Donnerhall(en)

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Kategorie: Allgemein (Seite 4 von 175)

Protokoll großer Erschöpfung

Hold me down, I’m so tired now
Aim your arrow at the sky
Take me down, I’m too tired now
Leave me where I lie

Als ich am Freitagabend bei Mama Donnerhall aufschlage, liegt mir die Woche wie Blei in den Adern. Es war die letzte vollständige Arbeitswoche des Jahres und in vielerlei Hinsicht die Bestätigung meiner zwiespältigen Gefühle gegenüber des Jobs. Vor einem Jahr hat jemand zu mir gesagt, dass andere in meiner Situation jetzt ihre Koffer packen und abhauen würden. Damals war das keine Option, jetzt klingt die große weite Welt plötzlich verlockend. Nicht einfach nur eine andere Stadt, ein anderes alles.
Ein ganzes Bürogebäude als böser Ghost of christmas past und es hätte mich nicht gewundert, hätte der beleuchtete Christbaum im mittlerweile-Konferenzraum-früher-Büro Funken geschlagen und ein Portal in eine Dämonen-Dimension geöffnet. So eine Woche nämlich.
Aber dann laufen wir durch die glitzernde Altstadt mit der Allee aus lichterkettenbehangenen Bäumen und alles ist wieder sehr Stars Hollow. Ich beiße wie ein Tier in meine Steaksemmel, weil mein Körper seit Wochen nur noch auf Fleisch, Zucker und Alkohol pocht – gerade so, als wäre er an der eigenen Zerstörung interessiert.

Wir bleiben viel zu lange an dem Stand mit einer Schmuckdesignerin hängen und alle Umstehenden sind sich bei jedem Paar, das ich probiere einig, wie gut es mir steht. Ich kaufe dunkeltürkise Tropfen und große, silberne Kanten mit kleinen glitzernden Steinen.
Währenddessen höre ich mich durchgehend reden, über dies und das, Weihnachten und die Welt und wie unerträglich München gerade ist. Alles ist sehr belanglos, aber zu mehr langt es auch nicht mehr. Nach einer Tasse süßem Punsch mit Sahne stakse ich nach Hause wo Pakete auf mich warten und ich halte mich für einen Moment daran fest, dass ich geschafft habe, einige Menschen von meinen waghalsigen Ideen zu überzeugen, sogar zu begeistern.

Um halb zehn liege ich im Bett, lese mit zufallenden Augen wie Viktor Frankenstein eine Kreatur zum Leben erweckt, vor der er sich am Ende selbst fürchtet, deren Antlitz, ja deren schiere Existenz das erste ist, was ihn in seinem wissenschaftlichen, gottgleichen Eifer bremst. Mir tut die Kreatur leid.
Am nächsten Morgen bin ich zuerst um 6 Uhr morgens wach, weigere mich aber das anzuerkennen. Ich kämpfe mich zurück in den Schlaf und plötzlich ist es halb zehn. Einkaufen, Wäsche, Aufräumen, Abtauen, Nachfragen wo die letzten Pegelwichtel-Päckchen bleiben.
Ich verbringe gefühlt die nächsten 8 Stunden des Tages zum Teil in meiner Twitter-Inbox und lerne über angeblich nicht existierende Postleitzahlen (weswegen ein Päckchen wohl seit Tagen durch die Gegend fährt, zu der die PLZ gehört), bekomme selbst etwas zugestellt auf dem die Post die Hausnummer falsch ergänzt hat und rätsele mit den Wichteln, was wohl mit dem Ablageort in der Sendungsverfolgung gemeint sein könnte.
Am Ende habe ich einen Knoten im Bauch, weil es sein kann, dass dieses Jahr mehrere Wichtel trotz allem nicht alle Päckchen bekommen. Fühle mich vom Universum übers Ohr gehauen.
Ich merke, auf wie kleiner Flamme ich unterwegs bin, als ich anfange Nudeln zu kochen und mich wundere warum der Lachsschinken nicht im Kühlschrank ist. Im leeren, offenen Kühlschrank, der gerade abgetaut wird. Zuerst hole ich den Lachsschinken vom Balkon und wiederhole die Prozedur später für Sahne und Parmesan. Jedesmal schaue ich vorher in den Kühlschrank.

Ich trinke zu viel Wein und schaffe es kaum komplett durch Single Bells, den einzig wahren Weihnachtsfilm. Schwarzenberger ist ein Gott.
(leider nicht in der Mediathek des BR, aber komplett auf Youtube. Für Nicht-Alpenregionbewohner mal ein Teaser :

)

Auch am Sonntagmorgen viel zu früh wach. Schreibe stattdessen stoisch die Einkaufsliste fürs Weihnachtsdessert. Die Müdigkeit hängt in jeder Faser, in meinen Gedanken und nicht einmal der Weg durchs Schneegestöber und den sich langsam öffnenden Weihnachtsmarkt Mittags will dagegen ankommen. Schweinsbraten, Knödel, Spitzkohlkraut mit Datteln und Zimt. Meine Schwester hat ihren Kerl und das Beutekind dabei, das auf Essen von Mama Donnerhall mit einem Gesicht reagiert, das keine Bescherung der Welt toppen könnte. Sie haut so enthusiastisch rein, dass wir sie nach dem Essen auf die Couch bugsieren. Das funktioniert genau bis zu dem Moment, als es Plätzchen gibt. Die Auferstehung ist ein Dreck dagegen.

Ich will nur noch schlafen. Tagelang, wochenlang. Danach eine Weile nur noch von Gemüse und Obstsalat leben, bis ich mich nicht mehr fühle, als bestünde ich aus Hefeteig. Letztes Jahr konnte ich nicht erwarten, dass es vorbei ist. Jetzt schon wieder. Das geht doch so nicht.
Anstatt aber Sonntag vor Erschöpfung in einen langen, tiefen Schlaf zu fallen, baut mein Unterbewusstsein ein steiles Alptraum-Szenario zusammen, eine große Feier, sehr hübsch alles und die Bar ist gut ausgestattet, aber die einzigen Gäste sind alle Menschen die mir jemals etwas angetan haben. Die Dinge über mich verbreiteten, die sich abgewandt haben, die mir Vorwürfe gemacht haben, weil ich ihre Unwahrheiten nicht mittragen konnte. Ich führe Diskussion um Diskussion, erst kalt und kalkuliert, durchaus darauf aus beim Gegenüber Schmerzen zu verursachen, aber am Ende bleibe ich immer mit Fragen zurück. Was wohl so falsch, so unerträglich an mir ist, wieso ich keine Antwort, keine Entschuldigung bekommen habe. Alles schon zum x-ten Mal, ich kann es einfach nicht abstellen. Wie dämlich und naiv man sein kann, keine offenen Enden zu akzeptieren. Vergeben, vergessen, nichts davon scheint in meiner DNS angelegt zu sein. Das Gift in meinen Zellen, es ist eine krude Mischung aus Wein, Zucker und der Sehnsucht nach Vergeltung.

Es wird Mitternacht und ich sitze aufrecht in meinem Bett, alles pocht. Zum wievielten Mal spiele ich dieses Szenario dieses Jahr durch, wie viele Nächte fehlen mir weil ich die alten Geister nicht ausräuchern kann?

Ich zähle Mantra-artig all die guten Dinge auf, die noch kommen. Das alljährliche Mittagessen mit dem Team, ein Abend mit charmanter Begleitung, Pegelwichteln, in welcher Form auch immer.

Um 5 werde ich wach. Ich schließe die Augen. The only way out is through.

Fragen 401-425 (von hier)

401. Was isst du am liebsten, wenn du frustriert bist?
Bei Frust greife ich eher zu flüssiger Nahrung, ähem. Wenn es darum geht, dass ein Tag einfach übel war: Pasta, PASTA. Eine gigantische Schüssel Nudeln, entweder mit Gemüse oder Sauce und auf jeden Fall ordentlich Käse. Ich glaube, ich brauche dann dieses Gefühl von Sattheit. Von fast schon zu viel. Darum ist Schokolade bei mir kein Frust-Essen.

402. Hast du mal etwas Übernatürliches oder Unerklärliches erlebt?
Herrje. Einerseits nichts konkretes, andererseits komme ich aus einer Sippe, in der die Energie der Vorfahren oder das Karma bestimmter Taten für Dinge verantwortlich gemacht wird. Aber abgesehen von wirklich merkwürdig fallenden Bildern, stehengebliebenen Uhren und arg zufälligen Begegnungen will mir grade nix einfallen.

403. Welche Herausforderung musst du noch bestehen?
Müssen? Ach, da fallen einem nur vollumfänglich unangenehme ein, we’ll burn that bridge when we get to it.

404. Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?
Was für eine Tragödie es wäre, wenn man hier nur einen Menschen nennen könnte, anstatt der Hundertschaften, die mit kleinen oder großen Gesten, den richtigen Worten oder manchmal nur als Beispiel dramatischen Einfluss auf mich hatten. Ich trage sie alle mit mir rum, jeden Tag.

405. Was ist kleines Glück für dich?
Wenn unerwartet an mich und meine Bedürfnisse gedacht wurde, wenn Dinge entgegen der Prognose klappen, wenn etwas um das man sich sehr viele Gedanken gemacht hat, plötzlich ganz unkompliziert wird.

406. Tust du manchmal etwas aus Mitleid?
Mitleid hat einen schlechten Ruf, aber es ist doch nur die Vorstufe zur Empathie. Ja, natürlich tue ich manchmal etwas weil ich mitleide.

407. Wann hast du zuletzt einen Abend lang nur gespielt?
Das ist unfassbar lange her, weil ich irgendwie immer alleine dastehe mit meinem Spaß daran.

408. Bist du gut in deinem Beruf?
Ziemlich sicher so gut, dass ich ihm gerade entwachse.

409. Wen bewunderst du?
Menschen, die Ruhe bewahren können.

410. Hast du eine gute Gewohnheit, die du jedem empfehlen würdest?
Aufschreiben. Alles, alles aufschreiben. (Auch die Nabelschau, das Selbstmitleid. Man weiß nie, wofür es gut ist.)

411. Was überspringst du in der Zeitung?
Die Aktienkurse.

412. Was machst du, wenn du graue Haare bekommst?
Aktuell: Ignorieren und Zupfen, je nach Lage und Länge. Noch plane ich keine Färberei.

413. Was war auf deinem letzten Instagram-Foto zu sehen?
Die Wasserburger-Altstadt bzw. die geschlossenen Weihnachtsmarktstände mit Beleuchtung.

414. Stehst du lieber im Vordergrund oder im Hintergrund?
Ich sage jetzt Hintergrund und dann lachen alle, weil ich qua Ungeduld und Lautstärke oft im Vordergrund lande. Aber doch nur, weil ich die Unentschlossenheit oder den fehlenden Humor kompensieren will.

415. Wie oft lackierst du dir die Nägel?
Gab mal eine Phase, da gehörte das dazu, aber mittlerweile nur noch zu besonderen Anlässen. Ich bin aber auch dermaßen unbegabt und zu ungeduldig dafür.

416. Bei welchen Nachrichten hörst du weg?
Wenn es um nichts als die Egos der handelnden Personen geht. Egal ob Politik oder Entertainment.

417. Bei welcher TV-Sendung würdest du gern mitwirken?
Also nicht mit vor die Kamera, richtig? Och. Hm. Zimmer frei! Gibt’s leider nicht mehr, da Spieleausdenker sein war bestimmt super. Ich mag Capriccio im BR, die beschäftigen sich mit spannenden Sachen und Leuten, da täte ich mich gern nützlich machen.

418. Womit belegst du dein Brot am liebsten?
Ich bin ja eh keine große Brot-Esserin (da setzen die teutonischen Gene irgendwie aus), also wenn dann Weißbrot und dazu natürlich fantastischer Käse mit Feigensenf oder hauchzarte Edel-Salami mit Walnüssen oder Rote-Zwiebel-Chutney und Frischkäse oder… Man kann mich nicht einfach so nach Essen fragen!

419. Was ist deine größte Schwäche?
Wie schwach ich manchmal bin.

420. Wie kumpelhaft bist du?
Äh….was? Im Sinne von Lockerheit? Loyalität? Ich bin mehr so jemand zum in-die-Schlacht-ziehen, schätze ich.

421. Welches Ritual hast du beim Duschen?
Aber ich hab doch eine Badewanne! (Gedimmtes Licht.)

422. Wie gefährlich ist deine Arbeit?
Ha. Haha. Hahahahahaha.

423. Welchen Kinofilm hast du sehr genossen?
Genossen klingt seltsam, so, als wäre es gedankenloser Konsum. Aber 25 km/h hat mich unterhalten wie schon lang kein deutscher Film mehr.

424. Welches Brettspiel magst du am liebsten?
Monopoly natürlich.

425. Wem hast du zuletzt eine Postkarte geschickt?
Zählen die beim Pegelwichteln…?

Then sang to the sea for feelings deep blue

Somewhere between psychotic and iconic
Somewhere between “I want it” and “I got it”
Somewhere between I’m sober and I’m lifted
Somewhere between a mistress and commitment

Die Träume werden wirrer, die Stimmung absolutistischer. Es soll bitte alles vorbei sein, auf der Stelle. Gern auch indem andere Entscheidungen für mich treffen. Wirklich, ich will mich mit nichts mehr rumschlagen.

Vielleicht sollte ich Pfeile auf eine Karte werfen. Oder würfeln. Mich verlosen.

Es gibt in jeder Depression diese Phase, in der hat man die ersten paar Stufen aus dem Keller heraus eigentlich geschafft, aber jetzt müsste man eine besonders große nehmen und man dreht sich um und überlegt. Wäre das am Ende den Aufwand wert? Vielleicht gibt es ja eine Abkürzung, eine Alternative. Nicht Dinge in meinem Leben ändern, sondern mich ändern. Mich optimieren, dann wird bestimmt auch alles besser. Wenn ich schlanker, schlichter, romantischer oder wenigstens sportlicher wäre, vielleicht könnte ich dann das Loch in mir drin mit etwas anderem abdichten. Wenn mich nur genug, nur die richtigen Menschen gut fänden, dann wäre alles anders. Wenn ich mitreden könnte bei Tinder, Wochenend-Trips und Schuhen. (Nein, ich nenne nicht Geschlechtsgenossinnen per se oberflächlich. Schuhe sind nicht mehr oder weniger relevant als Fußball.) Oder wenn ich solide werden würde. Ich war doch immer älter als alle anderen, wie sind die nur schneller erwachsen geworden?

Wenn ich mehr „fun“ wäre, womöglich müsste ich nicht schon wieder auf den Kalender schauen und seufzen. Es ist nicht mal mein Datum, aber ein Anfang von etwas das wohl kein Ende bekommen wird. What an utter clusterfuck of unspoken things. (Brüllt eine Weile in den bodenlosen Schrankkoffer mit den alten Geistern)

Aber nein, jetzt kommt der harte Teil. Unter anderen Umständen ist das gern der Moment in dem die Schatten einem nach dem Leben trachten. Auch darum kommt Suizid oft so überraschend, wo es doch grade wieder bergauf ging. Der Wunsch nach dem anderen, nach dem besseren Leben, er ist mit einem Aufwand verbunden zu dem man sich kaum in der Lage sieht, weil man doch so unendlich müde ist. Wieder windet sich der Kopf, will das Problem an anderer Stelle festmachen. Vielleicht, wenn ich nur noch von Gemüse und Wasser lebe und eine von diesen dauerlächelnden jederzeit souverän gestylten Instagram-Feen werde….

Voll wissend, dass das Blödsinn ist, kann ich mich von derartigen Gedanken aber nicht lösen. Weniger Emily Strange und mehr Emily Gilmore.
„The Glow Up“ nennen die jungen, hippen Menschen das heute. Schönheit und Erfolg als ultimative Rache an denen, die einen nicht zu schätzen wussten. Die ungefähr 72 Fallstricke eines solchen Mantras mal außer Acht gelassen – was, wenn mein Glow Up, mein ideales Leben gar keines ist, das andere auch nur annähernd wollen würden?

Mein ideales Leben, es fände nachts statt, es bestünde aus Schreiben, Entwickeln und Debattieren, aus langen Abenden an der Bar, Dinner Partys und anderen Dingen, die nichts mit Produktivität oder Karriere zu tun haben. Einen Algonquin Table für 2020 zusammenstellen, das klingt nach meiner Art von Spaß – nicht Director of Headdesk Communications central Absurdistan.
Weil mehr als Worte habe ich nicht. Mehr als Worte kann ich nicht. Mehr als Worte begreife ich auch nicht. Verlang nicht von mir zu verstehen was nicht gesagt wurde. Glaub nicht, ich würde nach Dingen handeln die nirgendwo geschrieben stehen.

Am Ende, das wird mir nach diesen 12 Monaten klar, nach langer Stille an mancher Front und vagen Andeutungen an anderer Stelle, muss ich zurück zu den Worten. Dann ist es sogar egal wie ich aussehe oder wo ich bin. Isoliert und abgelehnt oder als Mittelpunkt der Gruppe, es ist alles wertlos ohne Kommunikation. Ich veröffentliche also diese Nabelschau auch, um sie mir selbst zu verdeutlichen und nehme nichts so drastisch war wie die Stille, die fehlende Antwort, die ausbleibende Erklärung.
Die Spannung in meinen Schultern, die Luft, die es nicht bis in meine Lungen schafft, der Schmerz, wenn ich einen falschen Schritt tue. Ich weiß, dass sie sich lösen werden, wenn ich sagen kann, was ich sagen muss. Egal ob im Job oder privat. Nach langer Freundschaft oder gerade erst aufeinander getroffen. Auch die getroffene Entscheidung trägt man nur mit sich herum, bis man sie ausgesprochen hat.

Wieso muss ich immer erst in den Keller hinunter, um das einzusehen? Ach so, ja, weil ich gern irgendwas richtig gut können würde. Das mit den Worten klappt bloß so okay. (Zumindest klingen die oberen Absätze erschreckend nahe an meinem Fertigkeitslevel von vor 10 Jahren. Vielleicht mal Zeit ins bessere Schreiben investieren. ) Na gut. Weitersuchen. Bis dahin aber Worte. (Und für 2019 auch mal wieder so richtige Themen. Notfalls rumranten. Aber dieses vor-sich-hin-leiden will wirklich niemand lessen.)

Unrelated, aber vom Schmerzlevel her ungefähr akkurat:

But I stay down, girl, I always stay down
Get down, never lay down
Promise to break everybody off before I break down
Everyone just wait now
So much on my plate now
People I believed in: they don’t even show their face now

Fragen 376-400 (von hier)

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Dem Neidhammel.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Das bin ich oft, weil mir Menschen an und für sich ein großes Rätsel sind. Allerdings: Leider fällt mir immer noch als erstes die kommunikative 180°_Wende von jemandem aus dem Sommer ein, wenn ich an Dinge denke, die mich nachhaltig verwirrt haben.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Milch, ein paar Sorten Käse, Oliven. Ein paar Tonics, die dort kühl lagern.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Nö. Allerdings hab ich eine derart geringe fremdschäm Toleranz, dass ich viel von dem was unter ‚Trash-TV‘ läuft auch einfach nicht ertrage. Und meine Schwäche für hysterische Home-Shopping Sendungen geb ich gerne zu, das ist eine faszinierende Subkultur.

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Leben?
Die muss noch kommen, sonst will ich mein Geld zurück.

381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?
Dass ich von Fußball keine Ahnung habe, muss doch hier wirklich nicht noch ausführlicher debattiert werden.

382. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?

Damit ist dieses Nacherzählen von guten Tweets gemeint, gell? Ja klar.

383. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?
Bei meinem Lieblingsitaliener gibt es manchmal auf der Tageskarte wiederkehrende Dinge, die ich nochmal bestelle. (Frisch gemachte Ravioli mit Kastanienfüllung in Salbeibutter. Zum Sterben gut.) Aber sonst? Gott nein, bloß nicht.

384. Gibt es etwas, du insgeheim anstrebst?
Ja natürlich.

385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?
Wenn ich die Mittel dazu hätte? Ständig auf Konzerte gehen und in interessante Städte reisen und mit klugen Menschen bei teuren Drinks den Abend verbringen. Und Ausschlafen, immer ausschlafen.

386. Was begeistert dich immer wieder?
Die Macht von Live-Musik, echte Anteilnahme, die Freude im Gesicht eines Menschen, wenn man z.B. das genau richtige Geschenk gefunden hat.

387. Welche Sachen kannst du genießen?
Sachen? Hm. Essen. Edle Stoffe. Eine wirklich gute Matratze. Ein Parfum das wirklich zu mir passt. Sogar richtiges Aufbrezeln, mit Schmuck und Kleid.

388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?
Meistens.

389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?
Wenn jemand wirklich interessant ist, natürlich lieber Fragen stellen. Aber wenn man mich lässt… I’ve been known to talk for a while.

390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?

Da liegt eventuell eine Geschichte rum, ich muss sie nur noch vollständig ausgraben. Plus: Oh, ich weiß was ich beim diesjährigen Pegelwichteln verschicke!

391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?
Ich hab ja kein Auto. Aber wenn ich irgendwo in Radionähe bin, gibt es zuverlässig zwei Songs, die aber sowas von lauter gedreht werden.

Oh, ich glaube es gibt da einen royalen Faden in meinem Musikgeschmack. Eigentlich ein Sakrileg beim Somebody to love das Cover zu nehmen, aber die Version ist auf ihre Art eine eigene Ikone. Freddie wäre so stolz gewesen. (Kurzer Gedankengang, dass es in einigen Jahren wohl ein George Michael Biopic geben wird und das noch schwieriger werden könnte, als einen adäquaten Freddie Mercury zu finden.)

I work hard every day of my life
I work ’til I ache in my bones
At the end
I take home my hard earned pay all on my own
I get down on my knees
And I start to pray
‘Til the tears run down from my eyes
Lord, somebody ooh somebody
Can anybody find me somebody to love?

*schnief*

392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spass gehabt?

Ich kann doch nicht schon wieder meine Geburtstagsfeier…. Aber die war nun mal wirklich gut. Soweit ich mich daran erinnern kann.

393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?
Ich hab ja gleich nix von beidem.

394. Welchen Akzent findest du charmant?
Ich gebe zu, so wenig ich sonst mit Frankreich anfangen kann, wenn Franzosen Deutsch sprechen, schmelze ich ein klein wenig. Und Schotten sobald sie…egal, eigentlich alles sprechen, Englisch inklusive.

395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?
Ja wenn’s halt grade besonders viel Spaß macht.

396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?
Frisur ist ein hochgegriffenes Wort für das was da auf meinem Kopf passiert. Ich hab die Spitzen geschnitten und sie bekommen jetzt extra Locken-Pflege in der Hoffnung, dass ich bald einen Schopf habe, den ich einfach so jederzeit offen tragen kann.

397. Ist an der Redensart Aus den Augen, aus dem Sinn etwas dran?
Haben wir nicht grade erst geklärt, dass ich nicht loslassen kann? Natürlich vergesse ich auch nicht. Umgekehrt hab ich mir sagen lassen, einen gewissen Eindruck hinterlassen zu haben.

398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?

Ich hab mich noch nie unnütz hetzen lassen, das braucht es also gar nicht.

399. Machst du jeden Tag etwas Neues?
Nein. Das ist auch okay. Aber öfter dürfte es schon sein.

400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?

Wenn ich amateurhaft manipuliert werden soll. Gebt euch gefälligst Mühe.

365 and counting

Es gibt diese Tage, da starrt man auf den Kalender und irgendwo im Hinterkopf klickt es die ganze Zeit, aber man kommt nicht drauf. Man zieht es einige Stunden so mit sich rum und manchmal kommt man erst Tage oder sogar Wochen später drauf. Und manchmal geht man durch eine Drehtür und hat ein Déjà vu, das einen erstmal Luft holen lässt.

Heute war letzteres. Der 4. , das war letztes Jahr ein Montag. Der war grau und kalt und grässlich, besonders in Unterföhring. Dahin fuhr ich vom kleinen Innenstadt-Büro aus der fröhlichen Accelerator-Bubble zu einem anstrengenden und wenig produktiven Termin. Anschließend wollte ich noch dem Team Hallo sagen und irgendwo dazwischen meinte jemand, ich müsste noch etwas erfahren, es gäbe… Neuigkeiten.

Ein Foto vom grau-verschneiten Medienghetto hatte ich kurz vorher auf Twitter gepostet, durchaus erleichtert darüber sehr wahrscheinlich nicht so bald zurückkehren zu müssen.
Die Sache ging anders aus.
An dem Tag dachte ich darüber nach, dass ich jetzt ein Jahr im Unternehmen bin, mittlerweile sind es 2. Über Zeit und ungeahnte Möglichkeiten. Alles schien… offen.

Was mich selbst im Nachhinein noch verblüfft: So wenig mich die Nachricht über die kurzfristige Schließung des Accelerators geschockt hat (Start-ups härten ab), so sicher war ich mir im selben Moment, dass es erst der Anfang von größeren Veränderungen war. Es lag etwas in der Luft. Vielleicht passten auch zu viele Dinge nicht zusammen.
Genauso wie mir sofort klar war, dass ich vom High des freien Arbeitens an einer eigenen Idee erstmal ganz schön tief fallen würde. Wie tief es durch die spezifischen Umstände und alle Vorkommnisse die erst noch passieren würden sein sollte, davon hatte ich – gottseidank – keine Ahnung.

Quasi mit der Hiobsbotschaft (hätten die Messenger in der Bibel damals auch Bomberjacken getragen, der Mann wäre nicht so stoisch geblieben!) begann mein Kopf auch alles krampfhaft festzuhalten. Wie tausende von Polaroids sind Augenblicke und Details aus den letzten Wochen 2017 immer noch in meinem Kopf. Der Adventskalender auf dem Schreibtisch an den ich dann doch bereits im Januar zurückkehren würde, die plötzliche Stille mit der Zuhause die Tür hinter mir ins Schloß fiel. Der Blick einer Kollegin aus dem Accelerator am nächsten Tag, als ich anmerkte, dass es die schlechten Nachrichten schon vorab zu mir geschafft hatten – sie war schon eine Weile eingeweiht und plötzlich erlaubte sie sich wohl, dass man den Kummer darüber auch auf ihrem Gesicht sah.

Ich weiß noch wer was im Mariandl bestellt hat, erinnere mich an das absurde Gespräch mit dem jungen Founder und der Praktikantin ein paar Tage später, der wir erklärten was der Y2K-Bug war (Ja. So jung sind die jetzt.)
Noch eine Nachricht, noch eine Veränderung, um mich herum plötzlich überall Aufbruchspläne. Was doch so gar nicht sein durfte, nicht jetzt, wo ich wieder gescheitert war. Aber zu mehr als Ambivalenz war ich schon nicht mehr fähig. Das innere Abstumpfen begann schnell, vermutlich präventiv.
Manchmal frage ich mich, wie es gewesen wäre, hätte ich meinen Vater nicht verloren, während ich bereits komplett auf Autopilot lief, sondern womöglich mitten im Hoch nach einem erfolgreichen Pitch.

Wäre die Trauer eine andere gewesen? Andererseits, so konnte ich mich wenigstens nützlich machen.

Aber so weit sind wir noch nicht. Es ist Anfang Dezember und da ist dieses seltsame Vakuum. Man arbeitet an etwas von dem man weiß, dass es quasi keine Zukunft hat. Man bereitet Ergebnisse auf, präpariert einen Pitch, ins leere hinein. So müssen sich Fußballer fühlen, die schon abgestiegen sind.
An Tagen wie heute frage ich mich, ob das alles nur ein Fiebertraum war, ein Hirngespinst, es war ja auch zu gut. Meine Hybris, immer mal wieder zu denken ich wäre für ein größeres Leben bestimmt, in voller Blüte.

Ja, die Melodramatik will ich noch nicht ganz ablegen, es ist… schwierig.

Auch jetzt frage ich mich wieder welcher Teil von mir vielleicht grade auf Automatik umgestellt hat. Der frustrierende Stress der letzten Wochen schlägt sich im und am Körper nieder. Mein Lieblings-Phänomen von Stress –> weniger Essen –> mehr Cortison –> Klamotten sitzen enger hat wieder voll zugeschlagen und es sollte mich nicht so sehr grämen wie es tut. Ich hasse es, wie wenig mir dieser Organismus gehorcht, wie er in Haut und Haaren widerspiegelt, dass hier grade gar nichts stimmt, obwohl die Umstände eigentlich erträglich wären.

Man holt sich seine Dosis an Glücks-Hormonen wo man kann. Wird Mitglied einer Büchergilde, weil schöne, besondere Bände heute noch dieselbe Wirkung auf mich haben wie seit 25 Jahren. Außerdem ein Grund nächstes Jahr mindestens 4 mal in die Schuhkarton-große aber so wundervoll ausgesuchte Buchhandlung zu gehen. Wir brauchen Buchläden, fürs Seelenheil. (Abgesehen davon, dass diese Sachen wirklich, wirklich großartig sind und ich meine Abende momentan mit Mary Shelley verbringe. )
Päckchen schnüren, Geschenke ordern, Weihnachts-Dessert basteln. Ein Teil von mir würde die Wochen bis zum Jahresende gern allein und in Ruhe verbringen, nur beschäftigt damit für andere hübsche Dinge zu machen. Ich muss dann gar nicht dabei sein oder brauche große Gesellschaft, ich möchte einfache nur etwas beitragen. (Was Sie hier hören ist der in Lichterketten verkleidete dunkle Schlamm, ein Schattenmann der sich zu Weihnachten als Nächstenliebe selbst Selbsthass tarnt.)

So viel Zeit dieses Jahr habe ich unter Wasser verbracht, mit einem schwach funkenden Echolot auf der Suche nach einem Feedback, nach der Topologie dessen was übrig geblieben sein könnte. Ein bisschen fühlt es sich an, als würden mir kurz vorm Auftauchen die Kräfte ausgehen. Aber der restliche Sauerstoff muss noch bis zur Oberfläche reichen.

Fragen 351-375 (von hier)

351. Wie eitel bist du?
Sehr viel mehr als ich zugeben wollen würde. *zupft einzelne Lockensträhnen von links nach rechts*

352. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Mein Herz ist eine Memme, dann lieber Hirn voraus.

353. Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
Passend zum ängstlichen Herz: Meine Risiken sind immer emotionaler Natur. Zuletzt bin ich aber selbst damit wieder vorsichtig. Oh well.

354. Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Häufig, hihi.

355. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Toby Ziegler (The West Wing). Abed (Community). Faith (Buffy). Christina Yang (Greys Anatomy). (Ein Muster? Ach was.)

356. Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Gelächter. Gelächter, bis jemandem die Tränen kommen.

357. Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?
Jetzt kennen wir uns seit 350 Fragen und du weißt immer noch nichts über mich.

358. Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
Eigentlich finde ich gar nicht, dass ich besonders viel tue, bekomme aber immer öfter mit, dass ich wohl Kleinigkeiten verinnerlicht habe, einfach weil ich schon so oft mit irgendwas darnieder lag. Ich achte auf meine Haltung und hatte noch nie ernsthafte Rückenschmerzen. Genauso habe ich ein Auge auf mein Schlafpensum, weil ich weiß, wie böse es sich bei mir auswirkt, wenn ich eine Weile zu wenig Schlaf bekomme. Obst und Gemüse – und zwar saisonal, möglichst frisch. Viel, viel Wasser und Tee. ORDENTLICHES SCHUHWERK.

359. Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Im Vergleich zu was? Mit Sex ist es wie mit allen Sinnes-Erlebnissen. Wenn er gut ist, macht er das Leben noch lebenswerter. Wenn er schlecht ist, fragt man sich was das alles soll. Wenn er nicht vorhanden ist, kompensiert man. Funktioniert auch für Essen, Adrenalinräusche oder Musik.

360. Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Es muss schön genug sein, um alles andere zu vergessen, aber nicht so schön, dass 40.000 andere Menschen auf dieselbe Idee kommen. Und das Essen muss gut sein.

361. Was war deine schlimmste Lüge?
Abgesehen von der einen Sache, die ich wirklich nicht erzählen kann (wirklich nicht, Sie hielten mich ja für kriminell) – ich bringe mich traditionell eher mit der Wahrheit in Schwierigkeiten, insofern fällt mir keine große ein. Also, außer der. (Und das war moralisch ambivalent weil ich zuerst angelogen wurde und mich nur zur Wehr gesetzt habe, nämlich.)

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Manchmal. Aber die können auch sehr schnell wieder enger gezogen werden.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Überhaupt nicht.

364. Welches Lied handelt von dir?
Ich weiß nicht, wie Brandon Boyd das gemacht hat, aber es gibt ein Incubus-Lied, das wirklich also tatsächlich… es erschüttert mich ein wenig. Schön ist es auch noch.

Earth to Bella
The world can be an unfriendly place
So hold your head up
Do your best to save some face
It’s not so hard
Just undo yourself and see your second sun ascend

Earth to Bella
This is a quiet emergency
Earth to Bella
There’s so much more to get then wronged
Earth to Bella
You’re treading water successfully
But are you really
Don’t you want to see the deep
It’s not so hard
Just forgive yourself and feel the water open in

365. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Och, sehr viele. Gute Essen natürlich. Gute Gesellschaft. Absolute Stille. Aufwachen und feststellen, dass man nichts sofort und dringend zu erledigen hat.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Notfälle aller Art, auch die seelischen. Eine wirklich gute Geschichte. Katzen.

367. Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern?
Ach…ach. Unaufwändiger hätte ich es gern, aber das könnte ich selbst ändern. Was tatsächlich unpraktisch ist: meine furchtbar runden Schultern. Durch die sehe ich gewichtsunabhängig immer klopsförmig aus und Taschen halten da auch nicht. Das Kreuz könnte insgesamt breiter sein, so generell.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
Das Maul werden sie sich zerreißen – und genau so soll es sein.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Dafür bin ich im allgemeinen zu misstrauisch. Im speziellen gibt es eine bestimmte Sorte Mensch, ein Verhalten dem ich auf den Leim gehe, aber vielleicht hab ich die Lektion dieses Mal gelernt.

370. Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?
Alles natürlich, was für eine Frage. Von einer hohen Klippe ins Meer springen, Karaoke singen, ein Unternehmen gründen, jemandem meine Liebe gestehen (fällt mir jetzt ad hoc niemand ein, aber das findet sich), eine Revolution anzetteln.

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Ja, man muss dann aber auch die Konsequenzen aushalten.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Bestimmt jemandem, der mir jetzt nicht einfällt was wiederum die Annahme bestätigt. Ein Teufelskreis.

373. Kannst du gut loslassen?
Nein. Darin bin ich wirklich, wirklich miserabel. Natürlich, wenn man sich eh immer und bei allem zurückgelassen fühlt.

374. Wofür bist du dankbar?
Die bedingungslose Liebe der Familie. Der reale Rückhalt von dereinst nur virtuellen Freunden. Überhaupt: Das Internet, trotz allem.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?
Gott nein, wenn Komplimente mir generell wichtig wären, ich wär doch schon lang eingegangen.

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Thema von Anders Norén.