Allgemein

Anna and the Truthtellers

Ich liebe das Internet. Für die Rettung, die es mir während der Adoleszenz war. Für die Dinge, die ich dort gelernt habe und immer noch lerne. Für die Menschen, die ich hier gefunden habe. Vielleicht am allermeisten für die Nachweise davon, dass einem manche Dinge nicht exklusiv passieren.

Trotz allem, liebe ich das Internet sogar, obwohl diese Dinge manchmal alle zusammengehören.

Das wundervolle Fräulein Read On hat die traurige Geschichte vom J. und von Anna aufgeschrieben und damit gefühlt das ganze Internet an einer sehr empfindlichen Stelle getroffen. Mich auch.
Auf ganz furchtbare Weise war es beruhigend zu lesen, dass der J. nie ganz darüber hinweg gekommen ist. Dass es auch…normalen Menschen passiert, dass sie nicht loslassen können, dass die Fragen bleiben.

Auch, weil oft am Ende diejenigen die gehen, die den Kontakt abbrechen die Protagonisten der Geschichte sind, wenn sie erzählt wird. Nicht diejenigen, die zurückbleiben und vielleicht Narben davon getragen haben. Klar, aufregender sind die Menschen, die sich “trauen” einfach alles abzubrechen und Menschen aus ihrem Leben zu verbannen. Die, auf die eine oder andere Art, weiterziehen.

Als wäre Stille eine Leistung. Als wäre das Ausbleiben einer Erklärung spannend, interessant.

Ich bin nicht gut mit Menschen, das habe ich mittlerweile schriftlich. Trotz intensiver Beobachtung verstehe ich sie die meiste Zeit über nur bedingt. Schon gar keine Nuancen, Andeutungen, Zaunpfähle. Darum bin ich ehrlich statt nett. Direkt statt höflich. Immer in der Hoffnung, dass es mein gegenüber dazu ermuntert im Zweifel auch unangenehme Dinge sagen zu können anstatt zu schweigen.
Lassen Sie es mich so sagen: Es funktioniert so mittelgut.
Vor einer Anna schützt es am Ende nicht.

Es macht, wenn es dann passiert, noch eine hübsche neue Baustelle auf. Weil so sehr man sich fragt was in der anderen Person vorgegangen sein mag, an irgendeinem Punkt fragt man sich noch viel mehr was man womöglich selbst falsch gemacht hat. Vielleicht bin ich besonders empfindlich weil meine “Annas” bevorzugt dann auf Distanz gegangen sind, wenn es mir nicht besonders gut ging. Womöglich gerade weil ich auch noch die Unverschämtheit hatte darüber zu sprechen – mit der digitalen Allgemeinheit oder direkt mit der Person.

Womit wir zu einem Punkt kommen müssen, der anstrengend werden könnte. Naja, zumindest für mich.
(Einschub: Es ist auch der Bereich, wo meine Geschichte nichts mehr wirklich mit Anna und dem J. zu tun hat. Es ist der Sonderfall Bella, der jetzt kommt.)

Weil einerseits ist es gut, dass es zumindest ein bisschen einfacher geworden ist, über die eigenen psychologischen Instabilitäten zu sprechen. Es hilft, die fellow crazies zu treffen. Es hilft zu begreifen, dass man ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft und trotzdem krank sein kann. Es hilft auch für sich selbst zu reflektieren, dass man nicht davon stirbt diese Schwäche zuzugeben.
Ich schreibe seit annähernd 20 Jahren ins Internet und immer wieder auch über die dunklen Schatten in meinem Leben.
Die oft überraschenden Reaktionen darauf waren immer auch Teil des Heilungsprozess. Da war Empathie, Besorgnis und manchmal auch einfach nur ein Angebot, obwohl Menschen kaum wussten, wie sie richtig reagieren sollten.

Thing is – diese Art von Validierung funktionierte damals wie heute genauso gut wie Likes, Herzchen oder Emojis. Meine Wahrnehmung ist verzerrt, weil mir das Internet überwiegend gesagt hat, dass meine Echokammer mich inklusive aller meiner Probleme aushält. Umso schockierter, gekränkter und verwirrter reagiere ich, wenn das bei Menschen nicht mehr der Fall ist. Vermutlich habe ich gelernt Hinweise darauf zu ignorieren und aufgehört darüber nachzudenken was es mit jemandem macht, wenn er mit einer Person mitten in einer depressiven Episode konfrontiert ist.

Normalerweise stehe ich der Triggerwarning-Kultur in den sozialen Netzwerken ein bisschen kritisch gegenüber. Mir ist klar, dass es Bilder und Szenarien gibt, die Menschen an Trauma oder Ängste erinnern und es sollte Optionen geben, diese Dinge zumindest zu reduzieren. Aber das völlige Ausblenden sollte vielleicht gar nicht möglich sein. Wir sollten uns manchmal mit Dingen auseinandersetzen müssen. Wobei das nicht die Debatte ist, die ich haben will.

Meine Frage ist: Was ist, wenn ich der Trigger bin?

Wenn ich nicht irgendetwas falsch gemacht habe, nicht zu viel oder nicht gut genug war, sondern einfach nur ich – mit der ganzen Dunkelheit? Was, wenn diese Kombination bei der anderen Person dazu geführt hat, dass die Worte ihren Weg erst gar nicht mehr finden konnten? Und in Konsequenz auch – was, wenn nicht nur meine Offenheit zum Thema psychische Erkrankungen bei anderen die umgekehrte Wirkung hat?
Auf die Gefahr hin wie jemand zu klingen der auch nach Jahren noch verzweifelt nach Erklärungen sucht – ich frage mich seit einer Weile inwiefern ich in Kauf nehme Menschen derart vor den Kopf zu stoßen, um auch weiterhin vom Internet aufgefangen zu werden.

Antwort habe ich noch keine. Ich will keine Beisshemmung entwickeln, nicht aufhören über Dinge zu sprechen, die unbedingt bei Licht betrachtet werden sollten. Aber wenn ich mitbekomme, dass meine Dunkelheit zu Überforderung bei anderen führt, dass sie nicht mehr recht wissen ob man mich nun anders behandeln muss oder ich am Ende halt einfach gemutet werde – dann macht diese erneute Isolierung nichts besser. Im Gegenteil, es bestätigt mich in all meinen finsteren Szenarien. Dass ich nur akzeptiert und gesehen werde, wenn ich unkompliziert, unterhaltsam und aufmerksam für die Bedürfnisse von anderen bin.
“Du solltest dankbar sein, dass sich jemand mit dir abgibt” – aber als verinnerlichtes Mantra.

Anders als sonst, habe ich in dieser dunklen Episode nicht nur mehr Zuspruch erfahren, sondern gab es auch Menschen die einen deutlichen Schritt auf mich zugemacht haben. Das ist bei meinem fragilen Ego mehr oder minder ein Erdbeben. Aber weil wir alle gerne einen guten Verriss lesen und Künstler sich ihre negativen Kritiken merken, klopf in meinem Kopf ein kleiner Hammer an den Ereignissen und Menschen herum, die mit Distanz oder Widerstand auf mich reagiert haben. Auch und gerade weil ich mit meinen Defiziten und Diagnosen (so nenne ich das Konzeptalbum) offensiv umgehe.
Zumindest ist das die naheliegende Erklärung, weil – und damit sind wir wieder bei Anna – man bekommt ja sonst keine.

being honest is being kind

Ich bin durch meine radikale Ehrlichkeit oft unangenehm aufgefallen. Aber ich glaube auch, dass sich meinetwegen noch nie jemanden fragen musste, woran er ist. Ich denke an den J. aus der Geschichte und die tiefen, tiefen Narben die er wohl mit sich rumträgt. Weil so einig sich alle um ihm herum sind, dass Anna egoistisch und grausam war, ein Teil von ihm wird sich immer fragen, warum er nicht genug sein konnte.
Vielleicht fragt er sich, ob das was an ihm am hellsten geleuchtet hat, für sie am Ende zu grell war.
Und das, ist der wahre Preis dieser individuellen Freiheit sich solchen Konflikten nicht zu stellen. Es bohrt ein Messer in Menschen, genau an der Stelle, an der sie am eigenwilligsten sind. Es ist ein Angriff auf die Eigenschaften, die uns definieren.
Man kann jetzt sagen, dass es doch keinen Unterschied macht, ob man gesagt bekommt, dass man zu anstrengend ist oder jemand einfach so geht – aber ich behaupte, dass es den Unterschied gibt. Der hat nicht nur etwas mit grundsätzlichem Respekt gegenüber einem Menschen zu tun, sondern kann auch Kontext geben. Vielleicht gibt es einen guten Grund warum ein Mensch so reagiert. Warum man ein Trigger geworden ist.

Ob Mensch oder Bild – je länger ich darüber nachdenke, desto mehr finde ich, dass wir auch mit denen, die etwas in uns anrühren, uns vielleicht verstören in Dialog treten sollten. Im Stillen. Oder direkt. Aber selbst wenn es noch so anstrengend ist und uns aufreibt – aus Reibung entsteht Wärme. Dort, wo einst jemand war der ohne ein Wort gegangen ist, bleibt eine Stelle kalt.

Es langt jetzt auch mit der Kälte, so insgesamt.

Fragen 551-575


551. Welchen Wochenendtrip oder welche Kurzreise hast du gerade geplant?

Innerdeutsch dieses Jahr noch einige, international bis jetzt nur Mailand im Juli. Langes Wochenende, Konzert, Gelato. So muss das!

552. Bist du ein Landmensch oder ein Stadtmensch?
You can take the girl out of the bavarian countryside but not the countryside out of the girl

553. Mit welcher Person, die du nicht persönlich kennst, fühlst du dich verbunden?
Ich fühl mich manchmal kaum verbunden mit denen, die ich kenne… puh.

554. Was gibt dir in schweren Zeiten Halt?
Nix. Ich neige dazu mich umnieten zu lassen.

555. Bist du gut zu dir selbst?
Manchmal. Öfter. Es wird.

556. Was bedeutet Freundschaft für dich?
Wir haben’s aber heute mit den Minenfeldern. Es gibt diese Idee von Freundschaft in meinem Kopf, vielleicht auch als Abbild dessen was ich bei anderen beobachte – und manchmal wünsche ich mir das für mich. Aber ich weiß, dass das sowohl meinetwegen als auch wegen der Sorte Menschen mit der ich mich anfreunde so nicht geht. Wir sind alle nicht robust genug dafür. Heute bin ich einfach dankbar dafür, dass ich für annähernd alles was mir widerfahren kann jemanden habe, dem ich es erzählen kann und zumindest eine Antwort bekommen werde.

557. Wer hat dich in letzter Zeit überrascht?
Obacht: Ich! Aus Untiefen, die ich selbst vergessen hatte, hole ich gerade Motivation, Wahnsinn und Ambitionen hervor. Sehr überraschend.

558. Traust du dich, Fragen zu stellen?
Die eigentliche Frage ist: Traust du dich auch mal eine Frage nicht zu stellen? Was mir zugegebenermaßen schwer fällt.

559. Hast du Dinge vorrätig, die du selber nie isst oder trinkst?
Mir fallen eigentlich keine ein.

560. Setzt du dir Regeln, die du dir selber ausgedacht hast?
Ist das wieder eine von den Sachen von denen ich denke, dass alle sie tun und am Ende hab ich mir da wieder… Nevermind.

561. Bedauerst du etwas?
Einiges. Aber hauptsächlich Dinge, die ich nicht getan habe.

562. Welchen Zeichentrickfilm magst du am liebsten?
Dschungelbuch forever! (Erster Kinofilm, beste Musik, bestes alles.)

563. Was würdest du deinem Kind gern fürs Leben mitgeben?
Angst lohnt sich seltener als man denkt.

564. Welches Buch hast du in letzter Zeit mit einem tiefen Seufzer zugeklappt?
Es ist schon wieder ein paar Wochen her, aber „Darkness Visible“ von William Styron. Worte für etwas, das eigentlich unbeschreibbar ist.

565. Würdest du gern wieder in einer Zeit ohne Internet leben?
ARE YOU SERIOUS

566. Wann hast du zuletzt ein Bild ausgemalt?
Das war mir ja schon als Kind zu doof. Wirklich nicht.

567. Wer war deine Jugendliebe?
Zählen auch unerwiderte? Blöde Frage, andere hatte ich ja kaum. Dann vermutlich der F. Der war der große Bruder eines Klassenkameraden und ich fand seine 16jährige Schweigsamkeit „mysteriös“ und sein seltsames Verhalten „cool“. Er war natürlich auch bloß maximal pubertär und meines Wissens in seine beste Freundin verknallt. Aber er hat halt Schlagzeug in der Schulband gespielt, was soll man machen.

568. Für wen hast du zuletzt Luftballons aufgeblasen?
Oida. Jugendliebe, Bilder ausmalen, jetzt Ballons. Ich konnte mit 12 kaum erwarten Mitte 30 zu sein, leave me be.

569. Wie würden andere Personen deine Wohnung beschreiben?
Dafür müsste ich sie ja reinlassen.

570. Mit wem stöberst du am liebsten in Erinnerungen?
Mit dem Internet.

571. Wie viele Stunden am Tag verbringst du vor dem Computer?
An Arbeitstagen 9-11, an freien Tagen kann es alles zwischen 2-12 sein. (Netflix, du alter Zeitfresser.)

572. Verschweigst du deinem Partner manchmal Sachen, die du gekauft hast?
Ich bin ein Fan von Diskretion und Geheimnissen.

573. Wen oder was benutzt du als Ausrede, um etwas nicht machen zu müssen?
Ich bin da eventuell simpel gestrickt, aber ein „ich will jetzt nicht“ besonders in Kombination mit „ich muss das gar nicht (jetzt) machen“ langt oft völlig.

574. Gehst du gern ins Kino?
Immer, wenn ich es hin schaffe, freue ich mich eigentlich sehr, aber dafür gehe ich eigentlich zu selten.

575. Wie grosszügig bist du?
In Bezug auf? Ich beschenke andere gern und reichlich – auch weil ich sonst nicht zu großen emotionalen Gesten/Worten neige. Wenn es passt und mir danach ist, lade ich eine Begleitung auch mal ein. Und beim Trinkgeld runde ich sowieso auf.

Monarchy Now

Dance Mephisto, Dance Mephisto
Wenn dich erst der Teufel packt
So bist du ausgeliefert nackt
Dance Mephisto, Dance Mephisto
Hit them with your rythm stick
Vollstrecke deinen Psycho-Trick
Dance Mephisto, Dance Mephisto
Nimm die Tänzerin im Takt
Bis es in den Speakern knackt
Dance Mephisto, Dance Mephisto
Schlag mit deinem Pferdefuß
Go on with your Bühnenshow

(Fragen’s mich nicht, wo das jetzt herkommt. Seit Tagen singt der damische Wiener in meinem Kopf rauf und runter.)

Aber es passt zu diesem gspinnerten Januar.
Mitte des Monats beende ich die Twitter-Fastenzeit und merke schon eine Woche später wieder, wie die Aufmerksamkeitsspanne sich verringert, wie die inneren Schwankungen eine größere Divergenz bekommen, weil sich dort sehr lustige und sehr bemerkenswerte mit wahnsinnig dämlichen und eben auch wütend machenden Dingen wild abwechseln.
Noch merke ich, dass ich jetzt wieder 2 oder 3 Stunden lang Dinge tun kann, ohne ins Telefon zu gucken, dass ich meine Existenz auch mal wieder sehr klar als getrennt von einem Netzwerk wahrnehme, gelohnt hat sich die Sache also allemal. Vielleicht ein Ritual draus machen.
Überhaupt, Rituale und Angewohnheiten.

Der gspinnerte Januar treibt an der Stelle die wildesten Blüten. Der Schalter in meinem Kopf, der sich zum Thema Bewegung im Dezember umgelegt hat, liegt immer noch. Ich komme nach Hause, wechsle die Klamotten (Oida, ich muss mir eventuell Sporttextilien kaufen. Dafuq.) und mache Pilates oder Cardio oder was auch immer ich mir in meinen Fitnessblender-Kalender (ja, soweit sind wir schon) gelegt habe. 15 Minuten kommen mir jetzt, nach knapp 4 Wochen etwas wenig vor und ich lege mittlerweile immer ein ordentliches Warm-up vorher dazu. (Ehrlich, ich kann nicht fassen, dass ich das hier schreibe.)
Nach 4 Wochen traue ich mich auch gewisse Beobachtungen zu machen. Beweglichkeit: Korrekt eingeschätzt. Ich komme, solang es meine Balance zulässt, mit allen Körperteilen genauso weit wie es die Trainer tun. Stretching macht Spaß, keinen Schweiß. Kondition: Verschätzt. Ich dachte ich würde ein bisschen was herhalten, hab das aber wohl mit meiner allgemeinen Zähigkeit verwechselt. Aber nach nur 4 Wochen mit fast durchgehend täglicher Bewegung wird’s merklich besser. Ich bekomme langsam eine gewisse Kontrolle darüber wie sehr ich mich reinhängen muss. Ich kann sogar „pushen“, wenn’s sein muss. (Fitness-Vokabular. Das ist der eigentlich abschreckende Teil.) Kraft: Insofern richtig eingeschätzt, als mir klar war, dass keine vorhanden ist. Also gar keine. Ich besitze Muskelgruppen, die wurden sich in den letzten Wochen wohl überhaupt mal wieder ihrer Aufgabe gewahr. Das ist zuerst sehr frustrierend und man kommt sich ein bisschen doof vor, weil es nicht ob der größeren „range of motion“ irgendwo zieht, sondern man einfach Schwierigkeiten hat, die Knie im „table top“ zu halten, denn die Oberschenkel sehen das gar nicht ein.
Es ist der größte Berg, aber ich schätze der lohnenswerteste. Also wird weitergemacht.

Komplett unerwartet: Die inneren Veränderungen. Heißhunger auf Nüsse und Trockenobst, kein Bock auf Alkohol ( I KNOW ) oder Schokolade (was ja nicht heißt, dass ich nicht nach wie vor großer Kuchenfan bin und überhaupt ist Krapfen-Saison!) und wenn ich mich nach dem Büro erstmal mindestens zum Low Impact Cardio Pilates Workout Full Body (Oida) überwunden habe, kann ich oft Abends noch andere Dinge von der To-Do Liste abhaken anstatt nur noch eine Serienfolge zu gucken. Ich meine, die gucke ich meistens trotzdem, aber irgendwie kann ich mich noch zu Papierkram, Emails oder einem Telefonat aufraffen.

Und dann ist da noch die Sache, die man schwer in Worte fassen kann, die bei mir aber langsam Verständnis für Leute aufkeimen lässt, die an schlechten Tagen erstmal Laufen gehen. (Laufen gehen. Komische Formulierung.) Weil der gspinnerte Januar trug noch eine, hoffentlich vorerst letzte Welle, von der großen Dunkelheit mit sich, von Gedanken an Verlorengegangenes und am Ende auch noch möglichen Begegnungen mit alten Geistern. Außerdem ist es dreckskalt und da reagiere ich empfindlich.
Wenn man mal wieder einen Heimweg lang mit solchen Gedanken verbracht hat, nicht mehr einholbares zum xten Mal im Kopf durchspielt, ist es etwas geradezu beruhigend ganz automatisch Daheim schließlich die Yogamatte auszurollen und sich via Video von der netten Trainerin durchs richtige Atmen, ein paar Aufwärm-Posen und schließlich einige schweißtreibende Übungen leiten zu lassen. Da ist kein Platz für die dunklen Dinge und danach muss man erstmal einen Liter Wasser trinken oder Mandeln essen und überhaupt ist einem grade noch eingefallen was man auf die Einkaufsliste schreiben wollte. Die nicht gesagten Dinge, die alten Missverständnisse und alle Verluste müssen draußen bleiben.

Das gilt alles für mich und ist kein Endorsement für irgendwas. Es ist mir auch tatsächlich schleierhaft welcher Schalter da warum umgelegt wurde, weil, Disziplin hab ich keine. Bei nix. Ask anyone.
Vielleicht ist das nur in Vorbereitung auf ein Jahr, das zumindest bereits jetzt ein paar Highlights verspricht, die mich über Wasser halten sollten. Live-Musik, Feiern, Gelegenheiten. Und ein paar Dinge ändern will ich ja eh.
2019 ist womöglich das erste Jahr seit sehr, sehr langer Zeit, das ich ganz egoistisch nur für mich planen kann. Ich muss mir keine existenziellen Sorgen machen, mich um niemand anderen ernsthaft kümmern und selbst die ungeahnten Eventualitäten bewegen sich bis jetzt in machbaren Größenordnungen. (Nennen wir es die Causa Bücherregal.) Wer weiß, vielleicht legt der Fitness-Craze nur die Grundlage für die exzentrischte Bella, die der Planet bisher gesehen hat.

Fragen 526-550

526. Wie aufgeräumt ist es in deinem Kopf?
Ahahahahahahahahahahahaha.

527. Welches Gedicht magst du sehr?
Ich hab’s ja nicht mit Lyrik. „If I should die“ von Emily Dickinson mag ich aber sehr.

If I should die,
And you should live,
And time should gurgle on,
And morn should beam,
And noon should burn,
As it has usual done;
If birds should build as early,
And bees as bustling go,—
One might depart at option
From enterprise below!
’T is sweet to know that stocks will stand
When we with daisies lie,
That commerce will continue,
And trades as briskly fly.
It makes the parting tranquil
And keeps the soul serene,
That gentlemen so sprightly
Conduct the pleasing scene!

528. Bist du ein guter Verlierer?
Nein, aber ich kann gut so tun als ob ich einer wäre.

529. Wer sollte dich spielen, wenn man dein Leben verfilmen würde?
Tilda Swinton und Sabin Tambrea sollten sich die Rolle teilen.

530. Wie viel Zeit brauchst du, um dich für einen festlichen Anlass zu stylen?
Immer so viel, wie ich habe. Es macht halt schon auch Spaß.

531. Wer hat für dich Vorbildfunktion?
Du gute Güte. Ich schätze Menschen, die ihr Leben einer einzigen Sache verschreiben.
(Aus aktuellem Anlass, as of Januar 2019: Nancy Pelosi. #BitchesGetStuffDone)

532. Würdest du etwas stehlen, wenn du nicht dafür bestraft würdest?
Mir fällt zwar grade nix ein, aber bei meiner Schwäche für schöne Dinge – vermutlich.

533. Hättest du gern eine andere Haarfarbe?
Einmal ein richtiger Rotschopf sein, das hätte schon was. Aber so insgesamt, ach, passt schon.

534. Was ist der grösste Unterschied zwischen dir und deinem Partner?
Die Existenz.

535. Wo isst du zu Hause am liebsten?
Wenn ich kann: Auf dem Balkon. Ansonsten ganz klassisch am Esstisch.

536. Wenn alles möglich wäre: Welches Tier hättet du gern als Haustier?
Eine Katze. Moment, nein, zwei Katzen. Mindestens.

537. Auf welche Frage wusstest du in letzter Zeit keine Antwort?
Beruflich ist das beantworten von Fragen so ein bisschen meine Hauptaufgabe und privat…hm. Wobei, da war letztens dieser Moment.
„Änderst du jetzt deswegen dein Leben?“ und ich hab noch nicht fertig darüber nachgedacht.

538. Was ist in deinen Augen die großartigste Erfindung?
Internet ist schon nicht schlecht und ich bin Fan von Kühlschränken, aber ganz ehrlich? Impfstoffe.

539. Wenn du emigrieren müsstet: In welches Land würdest du auswandern?
Grundsätzlich: Schottland. Aber Brexit.
Ansonsten: Italien. Aber Politik.
Im Zweifel: Canada. Aber ziemlich weit weg.

540. Nach welchen Kriterien suchst du einen Film aus?
Das Genre nach Stimmung, ansonsten kann ein bestimmter Drehbuchautor oder Darsteller ausschlagend sein.
„What We Did on Our Holiday“ klang ziemlich seltsam und eher kitschig in der Beschreibung, aber Tennant, Connolly und Rosamund Pike? Yes please.

541. Führst du Tagebuch?
*guckt sich um* Sowas ähnliches.

542. Welche Personen sind auf deinem Lieblingsfoto abgebildet?
Es gibt ein Bild von meiner Taufe, da sind mit Ausnahme meiner Schwester alle Familienmitglieder drauf, die mich am Anfang sehr geprägt haben und sie gucken auf dieses kleine Bündel da in der Mitte und, naja, ich mag wie geschützt sich das Bündel gefühlt haben muss.

543. Hast du häufig unnötigerweise Schuldgefühle?
Oh ja, sowas kann man prima an mich abgeben.

544. Was magst du am Sommer am liebsten?
Die warmen Abende, lange draußen sitzen und sinnieren, reden, Wein trinken.

545. Auf was kannst du am leichtesten verzichten?
Frühes Aufstehen.

546. Wie häufig gönnst du dir etwas?
Ich lebe grundsätzlich gut – kaufe z.B. tendenziell keine sehr billigen Lebensmittel – , darum kommt „gönnen“ entweder sehr regelmäßig oder höchst selten.
Als wirkliches Gönnen empfinde ich eher sowas wie einen freien Tag ohne besonderen Grund oder das eine Bier mehr in guter Gesellschaft, wodurch ich erst einen Zug später nach Hause komme. Vielleicht ist das meine Sorte Exzess.

547. Mit welcher Art von Fahrzeug fährst du am liebsten?
Fernzüge, 1. Klasse. So sollten wir alle reisen, ernsthaft. Das kann die Bahn auch gar nicht so schlecht.

548. Wovon bist du glücklicherweise losgekommen?
Ich neige nicht zum Suchtverhalten… also am ehesten wohl der ein oder andere Mensch, der mir nichts Gutes wollte.

549. Woran denkst du morgens zuerst?
Das mit dem Denken dauert lang, weil ich morgens nur aus Automatismen bestehe. Am ehesten wahrscheinlich „okay, neuer Tag, du und ich können das gemeinsam oder gegeneinander machen. Aber ich würde mich nicht mit mir anlegen.“

550. Was hast du vom Kindergarten noch in Erinnerung?
„Arschloch“ sagt man nicht. Recyclen ist wichtig. Die kleinen Schiffchen mit Teelichtern, die wir an einem Abend auf der Attl ausgesetzt haben. Der große, rotgewandete Nikolaus mit Bischofsmütze draußen auf einem schneebedeckten Feld. Mein Engelskostüm mit den Flügeln. „Spiel doch auch mal mit den anderen Kindern.“

Rückwärts

Neulich beim Blick in den Spiegel leicht erschrocken. Meine linke Gesichtshälfte zeigt langsam an, dass ich nicht mehr 27 bin. Nicht schlimm, alles sehr dezent. Die Nasolabioalfalte, der Mundwinkel, unter den Augen zeichnen sich leichte Vertiefungen ab. Ich kann damit leben. Also, könnte ich, wenn die rechte Gesichtshälfte mitmachen würde.
Aber nein, nichts, alles glatt wie immer. Es gibt auch Mimik-Bewegungen, die kriege ich rechts nicht hin. Die wilderen Ärzte hatten hier und da immer mal die Theorie, dass der kaputte rechte Fuß nur das Ende einer leicht angedätschten rechten Seite ist. Vielleicht hatte ich als Ungeborenes ein kleines Schlagerl oder irgendwas anderes, das zu einer ganz kleinen Seitenlähmung geführt hat.
Nichts was groß jemals aufgefallen wäre. Okay, Handschrift hab ich keine, aber das könnte auch einfach meine Grobmotorik sein.
Aber kaum wartet man 33 Jahre, schon sieht man, dass hier was nicht stimmt. Jetzt denke ich die ganze Zeit darüber nach, ob ich vielleicht nicht nur eine kauzige alte Frau, sondern auch noch eine sehr merkwürdig aussehende werde. Mit einer Gesichtshälfte, die meinem tatsächlichen Alter entspricht und einer, die immer einige Jahre, haha, hinterherhinkt.
Worüber man halt so nachdenkt.

Wie ich da so nachdachte, brach eine von diesen Wellen über mich hinein. Eine von den Erkenntnissen bei der man danach sagt, BOAH, das hättest du wirklich eher sehen können.
Weil: Die Sache mit dem Hinterherhinken ist in meinem Fall ja keine rein metaphorische. Es waren immer alle schneller als ich, sind an mir vorbei gezogen, vorangegangen. Womit ich mich physisch mehr oder minder abfinden kann, aber der Rest ist damit eben nicht einverstanden.
Muss man halt schneller denken und schneller reden und Abkürzungen finden, damit nicht immer alle bei allem schneller, früher da sind.
Was sie aber trotzdem sind. Alle haben eher geknutscht, alle hatten die Tricks im Studium früher raus, gefühlt machen natürlich auch alle schneller Karriere. (I KNOW, ihr fühlt euch auch alle so, aber lasst mich mal meinen Punkt machen.)

Weil, man entwickelt dann so eine fiese Seite. Man merkt sich die wenigen Gelegenheiten wenn jemand hinter einem geblieben ist und die seltenen Momente, wenn jemand stehengeblieben ist und gewartet hat. Oder wenigstens umguckte, wo ich blieb. Sowohl auf der echten Strecke als auch der metaphorischen. Und irgendwann, mittendrin, muss ich eine Dreckspanik bekommen haben, dass ich nicht ankomme. Keine Ahnung warum genau, aber irgendwo war da so eine stille Wut, ein keuchender Ärger darüber, dass alle anderen immer zuerst vorwärts kamen.
Klar, ich hätte ja auch mal stehenbleiben und mich umschauen können, ob ich auf jemanden warten muss (wobei da eigentlich nie jemand drauf Wert legt) oder ob es, wenn ich noch ein bisschen warte, jemanden gibt in dessen Windschatten ich unterwegs sein könnte. (Sie wissen schon, wie beim Biathlon, wenn einer bis kurz vor Schluss hinter dem Führenden zurückbleibt und dann erst kurz vorm Ziel überholt. Wie jetzt, Sie gucken keinen Wintersport?)

Jetzt sind mir schon wieder Schußwaffen dazwischen gekommen – wo war ich? Ach ja, genau, der schleichende Zynismus, der einen ergreift, wenn man selber nicht mal ordentlich schleichen kann. Das klingt jetzt alles schon wieder selbstmitleidiger als beabsichtigt, weil hinaus will ich eigentlich auf die Perspektive. Ich gucke also die meiste Zeit anderen hinterher und komme mir dabei dämlich vor. Einen freien Horizont habe ich immer erst, wenn die anderen schon über den Berg sind und ich grade erst oben stehe. Das ist merkwürdig und kostet Kraft und in diesen Tagen denke ich, hat mich das zu einer ausnehmend anstrengenden Person gemacht.

Schließlich habe ich an dieser Stelle schon durchaus ausführlich darüber geschrieben, wie ich aufgehört habe mich zu vergleichen und vor allem nur noch sehr bedingt Wert darauf lege, was andere von mir denken. Im Kern stimmt das auch. Außer bei denen direkt vor mir auf der Strecke. Das meint weniger Kollegen und Freunde als, so stelle ich fest, Menschen mit ähnlicher Persönlichkeitsstruktur. Also durchaus etwas sperrig und nicht vollends für den einfachen, direkten Weg geeignet. Wenn sogar solche an mir vorbei ziehen, macht das etwas mit mir. Es ist gleichermaßen Kränkung wie Motivation und generell enervierend. (Oh je, jemand hat wieder Bücher gelesen und will jetzt hier staubige Vokabeln unterbringen.)

Vielleicht gibt es einen guten medizinischen Grund für mein asymmetrisch alterndes Gesicht. Vielleicht zeigt sich auch nur, dass die Hälfte von mir, die manchmal eben doch nicht auf sich selbst guckt, sondern anderen hinterher trachtet, schneller altert.
Ich denke nicht, dass Anti ageing Kosmetik da eine Lösung für hat. Aber so wirklich habe ich auch keine. Wenn eine Perspektive so sehr Teil von einem geworden ist, wenn man nichts anderes kennt, seit man auf zwei Beinen steht – kann man das nochmal loswerden? Is there an app for that?

Fragen 501-525 (von hier)

501. Lässt du dich gern überraschen, wenn du essen gehst?
Es gibt zwei Arten von Essen gehen. Nr. 1: Ich will gut essen, etwas neues am besten, gern exotisch und wie ich es nie nachmachen könnte. 2. Ich hatte einen unsagbar blöden Tag und will sofort die Penne dello Chef / die Frühlingsrollen / das richtig scharfe Curry für mein Seelenheil haben. Es überwiegt zwar Variante 1, aber für eine Pauschalaussage langt es natürlich nicht.

502. Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?
Ich habe zwar die Hoffnung, dass die noch kommt, aber bisher – am Ende doch der naive Pitch für den Accelerator. Auch wenn es nicht wurde was sein hätte können, die Monate haben mir neue Horizonte eröffnet und mich neu über mein Berufsleben nachdenken lassen. Das war’s wert.

503. Wie heisst deine Lieblingsblume?
So ein Klischee, aber ich mag Orchideen.

504. Glaubst du, dass man dich hypnotisieren kann?
Eher so mittel.

505. Was musst du endlich wegwerfen?
Diverse Erwartungshaltungen, einige Ansprüche, eine ganze Kiste anhaltender Ressentiments und ach so, ein paar alter Schuhe.

506. Welche Stadt im Ausland würdest du gern besuchen?
Wie lang darf die Liste sein? Aber New Orleans ist aktuell die Stadt, die eigentlich weit oben auf der Wunschliste steht aber auch unerreichbar scheint, weil dieses Amerika ist kein Land in das ich reisen will.

507. Trägst du häufig Lippenstift?
Mittlerweile ja, sehr oft.

508. Wie trinkst du deinen Kaffee am liebsten?
Viel Milch. Guter Kaffee: Nur ein Hauch Zucker. Bürokaffee: ZUCKER.

509. Gehst du gelegentlich auf einem Friedhof spazieren?
Oft und sehr gern. Die alten Namen, die Geschichten, die man aus den Gräbern liest, ich liebe das.

510. Wie viel gibst du maximal für eine gute Flasche Wein aus?
Uiuiui. Das ist so ein Wert, der merklich steigt. Ganz lange waren 15 Euro sehr viel Geld, dann 20. Sehr viel mehr als 20 Euro sind es auch aktuell nur ganz selten, allerdings waren es für eine wirklich, wirklich gute Flasche eben jetzt auch schon mal über 30 Euro. Das ist dann aber auch eine Flasche für einen bestimmten Anlass und nicht für mich allein, sonst könnte ich das mit mir nicht gut ausmachen.

511. Wie würdest du deinen Kleidungsstil beschreiben?
Sophisticated Langeweile.

512. Was ist wahr geworden, wovon du als Teenager geträumt hast?
Noch zu wenig.

513. In welchem Meer bist du zuletzt geschwommen?
Das ist auch schon wieder viel zu lange her. Im Mittelmeer.

514. Kochst du oft Fertiggerichte?
Nein, ich bin viel zu verzogen dafür. Manchmal sind Notfall-Pommes im Haus, für ganz üble Abende auch Ramen, aber mehr niemals.

515. Wo fühlst du dich geborgen?
Am Wasser. Im Wasser. Auf dem Wasser.

516. Was ist dein Schönheitsgeheimnis?
*blickt in den Spiegel*
Schlechte Augen…?

517. Bist du manchmal streng mit dir?
Immer, befürchte ich.

518. Welche Geschichte wird schon seit Jahren immer wieder in deiner Familie erzählt?
Gibt es so viele. Wir sind eine Anekdoten-Sippe. Ich mag die, in der die Clique meines Vaters seinerzeit das Lokalverbot umging, in dem einer sich als Handwerker einschlich, zuerst den Strom abstellte (die Band hat halt weitergespielt. So lang ist das her.), den Rest über die Terrasse nachholte und einer schließlich ein ganzes Tablett vom Kuchenbuffet mitgehen ließ. (Nein, das mit dem Kuchenbuffet klingt zwar nach ihm, er war aber wohl mit einer jungen Dame beschäftigt. Nix ausgelassen. Nix.)

519. Wann bist du zuletzt den ganzen Tag an der frischen Luft gewesen?
Den GANZEN Tag? What is this witchcraft you speak of?

520. Wie schön schreibst du noch mit der Hand?
Genauso hässlich wie immer schon.

521. Welcher Dokumentarfilm hat dich beeindruckt?
Zuletzt? Wild Wild Country, die mehrteilige Reihe auf Netflix. The Act of Killing hängt mir bis heute in den Kleidern. Und Paris is burning ist ein kraftvolles Werk, das auch zeigt wie lang der Weg noch ist.

522. Machst du in der Regel das, was du willst?
In der Regel erst recht nicht, da hat man ja Krämpfe….‘tschullingung, ich hab manchmal so einen Reflex.

Joah, im Allgemeinen schon.

523. Wie weit hast du deine Vergangenheit hinter dir gelassen?
Nicht annähernd weit genug.

524. Was solltest du eigentlich nicht mehr tun?
Über die Vergangenheit nachdenken.

525. Magst du klassische Musik?
Zumindest Opern und einige Konzerte, wenn auch sehr mainstreamig. Die Romantiker, italienische Hysterie, russische Walzer.