Frage 763. (Interessant wie präsent mein Asperger hier plötzlich wird.)

772. Bist du ein gutes Vorbild? 

Grundgütiger, bitte nicht. 

773. Welche Tradition wird überbewertet? 

Ach, eigentlich alle. 

774. Packst du Geschenke immer hübsch ein? 

Hübsch ist relativ. Gut gemeint, ja. 

775. Interessierst du dich für Königshäuser? 

Die Gemäuer? Och ja. Die Menschen? Nur wenn gute Filme über sie gemacht werden. Geht The Crown gucken. 

No Choirs

And it’s hard to write about being happy
‘Cause the older I get
I find that happiness is an extremely uneventful subject

(Florence + The Machine // No Choir)

Nun stellt sich also heraus, dass ich mit Zufriedenheit, sei sie noch so mittelfristiger und unperfekter Art, nicht umzugehen weiß, ja geradezu nach neuen Auseinandersetzungen und Themen suche, sie aber nicht finde und mich darob in einer bis dato ungekannten Ra(s)tlosigkeit wiederfinde. 

Mein Kopf wird beruflich beansprucht, ich habe Freiheiten um mir selbst Themen und Aufgaben zu suchen, ich weiß, dass noch größere Dinge ums Eck lauern und es ist erschütternd unproblematisch geworden auch meine Freizeit mit meiner Mischung aus sozialen Kontakten und passivem Medienkonsum zu füllen. Wer bist du, fremde Kreatur, die mich da im Spiegel anguckt?

Natürlich, meine heimliche Superkraft mich an lang zurückliegende Niederlagen oder schlechte Erfahrungen zu erinnern, funktioniert nach wie vor – allein, sie hat gerade keinen richtigen Anlass. Ich muss mich zu keiner Veränderung motivieren, keinen Kampf bestehen, nur bedingt Dinge durchhalten.  Stattdessen steht es mir frei Menschen zur Seite zu stehen und mir ansonsten auch noch die letzten Details eines Lebens zurecht zu zimmern, das die Notwendigkeiten mit der Freude verbindet. (Mehr Cocktails, mehr Zeit ins Bars verbringen.)

Selbstoptimierung, das wäre selbstverständlich eine Möglichkeit. Ich könnte mir abends einen Smoothie machen statt ein Glas Wein zu trinken (wobei der Wein ohnehin seit Tagen ungeöffnet rumsteht, ich weiß doch auch nicht.) und weniger Kaffee, weniger Zucker, mehr Meditation und derlei Dinge, ja, das geht immer. Wofür gleich noch? Ach ja, die Gesundheit. Nun, ach, wissen Sie. Warum meine Generation einen hundertsten Geburtstag anstreben sollte, vor allem genährt von Verzicht und Reduktion, will sich mir nicht vollständig erschließen, so viel Hedonismus sei erlaubt. 

Jetzt kommen’s mir bitte nicht mit der Zukunft und den Kindern, ich tu mein möglichstes ihnen den Planeten zu erhalten, unter anderem in dem ich nicht bis in alle Ewigkeit Ressourcen verschwenden will. Ich kaufe regional und saisonal und viele Dinge offensichtlich sehr selten. Um den Jahreswechsel mal nachgezählt und festgestellt: in den letzten 2 Jahren habe ich 7x Kleidung geordert – das ist inklusive Unterwäsche und Strumpfhosen. Abgesehen vom #Donn33rbella Abendkleid wird alles regelmäßig getragen. Ich reduziere tatsächlich mit Ausnahme meines Bücherregals alles – allerdings auch weil ich endlich in der Lage bin mir die hochwertige Variante von Dingen zu leisten, die länger halten. Außerdem mag ich es, wenn ich mich bei etwas festgelegt habe und nicht mehr darüber nachdenken muss. 

Mit grob Mitte 30 bin ich einerseits an einem Punkt, den viele gleichaltrige schon vor Jahren erreicht haben, mit einem Mix aus Stabilität und Neugier, mit gewissen finanziellen Schritten (richtig, da war was. Den schreib ich demnächst.) und vor allen Dingen einer konkreten Mir-doch-wursch-Attitüde gegenüber vielen Sachverhalten. Andererseits leben wir in ausgesprochen wütenden Zeiten und das hat den Reifeprozess vermutlich aufgehalten. Neben ein paar anderen Dingen. Depressionen, Autismus, the usual. 

Es ist ein neuer, extrem ungewohnter Status, der natürlich erstmal die kreativen Ambitionen blockiert (because where is the pain ???) und droht mich ambitionslos zu machen. Nein nein, keine Sorge, wollen und fordern wie eh und je, aber deutlich weniger existenzialistisch. Ist das diese Altersmilde? Das erklärt warum andere dann Kinder bekommen, da rührt sich dann wenigstens wieder was. Fun Fact: Andere Frauen werden über die Feiertage von den Müttern gefragt wo denn die Enkel bleiben, ich bekomme ein Buch übers Schreiben geschenkt und, nun, denken Sie sich den Rest. (Das ist auch so etwas über das man ungern spricht, wenn man als Kind gewisse Talente und, oh Gott, POTENTIAL gezeigt hat und sich das mit der erwarteten Exzellenz nicht so einstellen will und man das nagende Gefühl des Versagens nicht los wird, obwohl einem dauernd bescheinigt wird, dass man doch relativ erfolgreich im Leben ist, also vergleichsweise. Es ist kompliziert.)

Apropos kompliziert: Ein arg simplifiziertes Buzzfeed-Quizz (ich kann verstehen wenn man an der Stelle aufhört zu lesen, aber Moment!) bescheinigte mir neulich, dass ich so gut wie keine Privilegien habe und als interjektionelle Persönlichkeit erstmal diversen Widrigkeiten ausgesetzt bin. 

To which: OY VEY.

Ja ich habe eine klitzekleine körperliche Behinderung und die Spektrums-Sache hat auch nicht immer alles leichter gemacht, außerdem ja Frau und noch dazu mit eigener Meinung, da wird es schon mal haarig (grade bei mir, höhö), aber jetzt mal Kirche im Dorf und so, weil eh: Dorfkindheit als weißes, katholisches Mädchen aus stabilem Elternhaus mit Bildungsambitionen für die Kinder – an dem Punkt war noch gar nix intersektionell. Ich war halt irgendwann ein „Sonderling“ , aber abgehalten hat mich nie jemand von irgendwas und als ich das erste Mal damit konfrontiert wurde, dass etwas das ich tue besonders ist, weil ich eine Frau bin – an dem Punkt bin ich halt eine fiese Feministin geworden, grad extra. 

Vor Weihnachten hab ich einen kleinen Thread auf Twitter geschrieben, dass wir Systeme brauchen die quasi im Bottum-up Design konzipiert werden – also mit der meisten Hilfe für die Schwächsten.  Und so sollte das auch mit der Darstellung von Privilegien funktionieren. Ich bin okay, wirklich. 

Holla die Waldfee, wie bin ich denn jetzt auf dem Drahtseil gelandet. 

Ah ja, da wollte ich hin. The state of the Donnerhallen-Union ist nämlich eben das: Okay. 

Wie ich darüber schreibe und worüber ich zur Hölle denn dann schreibe, ist aktuell noch ein wenig mit Fragezeichen verbunden. Könnte interessant werden, dieses 2020, dahingehend. (Woraufhin das Universum natürlich sofort loszieht und einen großen Stein sucht, den er mir in den Weg legen kann. Ich will’s nur schon mal gesagt haben.) Aber bis dahin: Vielleicht geht’s hier demnächst mal eine Weile nicht um mich, weil andere Sachen interessanter sind. 

Fragen: 726 – 750

726. Welchen Film würdest du für einen Filmabend mit Freundinnen aussuchen? 

Uff, mich überfordert gerade schon das Konzept. Im Zweifel…irgendeine Austen-Verfilmung. Also, eine von den Guten. Oder Cats.

727. Fühlst du dich anders, wenn du ein Kleid trägst? 

Nicht mehr, seit ich es dauernd tue. Befremdlich wären mittlerweile vermutlich Jeans.

728. Welcher Geruch erinnert dich sofort an früher? 

Frischgemähtes Gras. Vanillesoße, überhaupt – Mehlspeisen. 

729. Was würdest du anders machen, wen du auf niemanden Rücksicht nehmen müsstest? 

Erschütternd wenig. Vermutlich würde sich mein Rhythmus noch mehr in die Nacht verschieben. 

730. In welcher alten Kultur hättest du leben wollen? 

Als Frau? Als denkende Frau? Naja, die Römer waren dahingehend gar nicht soooo furchtbar. Andererseits…ne.

731. Denkst du lange über Entscheidungen nach? 

Nein. Manchmal schleicht sich die Entscheidung über einen gewissen Zeitraum hinweg an, aber wenn sie vor der Tür steht, wird auch geantwortet.

732. Hast du schon einmal vor dem Ende eines Films das Kino verlassen? 

Nicht, dass ich mich daran erinnern könnte. Oh, moment. Als ich… 11 oder so war, musste frühzeitig aus „König der Löwen“ raus, weil ich einen gottverdammten Arzttermin hatte. Story of my fucking life.

733. Über welche unangemessenen Witze lachst du insgeheim doch? 

Es gibt so ein paar Nationalitäten-Klischees, die sind zu schön. *looks at France*

734. Findest du, dass die schlechten Tage auch zum Leben gehören? 

Durchaus, aber sie dürften sich langsam mal in eine Minderheit verwandeln.

735. Was müsste in der Gebrauchsanweisung zu deiner Person stehen? 

Braucht Raum. Aber auch Aufmerksamkeit. Gibt gern widersprüchliche Signale. Katzenhaltung als Vorbildung von Vorteil. 

736. Wie gross ist unsere Willensfreiheit? 

Manchmal denke ich, sie steht in einem Quadranten genau entgegengesetzt von Empathie. 

737. An welchem Kurs würdest du gern teilnehmen? 

Korbflechten. (Sorry, ein Insider.) Pasta machen mit italienischen Großmüttern natürlich. 

738. Machst du manchmal Scherze auf deine eigenen Kosten? 

*inserts Hannah Gadsby Monologue*

(nur noch, wenn es jemanden aufheitert, der es wirklich dringend braucht.)

739. Welche Blumen kauft du am liebsten für dich selbst? 

Welche, von denen man ernten kann. 

740. Welche Eigenschaft eines Tieres hättest du gern? 

Sagen wir mal so: Ich ahne, warum Katzen Schachteln mögen, für die sie eigentlich zu groß sind. Überhaupt: Katzen. Einfach irgendwo ankommen und sich so lange breit machen, bis man dort Zuhause ist und bedient wird. Faszinierendes Konzept. 

741. Darf man einer Freundin von einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählen? 

Das hängt von sehr, sehr vielen Faktoren ab. Manchmal. 

742. Wem erzählst du, was du geträumt hast? 

Dem Internet. Mein Unterbewusstsein ist ein offenes Buch. 

743. Ist Neues immer besser? 

Nö. Aber oft. (denkt an Frage 730)

744. Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt? 

*stares blankly* Hm? Naja…gehen? Oder reden wir von meinen Partys? Da kommt sowas nicht vor, die Menschen haben zu viel Angst vor mir als dass sie keinen Spaß hätten.

745. Was hast du in der Schule gelernt, wovon du immer noch profitierst? 

Entscheidend ist, mit wem man sich verbündet. Und alles übers Durchhalten.

746. Sagst du immer die Wahrheit, auch wenn du eine Person damit verletzen könntest?

Umgekehrt brauche ich einen sehr, sehr guten, also wirklich triftigen Grund, um nicht die Wahrheit zu sagen. 

747. Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht? 

Nicht sehr, was ein bisschen das Problem ist. *kann nicht aufhören in Punchlines zu sprechen*

749. Was machst du, wenn du dich irgendwo verlaufen hast? 

Hoffen, dass ich genug Empfang für GPS habe. Seriously, it’s a problem. (Hat Frage 748 sich verlaufen? Ist das hier ein Meta-Joke?)

750. Wann bist du zuletzt im Theater gewesen? 

Uff. Weile her. Ganze Weile. Zählen Lichtspieltheater? Dann vor ein paar Wochen.