Gut: Wärme, Licht, Impftermine. Für mich, für Mama, ein Gefühl von Horizont. Auch gut: Beim Minimal-Ostern so viel Rosé trinken, dass es fast so lustig ist, als ob man vollzählig wäre.

Schlecht: Politik, Politiker, die Pandemie-Einschläge kommen auch immer näher, Menschen verlieren Verstand und Gesundheit, alles geht an die Substanz. Ich ernähre mich nicht gut, bewege mich zu wenig, es endet natürlich im Körperhass. Die zwei freien Tage nach Ostern vielleicht auch hier zum Reset nutzen, zum Zuhören innen drin. Wenn der Appetit nur noch nach weich und süß verlangt, stimmt was nicht (Ich bin nicht niedlich genug für ein Cookie-Monster). Ich glaube das ist die Einsamkeit, besonders die, die Corona-Unabhängig Teile meines Lebens beherrscht. (Siehe nächster Absatz.)

Schwierig: Immer noch im Thema von letzter Woche hängen. Nochmal darüber lesen, wie my people hier gelandet sind, mal wieder hadern, mich doch der Community anzunähern. Das Feedback auf den Eintrag der letzten Woche war… interessant. Zweieinhalb Jahre nach der Diagnose und immer noch hab ich das Gefühl mich dem Kern der Sache erst anzunähern. Paradoxerweise mit der Angst “falsch” neurodivers zu sein. Ich gucke TED-Talks und lese Statistiken. Autisten begehen öfter Suizid, sind fast nie verheiratet, die Erfolgsgeschichten werden zwar mehr, aber neurodiverse Inklusion ist ein so breites Feld, wir stehen noch am Anfang.

Nervig: Außerdem müsste ich jetzt wirklich dringend mit der Lernerei für die Zertifizierung anfangen, also eigentlich ist das schon überfällig. 100 Stunden bis zur Prüfung, sagt das Framework. Bis Juli ungefähr. Gut, zur Prüfung anmelden sollte ich mich vielleicht auch. Andererseits, meine Wochenenden werden nicht plötzlich voll gebucht sein, ich krieg die Stunden schon unter. (Da muss das autistische Hirn mit seinen Fokussierungs-Optionen auch mal herhalten.)

Optimistisch: Während es vor dem Fenster schneit und heute Nacht wieder unter die 0 Grad geht, habe ich eine neue Balkonbank bestellt und Weißwein gekauft. Die Tomatenpflänzchen spitzen aus der Erde. Wehe dir 2021, Pandemie hin, Klimakatastrophe her, mach Sommer oder es setzt was.

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