1000 Fragen / 1-25

Meine Güte, das ist hier in letzter Zeit Content-mäßig schon auch eher… puh. Gott segne das Internet als immerwährenden Generator für neue Methoden der mehr oder minder unterhaltsamen Nabelschau. Ursprünglich gesehen bei der Kaltmamsell, hab ich den kompletten Katalog hier gefunden.

Ich weiß noch nicht ,ob ich das regelmäßig hinkriege, aber zumindest zwischendurch, wenn das mit den Schatten im Kopf ansonsten überhand nimmt, sollte es gut passen.

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?
Da erinnert man sich ja ungünstigerweise immer eher an die großen Sachen. Bestimmt hab ich vor kurzem irgendwas zum ersten Mal gekocht oder etwas gelernt oder wasweißich, aber spontan denke ich: Anfang Januar hab ich das erste Mal eine Beerdigung organisiert, einen Todesfall mit allem Papierkram abgewickelt. Die geühlte zweite Phase des Erwachsenendaseins eingeläutet.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?
Ach du gute Güte. Mit mir selbst, befürchte ich.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?
Worst-Case-Szenarios konstruieren. Oder sagen wir mal, grundsätzlich eine lebhafte Phantasie haben und Dinge in Gedanken durchspielen.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Es gibt diesen etwas makabren Humor in der tiefen Alpenregion. „Du kost‘ no ned sterm, I hob koan schwarzn Mantl.“ Funktioniert immer.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
Als jemand dem die Heulerei selbst allein etwas ausmacht, aber Hallo.

6. Woraus besteht dein Frühstück?
Arbeitstage: Cappucchino im Thermobecher für den Zug. Alle anderen Tage: Je nach Laune und Wetter Butterbrezn, Kaba und Semmel (mit Maroni-Aufstrich!) oder Obst. Mangos zum Frühstück als kleiner Luxus.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
Ich schwöre da waren welche dazwischen, aber der letzte signifikante war an Weihnachten der Abschiedskuss für meinen Vater. Es sollte der letzte sein. (Ich sollte das alles vielleicht nochmal beantworten, wenn ich weniger zermürbende Themen habe?)

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?
„5 Minuten vor der Zeit, ist die rechte Pünktlichkeit“ – was mich eher nervt, weil ich nie entspannt irgendwo ankomme und eine gewisse Machtlosigkeit gegenüber gut sortierten Buchläden. Dafür könnten wir in allen anderen Belangen nicht unterschiedlicher sein.

9. Was machst du morgens als Erstes?
Ans Ende vom Bett krabbeln, die Vorhänge aufziehen und nachgucken, wie der Inn heute aussieht. Wenn es noch dunkel ist, die Welt verfluchen.

10. Kannst du gut vorlesen?
Einerseits: Diverse Menschen sagen, ja, kann ich. Andererseits neigen dieselben Menschen auch dazu einzuschlafen während ich lese.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
Christkindl, zefix. Puh, so richtig kann ich mich nicht daran erinnern daran geglaubt zu haben. Meine Tante war ja immer mit dem Christkind im Raum, wenn es die Geschenke verteilt hat. Aber ich mochte das Ritual mit der geschlossenen Tür und dem Glöckchen. Haben wir gemacht bis ich ungefähr 10 war, glaub ich.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?
Ein Zuhause, das mir niemand mehr nehmen kann. Aber das hat eher etwas mit Sicherheitsbedürfnis zu tun als mit dem Wunsch nach Besitz. Vielleicht ein großes, luxuriöses Bett? Ein Flugticket nach Kapstadt. Eine Eismaschine. Aber so wirklich ernsthaft fällt mir nix ein.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Geduld. Leicht vergeben können.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Wir haben ja den Punkt erreicht, wo ich meinen Serienkonsum gar nicht mehr als „fernsehen“ einstufe, sondern eher als eigene Art von Medienkonsum. Fernsehen ist eher linear, eher sachlich. Capriccio im BR, Druckfrisch, öffentlich rechtliche Nachrichten. (Vielleicht nicht am liebsten, aber am wichtigsten.)

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
Einem was? Oder zählen hier Volksfeste? Dann vor einigen Tagen Mitte Juni.

16. Wie alt möchtest du gern werden?
Ach, ach. Wenn ich der 16jährigen Bella gesagt hätte, dass wir jetzt 33 werden, wäre sie schreiend davon gelaufen. Das war nicht der Plan. Jetzt scheint 50 unvorstellbar, von 70 ganz zu schweigen. Dummerweise neigen die Frauen in der Familie zum Model 85+. Könnte sich also ziehen, unfreiwillig.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
Kapstadt. Auch wenn das theoretisch eine Studienreise war. Diese Stadt, dieses ganze Land hat etwas magisches. Ich stand auf dem Tafelberg und blickte zum ersten Mal seit so langer Zeit optimistisch in die Zukunft. Es war tatsächlich alles möglich. Das will ich nochmal erleben.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
Ich kenne Liebeskummer nur aus der „hätte-wäre-wenn“ Perspektive, weil Timing und Umstände nicht meine Freunde sind. Das fühlt sich an wie verpasstes Glück. Wie noch eine große Sache, die mir alle anderen voraus haben, die alle anderen irgendwie zustande bekommen. Wie noch ein Makel.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?
Nein. Neinneinnein, oh gott, nein. Wirklich nicht. (Außer einen Adelstitel. Aber dann wäre ich womöglich in der PR gelandet. Will ja auch keiner.)

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Dude. Wann denn nicht?

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Nein. Doch, natürlich. Aber ungern. Ich bin ein Fan von Ehrlichkeit, aber das kann auch schmerzhaft sein. Am Ende auch die Erkenntnis: Ich bin eitel genug, dass es mich hautpsächlich stört, wenn Leute gar nichts über mich denken.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?
Die Stunden um Mitternacht. Wenn nur wir übrig sind. Die Schlaflosen, die Eulen, die Nachtdenker und Dunkelbeschwörer, die sich aber zurückziehen bevor die lang feiernden aus den Clubs fallen und ins Morgengrauen lärmen.

23. Kannst du gut kochen?
Ordentlich. Ein paar Sachen richtig gut, aber mit Luft nach oben. Ich traue mir momentan kaum ein komplettes Menü für eine größere Gruppe zu, von Suppen hab ich keine Ahnung, mit Hefeteig stehe ich auf Kriegsfuß (was die Sache mit den Dampfnudeln schwierig macht) und auch der Horizont muss noch erweitert werden. Das tendiert sehr in Richtung Bayern/Österreich/Italien. Kreolisch kochen steht auf der Bucket List.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?
Typ? So, optisch? Da bin ich, glaub ich, ein Winter. Aber ansonsten natürlich Herbst. Für immer goldener Herbst mit 15-23 Grad und ein wenig Wind.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?
Je älter ich werde, desto schwerer fällt mir das. Weil eine Maschine mit Wäsche befüllen oder das Altpapier wegbringen geht ja doch immer noch fix. Oder Papierkram oder… Ich kann nicht entspannt nichts tun, wenn da Dinge zu erledigen sind.

2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.