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Schlagwort: fc bayern

Bundesligafragebogen 2012 /2013

Posted in wurfpuschel

(Fragebogen 2011/12, oh war ich vorsichtig optimistisch. Wußte ja keiner, wie schlimm es werden würde. Via Pleitegeiger.)

Dein Verein heißt:
    FC Bayern München. forever number one (Lasst mich!)
Wie lautet das offizielle Saisonziel, sofern es bekannt ist?
    Meister werden. Mindestens. Pokal wäre gut. Und die Champions League… nun ja, ich mag noch nicht drüber reden.
Wie lautet DEIN Saisonziel für deinen Verein oder deine Vereine?
    Meister werden. Pokal gewinnen. Irgendwie ins Champions League Endspiel in London kommen. Dortmund besiegen, so oft sich die Gelegenheit bietet. Bescheidenheit ist für die anderen.
    Am 19. Mai diesen Jahres hat der beste Verein von allen mein Herz gebrochen. Ich verlange Wiedergutmachung! Zefix.
Welchen Spieler hätte deine Mannschaft in der Pause lieber nicht abgegeben?
    Bissl schad isses um Olic, war ein guter Mann. Und eigentlich hätte Petersen mehr Zeit verdient gehabt.
Welchen Spieler hätte deine Mannschaft besser verkaufen sollen?
    Ach, der Kader war wirklich nicht zu groß und solange sie nicht zicken bin ich da ziemlich tolerant.
Wen hätte deine Mannschaft diese Saison lieber NICHT gekauft?
    Ich war eigentlich kein Fan vom Mandzukic-Deal. Und auch ohne Pizarro hätte ich gut lebe können. Jetzt hat Schnucki Aua und vielleicht ist es gar nicht sooo doof noch ein paar Stürmer in der Hinterhand zu haben.

    I am however, still on the fence about Matthias ‘Voldemort’ Sammer.

Wer von den neuen Spielern wird deiner Mannschaft am besten helfen?
    Spielerisch schwer zu sagen. Ich mag Dante sehr (endlich wieder eine ordentliche Frisur in der Verteidigung!) und Shaquiri hatte mich ja schon beim ersten Lächeln. Der kleine Kampfkeks. (Danke Frau Gröner für diese Vokabel!) Die könnten entscheidend dafür sein, dass sich die Mannschaft stimmungsmäßig wieder berappelt. Das vergangene Jahr war … hart. Mache mir ein bisschen Sorgen, dass der Kern der Mannschaft ein kleines Trauma davon getragen hat und hoffe, dass die neuen einfach bisschen Schwung reinbringen.
Wie wirst du in dieser Saison deine Mannschaft unterstützen?
    I’ll keep the faith. (Ehlich, mehr ist grade noch nicht drin.)
Wie findest du das neue Trikot Deiner Mannschaft?
    Zuerst fand ich das Gold doof. Daraufhin meinte mein Verein ‘Ha, das können wir noch schlimmer!’ und heraus kam Infrared. Das ist keine Farbe, das ist ein Zustand. Und ich mag ihn nicht.
Welcher Stürmer wird die Torjägerkanone holen?
    Paging Dr. Müller-Wohlfahrt. Komm, mach Schnucki heile, der hat was zu tun!
Welcher Trainer wird als erstes gefeuert?
    Ja gut, die Sache ist die. Herr Fink war mal Bayern-Spieler. Ich sehe ihn also ungern versagen und, äh, wünsche ihm alles gute. Ansonsten? Puh, mal schaun wie Babbel wirklich in Hoffenheim klar kommt. Oder ausgerechnet Veh in Frankfurt. Ein kleiner Teil von mir hofft auf ein großes Peng in Wolfsburg und Felix Magath. (I KNOW)
Welche Mannschaft wird das erste Tor der Saison schießen?
    Bremen muss an seinem Karma arbeiten. (Wiesenhof! Fucking Hell, Wiesenhof! SRSLY?) Es würde sich anbieten gegen die Bienja Majas ein Tor zu machen. Just saying.
Welche Mannschaften SOLLTEN absteigen?
    Für mein Seelenheil? Borussia Dort…Ja, okay, ich hör schon auf. Hm. Ohne Köln und Kaiserslautern ist es schwer irgendwen gar nicht zu mögen. Frankfurt vermutlich. Und die Verbindung Bundesliga /Düsseldorf scheint auch eher … unglücklich. Und, äh, Hoffenheim?
Welche Mannschaft wird Meister?
    Mia. MIA. ZEFIX NUMOINAND, BAYERN MÜNCHEN.
Wenn du nicht im Stadion bist, wo wirst du die Spiele sehen?
    Nach der ZU aufregenden letzten Saison hoffe ich möglichst viele Spiele allein verfolgen zu können. Ich will keine Meinungen, ich will keine Kritiker, ich will einfach nur ein Spiel sehen und merken, wie alles verheilt. (Ich? Mir die letzte Saison zu Herzen genommen? Ach was!)
Wie sehr vermisst du die Bundesliga auf einer Skala von 1 bis 10 – wobei bei 1 so ziemlich keine Träne nach der Bundesliga verdrückt wird und 10 quasi bedeutet, dass du ernste Entzugserscheinungen hast?
    Ich bin die fleischgewordene Ambivalenz. Ein Teil von mir will, dass es SOFORT wieder losgeht und wir über nichts anderes mehr reden, aber die andere Hälfte ist immer noch verstört und besorgt und hat grade ein bisschen die Schnauze voll und freut sich, dass es bald wieder mehr Eishockey im Free-TV gibt.
Wird es eine spannende Saison für Deine Mannschaft?
    Bitte, bitte nicht. Bitte.

über das Verlieren

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Paul Gascoigne, vermutlich nach Elfmeterschießen. (ich ertrage noch keine FCB-Bilder)

Dieser Eintrag liegt mir eigentlich schon eine Weile auf der Seele. Und ich dachte, och, das hat ja Zeit. Aber ich weiß nicht, ob sie’s mitbekommen haben, da war so ein Fußballspiel am Samstag. Und das Team an dem mein Herz hängt, nun ja. Und jetzt muss es doch raus.

Und um ehrlich zu sein mag ich jetzt gar nicht darüber reden wie tief traurig ich bin. Und wie mir die Bilder von Bastian Schweinsteiger immer noch das Herz zerreissen. Auch das philosophieren über das Glück/Pech, Elfmeterschießen und egomanische Holländer mag mir gerade keinen Spaß machen.

Aber ich glaube, wir müssen mal übers Verlieren reden.
Denn was ich so gelesen habe, scheint man sogar das falsch machen zu können. Oder?

Zum Beispiel ging gerade eben über den Ticker, dass nachdem der erste Widerspruch von Hertha BSC wegen des verqualmten Relegationsspiels abgelehnt wurde, der berliner Verein die nächste Instanz anstrebt. Und schon wird es auf Twitter wieder besser gewußt. Sie sollen es *hust* wie Männer nehmen. Sich nicht lächerlich machen.

Ah ja. Rechtliche Mittel ausnutzen, um möglicherweise zu verhindern, dass man als Unternehmen ca. 15 Mio. € verliert ist “lächerlich machen”.
Genauso wie es “respektlos” ist, wenn die geschlagenen Bastian Schweinsteiger und Mario Gomez irgendwelchen Leuten nach der Niederlage nicht die Hand schütteln oder sich brav ihre Silbermedaille umhängen.

Sagt mal Freunde, habt ihr noch nie verloren?
Kennt ihr wirklich nicht den Schmerz, wenn man für etwas gekämpft hat, nur um es am Schluß nicht zu bekommen? Vielleicht wegen eines blöden Fehlers, vielleicht weil andere besser waren oder einfach nur weil die Kraft nicht mehr gelangt hat. Wochen- , monatelange Arbeit. Vielleicht sogar Jahre des eigenen Lebens, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Aber am Ende steht man mit nichts da. Die besten Wünsche und Bestätigungen, dass man es verdient gehabt hätte, dass es Pech war – sie klingen wie Hohn. Nur: the fucking show must go on. Also los, Kopf hoch. Lächel doch mal in die Kamera!
Nur damit dann ein moralischer Vollidiot beurteilen kann ob man ein “guter” ein “braver” Verlierer ist?

Fuck that shit.

Ich gebe zu: ich bin da auch schuldig. Ich habe bis jetzt immer mit dem Kopf geschüttelt wenn Sportler die eigene Niederlage auf andere Dinge schoben. Die Technik hat versagt. Eigentlich war ich noch verletzt. Der Gegner hat mich abgedrängt.

Wir sind darauf trainiert, dass diese Heroen gefälligst noch tiefgründige, selbstkritische Interviews nach einer herben Niederlage geben sollen. Wir erwarten, dass sie mit Anstand und Würde ihre Niederlage eingestehen. Wir wollen, dass sie besser sind als wir selbst.

Während wir uns mit Herzblut für die Toleranz von allem und jedem einsetzen, sind wir hier zackig mit dem moralischen Zeigefinger zur Hand. Pfui pfui, böser Verlierer.
Ja, es gibt Grenzen. Kein Verlust der Welt rechtfertigt Gewalt, Aggression und Zerstörung (Ja, Pyrotechnik ist Zerstörung. Keine Emotion. Hört auf solchen Blödsinn zu erzählen.). Es gibt völlig natürliche Grenzen im menschlichen Verhalten die für eine Gesellschaft zumutbar sind. Wir selbst sind die Schafe, die die Zäune enger machen wollen. (Okay, die Metapher hab ich versaut. Egal.)

Wenn also Fußballer X sich wie ein Kind auf den Boden wirft und weint, wortlos an Reportern vorbei rennt und verdammt nochmal keinen Bock darauf hat einem Bundespräsidenten (wer auch immer das grade ist) die Hand zu schütteln, dann habe ich ab jetzt eines dafür: Verständnis.

Ich denke dann an meinen eigenen Schmerz, wenn ich Kämpfe verloren habe und mich in eine tiefe Höhle am Ende der Welt verziehen wollte. Ich werde Verständnis dafür aufbringen, dass Menschen, so wie mit allen Dingen, auch mit dem Verlieren unterschiedlich umgehen. Es gibt die, die reden wollen. Und die, die sich zurück ziehen müssen. Ein paar müssen sich erstmal betäuben, weil der momentane Schmerz, die Realisierung des Nichterreichten zu viel ist.
Und einige werden Ausreden suchen. Sie werden erstmal darüber reden wie unverdient der Gegner gewonnen hat, wie schlecht die Umstände waren, dass die Umgebung zuviel Druck aufgebaut hat.

Because that’s what people do.

Wir sind nicht immer und sofort restlos ehrlich uns gegenüber. Manchmal brauchen wir unfassbar lange, sind die letzten die es begreifen. Zu sehr hatte sich unser Kopf schon auf Sieg eingestellt, hatten wir heimlich schon die kleine Siegesfeier inklusive Ansprache geplant. Das innere Bild von sich selbst als Held kann eine mächtige Motivation sein. Und uns im Falle der Niederlage komplett verblenden.

Das ist okay. Wirklich.

Ab heute gibt es für mich keine schlechten Verlierer mehr. Zu verlieren ist hart genug. Wer bin ausgerechnet ich, dass ich auch noch Ansprüche an das Verhalten von anderen in einer solchen Situation stelle? Eben.
Natürlich, ob Sport oder andere Dinge, es soll Spaß machen. Die Wettkämpfe sind nur eine Ausprägung davon. Und tatsächlich: Gewinnen ist nicht alles.
Es ist nur ein ziemlich gutes Gefühl

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(Ja, dies ist eigentlich ein zutiefst selbstreflexiver Blog-Eintrag. Mir ist klar, dass es offensichtlich ist. Damit kann ich leben.)

Outsourcing: Bella (mal wieder) @ Spox

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Es musste raus.

Einmal in Fahrt, geriet Hoeneß auf Verschwörungsterritorium und schlussfolgerte aus dem Kraft-Einsatz die Schickeria-Kampagne namens “Koan Neuer”. So schlicht sind aber nicht einmal Ultras. Hier ging es neben Manuel Neuer auch um die Konzeptlosigkeit in Sachen Transfers, um die Rettung des anderen Stadtvereins und um fehlende Transparenz in der Fanpolitik.

Das Verhalten von Uli Hoeneß auf der Pressekonferenz zur Entlassung von van Gaal hat nicht nur die Trennung von einem Trainer markiert. Es ist der mittlerweile unübersehbare Beginn

Uli und der Gefangene der Arena @ Spox.com