Donnerhall(en)

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Found at sea

  • Wenn wir mehr schlafen würden, ginge es uns allen besser.
  • Der Recruiter, der am ersten freien Vormittag anruft und mich in planerischer Laune erwischt. Ich hatte vergessen wie gern ich noch viel größere Brocken bearbeiten würde.

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  • „Aber jetzt mal ehrlich, du gehörst doch gar nicht nach München, da passt du gar nicht hin.“ (Danke)
  • Rosenheim, du alte Eishockey-Schabracke.

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  • Für jeden neuen Kilometer Autobahn, sollte man Badeseen ausheben müssen und Wildwiesen anlegen und überhaupt, wenn wir die Welt schon mit Klimaerwärmung ruinieren, dann wenigstens in dem wir am Wasser rumliegen.
  • Zeit für Schwimmen und Schreiben und Katzenkraulen sollte therapeutisch abgerechnet werden können.

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  • Sehr geehrte Deutsche Bahn: Als nächstes bitte die Schnellstrecke MUC – HH
  • ABER VORHER AUF FLIEGERBOMBEN PRÜFEN
  • WIRKLICH GENAU NACHSCHAUEN

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  • Dinge, die ich nicht lerne: Alsterwasser ist immer einen Hauch zu süß gemischt und darum trinke ich es noch schneller. Ungut.
  • Zum Ausgleich ist der Hamburger um nicht zu sagen sind große Teile der norddeutschen Bevölkerung fantastisch. Wir müssen uns nur noch darauf einigen wo der Norden losgeht. Nicht alles hinter Hannover ist Bayern. Wirklich.
  • Hamburg erscheint dreckiger als München, vielleicht der Missing Link zwischen Bayern und Berlin. Ein bisschen lauter, ein bisschen ungehobelter und zumindest für meine Augen mit mehr vordergründiger Armut. Aber das ist in Bayern, selbst in München auch so ein Thema. Man ist da gschamig und im Zweifel gibt es halt auch die Sheriffs in Manhatten, die Menschen vertreiben. Es ist ein Unding. Andererseits war ich geneigt den Bettler mit den nackten Füßen am Hamburger Bahnhof auf seine sehr neu und eher teuer aussehende Uhr hinzuweisen. Das ist einfach unprofessionell.
  • Das Stück an der Binnen-Alster, wo die großgewachsenen blonden, schlanken Hamburger Mütter in den perfekten gestreiften Polo-Shirts dem kleinen Mauri vorschlagen, dass sie sich im ‚Conti‘ schnell was zu trinken holen könnten. Hach ja.
  • Lasst das mit den Brezen. Um Gotteswillen, bitte.
  • Aber ich komme wieder, keine Sorge. Oder halt doch Sorge, ist Ansichtssache.

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„Das hier ist die flache Ecke von Schleswig-Holstein.“

  • „Dein Glas ist schon wieder leer.“
  • Bis 2 Uhr morgens reden. Didn’t know I could still do that. Ich habe keinen Kater, das ist nur eine sehr flauschige Katze.
  • Letztendlich bin ich sehr pflegeleicht. Regelmäßig Alkohol und Booooooooooooooootfahrn, dann bin ich eigentlich ein ausgeglichener Mensch.
  • MEER. MEEEEEEEER.
  • (Da müssen irgendwo Wikinger-Vorfahren im Stammbaum lauern.)
  • Bitte gebt mir keine Bälle mehr in die Hand. Lieber Gläser.
  • Lernen Norddeutsche das unauffällige Nachfüllen von Schnapsgläsern eigentlich in der Schule? Gibt es darum bei euch diese mythischen Supermärkte?
  • The Dänen-Problem of it all. Aber auch die Schweden.
  • Nie wieder Witze über süddeutsche Ortsnamen, solange ihr ohne die Mundwinkel zu verziehen über Schuby und Tart reden könnt.
  • 5 Sorten Gin, 11 Sorten Whisky, etwas Rum und da ist noch ein ulkiger Likör in meiner Tasche. Gutes Wochenende.
  • FLAUSCH
  • Nachdenken über Neuanfänge, womöglich sogar außerhalb der bajuwarischen Comfort-Zone

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Jetzt schon so viele Pläne und Einladungen für das kommende Jahr, dass ein großer Kalender angeschafft werden muss. Irgendwie gutes Gefühl. 

Vielleicht schreibe ich einen Brief, wenn du mir schon nicht  zuhören willst. Nicht einen, den man abschickt. Einen, den man aussetzt. Herrgottnochmal, das hätte es nicht gebraucht. Der Schrankkoffer mit den Geistern ist doch schon voll. 

Fragen 76-100

76.Welches Märchen magst du am liebsten?

Geh mir weg mit Prinzessinnen, ey.

77.Was für eine Art von Humor hast du?

Ob ich das beantworten sollte? Ich würde sagen Sarkasmus mit einer Prise schwarzem Ruß und einem Körnchen hysterischer Albernheit. 

78.Wie oft treibst du Sport?

Selten. Außer ich habe die Möglichkeit schnell und unkompliziert ins Wasser zu kommen. Alles andere verbinde ich mit verspannter Fuß-Muskulatur, mit schmerzenden Gelenken und überhaupt Pfui Deife.

79.Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

So they tell me. (Teilweise auch nach 10, 15 Jahren in denen sie meiner nicht ansichtig wurden, um mich dann aber sofort wiederzuerkennen. Spooky.)

80.Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

In Bezug auf…? Ächz. Natürlich ist immer ein Getränk und etwas zum Aufschreiben in der Handtasche. Aber wirklich unverzichtbar sind eher so Dinge wie Haltung und Selbstachtung. (Ha. Haha. Hahahahaha.)

81.Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

Lesen. Alles lesen. Schreiben. Sollte ich dort unschuldig sitzen: Kämpfen. Wenn ich was angestellt habe, hatte ich bestimmt einen guten Grund. He had it coming. (Cue Ohrwurm von Chicago.)

82.Was hat dich früher froh gemacht?

Bücher. Bücher kaufen, Bücher lesen, über Bücher reden. Hm. Darüber sollte ich nachdenken. Ach und Dampfnudeln. Der erste Schwimmzug in einem neuen See. Okay, streichen wir das „früher“. Ich wusste mit 10 was mich glücklich macht und wirklich geändert hat es sich nicht.  

83.In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Meine Figur und ich, wir sind ja mehr so der Retro-Typ. Lange Kleider funktionieren sehr gut – aktuell sehr verliebt in das petrolfarbene mit passendem Gürtel. Und der gemusterte Flatterrock, den ich noch nicht lange habe. Alles was Pink wie Orchideen oder Saphir-Blau ist.

84.Was liegt auf deinem Nachttisch?

Immer mindestens ein Buch, die Schilddrüsen-Tabletten, mein Lichtwecker und Feuchtigkeitscreme, falls mir erst wieder im Dunkeln einfällt, dass meine Ellenbogen sich ein bisschen wenig geschmeidig anfühlen.

85.Wie geduldig bist du?

Nicht.

86.Wer ist dein gefallener Held?

Das mit den HeldInnen ist schwierig, gerade in diesen Zeiten. Wem ich glauben wollte: Elizabeth Holmes. Ja, gut, äh. Das war eher unklug

Ich weiß nicht, ob es passt, aber manchmal, da haben mir Menschen heldenhafte Dinge versprochen. Da zu sein, zuzuhören, mitzukämpfen. Das ist mein Pantheon gefallener Verbündeter. Heute leben sie als Dämonen in einem unsichtbaren Schrankkoffer unter meinem Bett.

87.Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?

Nö.  (Ich bin selbst gleichermaßen unfotogen wie unbegabt was Selfies etc. angeht. )

88.Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Äh. Ähm. Rechnet man da brutto oder netto Zeit? Oder sagt man gleich, dass Menschen mit Schwestern an dieser Stelle immer quasi nur mit Platz 2 antworten können?

89.Meditierst du gern?

Nein. Aber ich kann lang und entspannt aufs Wasser gucken. Darin bin ich sogar ganz hervorragend.

90.Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Let’s put a pin in this. Momentan gelingt das irgendwie nicht.

91.Wie heisst dein Lieblingsbuch?

Aber sonst geht’s gut?

92.Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?

Eigentlich mit der R, dem Schwesterherz. Aber die B (Whisky, Schottland, Katzen) als close second.

93.Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?

Ich gucke eher. Dann wissen Menschen was ich meine. Ich gucke seltener aufmunternd.

94.Gibt es Gerüchte über dich?

Das will ich doch stark hoffen. (Kommt, rückt raus, ich erzähl’s auch nicht weiter!)

95.Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?

Im Sinne von: Ich wäre trotzdem versorgt? Dann vermutlich viel Schreiben, Reisen und es mir gut gehen lassen.

Im Sinne von: Sehr viel Geld übrig? Dann ein großes Projekt suchen. Tendenziell ein altes, riesiges Haus, das man herrichten muss. Mit Obstgarten und Gewölbestall. Eine Heimat schaffen für alle, die auch keiner haben will.

96.Kannst du gut Auto fahren?

Ich kann sogar überhaupt nicht Auto fahren.

97.Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?

Selten bis gar nicht. Ich bin ja auch nicht nett. Hin und wieder ist es schön, wenn man mich trotzdem irgendwo haben will. Aber mehr kann ich gar nicht verlangen.

98.Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?

Eine Existenz davon wäre schon auch… nett.

99.Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?

Reden. Wein trinken. Über fantastisches Essen freuen. Leute gucken. Wirklich lange reden. Irgendwann zu Whisky wechseln. Reden, bis dieser Level erreicht ist, an dem du dich traust Dinge auszusprechen, die du sonst niemandem erzählst.

100.Hast du jemals gegen ein Gesetz verstossen?

Bestimmt.

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