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Schlagwort: Wettermeldungen (Seite 4 von 11)

I’m definetly a mad woman with a black box

Und dann kam der April und Ostern und überhaupt , und meine Tagebuchbloglust wandelte sich in Garkeinelust und dann in Geschichtenerzähllust und, here we are now, entertain us, sie kennen das ja.

Außerdem: ScripFrenzy. Jetzt wirklich, ernsthaft. Szenen sind geplant, Charaktere erwacht und gleich anschließend sitzen mein Laptop und ich auf unserem Balkon um zu starten. Tada.

Erzählen wir lieber noch ein paar Song-Geschichten, gell?

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Ein Monat Musik – Tag 6

a Song that reminds you of somewhere

Der war schwierig, denn tatsächlich verbinde ich eher Menschen und Momente mit Musik als Orte. Urlaubsmusik ist per se furchtbar und Konzerte gelten nicht, oder? Aber irgendwann hat es Klick gemacht. Weil, wo habe ich schon so viel Zeit verbracht wie in Krankenhausbetten? Und wie viel neue Musik, wie viele interessante Bands habe ich dadurch schon kennen gelernt?

Damals war es wegen Herb. (mir fällt jetzt erst wieder ein, dass die Einträge dazu noch im alten Blog waren und ich sie nicht mehr wirklich finde, mal suchen. Zur Erklärung: Herb nenne ich den Titannagel in meinem Bein bzw. den anhänglichen Fixateur damals, mit dem besagtes Bein verlängert wurde.) Anyhow, ich lag da und hatte einen Discman und Menschen die mir CDs brachten. Ich weiß nicht mehr auf welcher der Song war, aber in einer dieser Nächte habe ich ihn zum ersten Mal bewußt gehört. Mit Bildern im Kopf und Melancholie. Und es war großartig.

David Bowie – Rock’n’Roll Suicide

httpv://www.youtube.com/watch?v=9jg4ekLG9Zo

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Tag 7 – A song that reminds you of a certain event

Event, der Begriff lässt sich strecken, oder? Weil, es gibt so Momente, die sind ja nur für einen selbst Events. Und wo ich grade schon bei Herb bin, werde ich ohnehin emotional und dann geht es bergab.
Nachdem der Fuß also verlängert, die Zehen begradigt, das Ganze ausgeheilt und die Krücken endlich weg waren, stand ich da. Im Untersuchungsraum der Abteilung Chirugie, Uniklinik, Nußbaumstraße. Es war Frühling, die Sonne schien ins Zimmer. Aber von der ewigen Warterei (ich habe Tage in diesem Warteraum verbracht, no kidding.) war ich so müde, dass ich mich kaum aufraffen wollte.

Aber dann hab ich die Krücken zur Seite gelegt und mich hingestellt. Ich STAND. Auf ZWEI BEINEN. Um nicht zu sagen MIT BEIDEN FÜßEN GLEICHZEITIG AUF DEM BODEN. ZUM ERSTEN MAL IN MEINEM LEBEN. Dafür musste ich fast 20 werden.
Ihr habt ja keine Ahnung was das bedeutet. Ehrlich. Darum erkläre ich das jetzt zum Event. Und im Radio sang Alanis Morisette. Zu der ich sonst keine Beziehung habe, außer, dass ich sie als Gott in “Dogma” sehr cool fand. Aber in dem Moment, da passte das. Seufz.

Alanis Morisette – Thank you Und dann findet man das wunderschöne Video nur mit Untertiteln. Argh.

httpv://www.youtube.com/watch?v=sxueYZLvs48

18/03/2010 sunglasses at night

Morgens: Verschwommen. Weiterschlafen.

später Vormittag: Aufstehen. Tee trinken. Erinnerungsfetzen der letzten Nacht austauschen. Roiboschtee auf dem Balkon trinken und gottseidank scheint die Sonne in mein Gesicht.

später Vormittag: Sonne im Gesicht nur kurz ganz toll. Finde Sonnenbrille nicht mehr. Warte auf passende Gelgenheit einen Testkauf hier recht zu fertigen.

Mittag: Suppe. Ja gut, es ist Fertigzeug, aber, mit Schuhbecks Lätschn vorne drauf. Und die Zitronengrassuppe ist toll.

Irgendwann noch zum Einkaufen schleppen. Waffeln essen. Ansonsten großzügig nichts tun. Schlafen.
Meine Güte, ich wußte doch auch nicht, dass Aperol so hinterlistig sein kann.

_note


hallo Selbst. Na, merkst du was? Sie werden wieder mehr, diese Tage. So wie heute. Wo du dich gerade noch zu einem solchen Briefchen überreden lässt.
Weil du grade wieder vorlauter Angst und Grauen und Lebensunwillen nicht weißt wie es weitergehen soll. Mieses Feeling, so vom Gefühl her, hm?

Können wir uns für 2010 darauf einigen, dass wir es jetzt einsehen? Dass dieses Getue um Melancholie und Dramatik und deine misanthropische Ader ein bisschen mehr sind, als eine schrullige Eigenart oder eine Art spezieller Lebensstil.
Es ist eine Krankheit. Eine, die du dir schon vor ein paar Jahren eingefangen hast. Da warst du grade anfällig, verständlicherweise. Aber du dachtest ja, du hättest es im Griff. Geht schon, irgendwie. Schön blöd von dir. Das hättest du auch eher merken können. Aber, du musstest ja irgendwas logisches vorschieben. Zu viel Streß (hey, du magst dein Studium!), zu wenig Kohle (ah ja, und warum hast du deinen Frust nicht schon lang bei der Bafög-Lady abgelassen, so wie sonst, hm?), zu viel Neues. (hä? Du meinst die Parties und Freunde und Einladungen? Gemocht werden überfordert dich… Okay. Punkt für dich. )

Und das wo wir grade lernen uns miteinander anzufreunden. Und hin und wieder ein bisschen Zukunftshoffnung entwickeln. Jetzt ruinier das doch nicht. Ja gut, dann lassen wir uns eben wieder helfen. Kann doch so schlimm nicht werden. War doch letztes Mal auch ganz Amüsant. Ja, okay, nicht nur. Aber.

Schau dich mal um. Diese anderen Menschen. Die du oft so … befremdlich findest. Die sind nicht schlecht, gell? Nimm das doch mal als Motivation. Überhaupt: Motivation. Setz es als erstes auf eine deiner heiligen To-do-Listen. To do: Mir helfen lassen.

Ist doch mal ein Anfang. Du hast doch schon vor einer Weile rausgefunden wie es nicht enden soll. Außerdem willst du ja wissen was mit Echo passiert. Und denWinchester Jungs Und dem neuen Doctor. (Tjaha, dachtest du ich schrecke davor zurück deine Nerd-Obsessionen mit der fiktionalen Welt für meine Argumentation zu nutzen, oder wie?)

Also. Durchatmen. Wir kriegen das hin. Klopf dir zwischendurch auch mal auf die Schulter für die Dinge die du schaffst anstatt dich immer so runter zu machen weil irgendwas nicht klappt. Wir sind alle irgendwie Loser. Aber manche von uns sind fröhlich dabei, probier das mal.

P.S.: Ist zwar ein wilder Vorschlag, aber, wie wärs mal mit weniger Denken? Nur so, als.. Versuch.

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Thema von Anders Norén.