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Schlagwort: fc bayern (Seite 3 von 5)

Der Mann, den sie Schweini nannten

Mittlerweile ist es so eine Art running gag auf Twitter.
Während des DFB-Pokalfinales war ich nur sporadisch online. Das hat meine Timeline nicht abgehalten, als Bastian Schweinsteiger das 4:1 geschossen hat.
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Und ja, meine Verehrung für Bastian Schweinsteiger ist ziemlich gut dokumentiert. Fast noch besser, als meine reservierte Haltung Herrn Ballack gegenüber. Ich erkenne ihn an seinen Wadln. Ich mag seine Interviews. Er macht mir sogar die Bundes-Angie sympathischer.

Da die WM dieses Jahr mit meinem Semester-Endspurt kollidiert und ich nicht dazu kommen werde, viel zu bloggen, ist es vielleicht ganz gut zumindest schon mal zu klären warum ich den mein Fanherz ausgerechnet an den Basti aus Kolbermoor (LK Rosenheim REPRESENT, ha!) verloren habe.
Und das nicht erst 2006. Au contraire.

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aus "die Spieler" von Strenesse

Wir schreiben das Jahr 2002. Der FC Bayern ist amtierender Champions-League Sieger. Aber, durch eine Myriade an Verletzungen und genereller Selbstüberschätzung sollte es jetzt, in der Folgesaison, nicht über die Vorrunde hinausgehen. Sucht man heute nach einem Gewinn aus dieser Zeit, es wäre vermutlich ein später Moment im Spiel gegen Lens. Mehmet Scholl wurde ausgewechselt. Und eingewechselt wurde ein 18jähriger, der bis dato in der zweiten Mannschaft gespielt hatte. Von diesem ersten Moment an, ob in der Champions League oder kurz darauf in der Bundesliga, fiel an diesem Kerl eines auf: So unerschrocken war schon lange kein junger Bayernspieler mehr aufgelaufen. Man könnte auch sagen, er war unverschämt Selbstbewußt. Und weil Begeisterung, ja Liebe, kein Ausdruck der Ratio ist, sondern einfach irgendwie passiert, hat das gelangt. Also bei mir jetzt.

Selten hatte mich ein Fußballer, noch dazu einer der kaum ein ganzes Jahr älter ist als ich, so beeindruckt. Er kannte einfach kein Pardon, egal welche Liga, welcher Gegner. Die natürlich aufkommenden Ratschläge von Uli Hoeneß waren ihm irgendwie auch herzlich egal. Dieses Ego ist ihm bald vorgeworfen worden.
Und das obwohl es ihm wahrscheinlich geholfen hat sich in die erste Mannschaft des FC Bayern und schließlich auch in die Nationalmannschaft (er war 2004 schon dabei!) zu spielen. Nicht zuletzt, weil sich nette Jungs nicht beim FC Bayern durchsetzen. Roque Santa Cruz anyone? Phillip Lahm musste kurz nach Stuttgart, der gleichaltrige Trochowski hat es genausowenig geschafft. Allein Bastian Schweinsteiger ist aus dieser Generation gradewegs von der Jugend in die Profimannschaft marschiert.

Dass ein Kerl in seinen frühen Zwanzigern daraufhin mit Frisuren experimentiert, die Münchner Clubs durchstreift und mal so generell das Leben genießt war in den dann für viele tatsächlich ein Grund Kritik an ihm zu üben. 1 Ha. Haha. Darf ich dazu kurz sagen, was ich getan hätte, so mit einem Job der mir Spaß macht und genug Kohle um mir meine verrückten Wünsche zu erfüllen? Ein verflucht großes Haus, ein wahnsinnig schickes Auto und auch sonst hätte ich an der Statussymbolfront wenig ausgelassen.

So wie es auch jeder Journalist getan hätte, der sich so gern über die Extravaganzen des Herrn Schweinsteiger ausgelassen hat. Und das lange, vor jeder Diskussion an seinen fußballerischen Fähigkeiten.

Und dann, dann kam das Sommermärchen.
Der Jubel einer ganzen Nation bildete den Boden für eine Show, die die Presse liebevoll “Poldi und Schweini” nannte. Podolski sollte bald darauf nach München wechseln und Bastian Schweinsteiger wurde versehentlich als brillianter Außenspieler entdeckt. Scolari, so schien es, wollte den jungen deutschen Spieler eigentlich gleich mitnehmen. Und das trotz der Tore, die er gegen Portugal schoß. Außerdem hatte er Angela Merkel um den Finger gewickelt, eine kleine Armee an jungen Mädchen betört und Uli Hoeneß dazu gebracht, ihn die Zukunft des FC Bayern zu nennen.
Diese Form zu halten, oder womöglich zu verbessern, wurde zur Mindestanforderung an einen 21jährigen, der sich noch nicht sicher war ob die Außenbahn überhaupt sein Platz auf dem Feld ist.

In den Jahren 2006 bis 2010 war es dann auch nicht immer leicht für Basti und seine Anhänger. Die Form schwankte bedrohlich, die Suche nach einem Image wurde ihm angekreidet und generell galt er als eine der Symbolfiguren wenn es um die Identitätskrise 2 des FC Bayern ging.
Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass es gerade auch diese Jahre sind, die mich zur sturen Verteidigerin von Basti haben werden lassen. Weil: Mitte Zwanzig sein, sich selbst und den eigenen Weg finden – ob im Job oder generell im Leben – das kenne ich auch. Das kennen vermutlich sehr viele seiner Fans.
Auch, weil hier so schön der Generationswechsel illustriert wurde. Grade Uli Hoeneß, den ich sonst sehr schätze, hat da oft komplett unnötig Kritik an Kleinigkeiten wie Schweinsteigers Äußerem geübt. Von der Gefahr, er würde abheben. Und dass das jawohl so nicht sein dürfe. Ich meine, Uli, bei aller Liebe – aber Fußballer und Ego, Style und so – das soll es gerüchteweise früher auch gegeben haben.

Dieser eigene Kopf, diese gewisse Grundsturheit gepaart mit einem Hauch Wahnsinn und eingerahmt von genug Selbstbewußtsein – das ist ja auch der FC Bayern in Reinform. Und das ist eigentlich per Definition ein Typ. Einer von diesen Typen 3 die neuerdings gefordert werden, speziell für die Nationalmannschaft.

Verzeihung, ich schweife ab. Weil jetzt kommt ja Lois ins Spiel.
Es war perfektes Timing, als der rauhe aber unvermeidlich liebenswerte Lois van Gaal an die Säbener Straße kam. Schweinsteiger, dank neuem Manager und Dauerfreundin persönlich einen ganzen Schritt weiter bekommt einen Trainer, der feststellt, dass der Junge ja wirklich gut Fußballspielen kann, ihn sogar als kompletten Spieler bezeichnet – ihn aber auch endlich aus der Mater der Außenbahn holt.

Als Lois van Gaal grade erst ein paar Wochen Trainer des FCB war, hat ein dusseliger 4 Journalist Bastian Schweinsteiger im Vorbeigehen gefragt, was er den so vom ihm hielte. Basti hat mit den Schultern gezuckt, kurz gegrinst und gesagt “Er ist ein bisschen verrückt, aber ich glaube das passt schon.”
Das war im Übrigen der Moment, als für mich feststand, dass Luis van Gaal lange bleiben wird. Dass er zu Bayern passt hatte sich mir schon erschlossen, als er auf der ersten Pressekonferenz so hervorragend demonstrierte wie sehr seine Persönlichkeitsanlagen sich mit den Eigenschaften des FC Bayern überschneiden. Mia san mia, indeed.

Was dann während der zurückliegenden Saison passiert ist, muss ich nicht erzählen, das wäre ja Wasser in die Isar schütten. Die Welt, sie liegt Herrn Schweinsteiger 5 doch sehr zu Füßen. Keine self-respecting Publikation, ob print oder online, ohne den ultimativen “da ist aber jemand erwachsen geworden”-Artikel. You don’t say. Passiert Leuten in dem Alter auch sonst nicht.

Doch genug des Ärgers. Schließlich bin ich eigentlich ein sehr glückliches Fanmädchen, aktuell. Basti, der Fels im Mittelfeld des FC Bayern. Basti, der emotionale Leader (Wirklich, Jogi, WIRKLICH?) in der Nationalmannschaft. (Nein, ich sag jetzt wirklich Nichts mehr zu you-know-who und seiner Abwesenheit und wie das auch noch gut ist für Bastian. Nein. Bestimmt nicht.)
Und Basti, der immernoch genug Selbstbewußtsein hat, um sich von dem ganzen Druck nicht irre machen zu lassen. Plötzlich seid ihr alle ganz schön froh, dass er so ist, gebt’s zu.
In den nächsten Wochen werden viele, viele Sätze geschrieben werden in denen die Worte Fußstapfen, Erwartungshaltung, Chef im Mittelfeld, Nachfolger, erstaunliche Entwicklung und letztendlich beeindruckende Leistung vorkommen. (Ich glaube, ich hab grad ein Trinkspiel entwickelt.)

Unabhängig davon wie die Sache in Südafrika ausgeht, (who am I kidding, bei allem unter Viertelfinale wird die Nation in höchstem Maße iritierrt sein und ich glaub ich auch.) ich kann es kaum erwarten zu sehen wie die Karriere von Bastian Schweinsteiger weiter geht. Jetzt bin ich auch davon überzeugt, dass es gut gehen wird. Basti war das ja irgendwie immer schon. Ich denke, ich werde diese Haltung auch mal ausprobieren.

Und da sag noch einmal einer, Fußballer gehen nicht als Vorbilder durch.

  1. Womit ich mich kurz mal an die Journaille wenden muss: Dieser Tage schreibt ihr ja alle brav schöne Artikel über die angebliche Wandlung des Bastian S. Und jeder, wirklich jeder von euch, kommt nicht umhin seine Fingernägel zu erwähnen, respektive deren nicht länger vorhandene Gelacktheit. Ja sagt mal Freunde, ist das alles was euch einfällt? WIRKLICH? FINGERNÄGEL??
  2. Sollte jemand den hier verlinkten Blogeintrag lesen: ich distanziere mich natürlich nachträglich eine komplette Milchstraßenbreite von den Zweifeln an Herrn Robben. Robben ist toll. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
  3. Unbedingter Lesebefehl: der Blog von Roland Eitel, dem Kommunikationsberater unser Nationalmannschaftstroika.
  4. Seit Luis da ist, ist jeder Journalist mindestens dusselig, stelle ich fest. Sollen sie doch endlich ihren Job machen und sich vorbereiten. Jawohl.
  5. Ach, noch eine Kleinigkeit, liebe Schreiberlinge. Neben den Fingernägeln habt ihr ja noch eine Standard-Allegorie für eure Wandlungsartikel, nämlich die vom Schweini zum Schweinsteiger. Nur: habt nicht ihr selbst 2006 diesen Namen ausgerufen und nicht er? Und hat er nicht seit dem in jedem einzelnen Interview erklärt, dass er nicht der Schweini ist? Was ihr ignoriert habt? Könnt ihr also bitte aufhören so großkotzig darüber zu schreiben wie er JETZT, PLÖTZLICH nicht mehr Schweini genannt werden will? Ja, bitte? Okay.

Smalltalk VII

Heute: also ich hatte in der Statistik ja letztes die Google-Anfrage für “Michael Rensing, Jugendidol”

(hatte ich wirklich)

in der ich mich wieder völlig unnötig aufrege

Eine Sache, eine einzige kleine Sache hatte ich mir für den heutigen Montag vorgenommen: Kein Fußball. Ich wollte nichts hören, nichts sehen und einfach mal alles sacken lassen. Manchmal ist man einfach aufgewühlt. Da helfen auch Fakten nix.

Ja, ich bin Fan des FC Bayern. Aber jetzt langts. DAS BIN ICH NICHT.

So ein unfassbar bescheuerter Drecksbrief.

Und was haben wir nicht immer andere Vereine belächelt, wenn sie ihre Streitereien vor der Presse ausgetragen haben. Und sich rumschlagen mussten, mit irgendwelchen Ultras, die gleich mal das Präsidium komplett auslöschen wollen. Haha, wie kindisch.
Und jetzt kommen diese, mit Verlaub, Vollspacken und nehmen sich heraus für die FC Bayern-Fans zu sprechen. Ja, sicher.
Natürlich, die Situation ist schwierig, alles irgendwie unsicher und die Leistung der letzten Wochen indiskutabel. Und, ja, über die Personalpolitik lässt sich streiten. Aber so? Zur Verdeutlichung:

Wir schreiben den Sommer 2009, der Vorstand kündigt groß an, auf der Position des rechten Verteidigers was zu unternehmen. Die Position wird als eine von zwei Schwachstellen (neben dem Torhüter) ausgemacht. Was jedoch dann passiert, führt bei den jedem Bayern-Fan nur zu Kopfschütteln. Im Tor passiert nichts, es wird weiter mit den Unsicherheitsfaktoren Rensing und Butt geplant, die nicht einmal in der Bundesliga höheren Ansprüchen genügen. Fehleinschätzung Nummer Drei.

[…]Michael Rensing genügt schlichtweg nicht den Ansprüchen des FCB. Doch Alternativen gab und gibt es genug – Sebastien Frey, Samir Handanovic, Artur Boruc, René Adler, Tim Wiese und nicht zuletzt Robert Enke.

Ah ja, unsere geliebte Torhüterdiskussion. Ohne die geht es euch nicht gut, oder? Dann wollen wir mal über die Jahre vor J.K. sprechen. In der Saison 2007/2008 lies man, den ja so untauglichen Michael Rensing immerhin 10 mal in der Bundesliga, 1x im Pokal und 6x (!) im UEFA-Cup aufs Bayern-Tor aufpassen. Und in meiner Erinnerung waren alle ganz beruhigt. Das war einer, den konnte man ranlassen, wenn Oli weg ist.
Und auch in der nicht vollkommen unerfolgreichen zweiten Mannschaft hat man sich auf ihn verlassen.
Dann kam die Saison 2008/2009. Dann kam das trojanische Pferd. Und die im Jahr davor stabilste Abwehr der Liga verwandelte sich, bei gleichem Personal, in Wackelpudding. Und an allem ist der Torhüter schuld. Genau. Es war ja nicht so,dass Demichelis plötzlich rechts und links nicht mehr auseinander halten konnte oder Lucio eher planlos im Strafraum rumrannte. Nein, mit einem guten Torhüter wäre das alles nicht passiert. Warum auch mal über Zusammenhänge nachdenken.
Ich sage nicht, dass Rensing der nächste Kahn ist. Aber zwischen Weltklasse und nicht Bundesliga-tauglich, da liegen Lichtjahre. Lichtjahre, die mancher Fan wohl geistig nicht überwinden will.
P.S.: Allein für die Erwähnung von Tim Schmierlappen Wiese gehört euch die Dauerkarte entzogen. Aber ihr hättet es ja wahrscheinlich auch noch verstanden, wenn sich JK mit seinem Wunschkandidaten Lehmann durchgesetzt hätte.

Der Holländer Braafheid kann wohl jetzt bereits in die Kategorie Rau eingestuft werden, der absolut nicht das Niveau des FC Bayern hat. Fehleinschätzung Nummer Fünf.

Eine Vorbereitungsphase und 3 Spiele in der Bundesliga, die er nicht alle durchgespielt hat, aber ihr könnt euch ein Urteil bilden? Ihr wisst es besser als alle Anderen und könnt in die Zukunft schauen? Klar, Leistungen in der holländischen Nationalmannschaft und mögliches Entwicklungspotential kann man ja auch locker auf die Seite schieben. Außerdem, warum nur über Konzept und System sprechen, wenn man so schön auf einzelne Spieler eindreschen kann, hat doch viel mehr Stil.

Personelle Fehlgriffe sind insbesondere im Mittelfeld erkennbar. […]
Die Fehler wurden erkannt, Hleb wird 2008 als Pendant ins Visier genommen. Doch anstatt zu handeln, vertraute man weiter auf einen Spieler, der seit Jahren stagnierte und keine Entlastung herbeiführt: Schweinsteiger. Als Fan, als Fussballzuschauer erkennt man jeden Samstag und jeden Mittwoch, dass dieser Mann nicht in der Lage ist, Ribéry zu entlasten.
[…]
Sieht man sich das Jugendidol heutiger Fangruppierungen rund um den Rekordmeister an, so mutet dieses Gesetz veraltet, ja beinahe absurd an. Bastian Schweinsteiger, 25 Jahre alt, Vize-Europameister. Muss man sich fragen, weshalb dieser Mann, der weder unter Magath noch Hitzfeld, geschweige denn Klinsmann, der vor allem auch ihn jeden Tag ein bisschen besser machen wollte, konstant zu überzeugen wusste, beim Rekordmeister so selten wie kaum ein anderer zur Disposition steht? Darf man sich fragen?

Oft hat der geneigte Fan das Gefühl, der Mann, einst ein Hoffnungsträger hinter Spitzen, erst auf die linke, dann auf die rechte, und zuletzt doch wieder in die Zentrale verschoben, hat nie seine Position gefunden im Verbund des FC Bayern. Kritik wurde oft wegdiskutiert, selten initiiert.

Ach was reg ich mich überhaupt noch auf. Es hat ja schon Tradition, das Basti-Bashing. Klar, einer der als Identifikationsfigur fungiert, der kämpfen kann und dessen Herz am Verein hängt kann nix taugen, ist ja auch kein van der Vaart. Was Bastian Schweinsteiger angestellt hat, dass seine Leistung immer unabhängig vom Rest bewertet wird und es demzufolge völlig egal ist, dass er sich letztes Jahr auf rechts irgendwie über Wasser halten musste, mit Lell im Schlepptau, während auf der anderen Seite Lahm, Ze und Ribery liefen, ich weiß es wirklich nicht. Ja, er kann mehr. Aber vielleicht wäre das leichter abzurufen, wenn Fans und Medien nur mal ein paar Momente nicht mit Argusaugen über jeden seiner Schritte wachten. Phillip Lahm war nicht vom ersten Tag an Weltklasse. Martin Demichelis saß anfangs auf der Bank. Frank Ribery passieren Fehlpässe. Nur, darüber regt sich keiner auf. Vielleicht sollte sich der ein oder andere Fan mal fragen, ob man mit Schweinsteiger noch so hart ins Gericht gehen würde, wäre er einer von den netten, harmlosen Kerlen. Und würde er weniger fotografiert und interviewed werden. Und hätte er nicht diesen blonden Wahnsinnshasen an seiner Seite.
Um mal eure drängendste Frage zu beantworten: Wieso hängen alle so an ihm?
Eben weil er sich nicht perfekt entwickelt. Weil er unkonstant ist. Keine Karriere beim FC Bayern passt so gut zur Entwicklung des Vereins, zur Gemütslage der Fans, zum Gieren der Presse wie Bastian Schweinsteiger. Deswegen ist die Formulierung im Brief auch so verdammt entlarvend. Jugendidol, Hoffnungsträger, das ärgert euch. Das hat er in euren Augen nicht verdient. Weil ihr Experten allein am besten wisst, was dem FC Bayern würdig ist.
Klar.
Anders gesagt:

Uns würde es eher stolz machen, wenn Spieler wie Sneijder, van der Vaart oder Robben unser Trikot überziehen würden.

WARUM? Um Himmels Willen, WARUM DENN NUR?

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Niveau wirkt nur von unten Arrogant

Ich gebe zu, ich bin kein Experte. Ich habe selbst nie gespielt. Ich bin nicht jedes Wochenende im Stadion. Ich unterscheide Fußball in schön und aufregend oder wenigstens kämpferisch und langweilig oder destruktiv. Ich bin da simpel. Das sind die meisten Fans. Dafür sind wir emotional. Gerade momentan. Und ich unterstelle jedem Fan und dem Vorstand das Gleiche. Niemand hat hier absichtlich irgendetwas angerichtet.
Und wir können gerne miteinander darüber reden, wir sollten sogar. Aber Anklagen und Vorwürfe allein bringen keinen weiter. Sie generieren nur neuen Stoff für die Medien.
Und das, Freunde, ist unter unserem Niveau.

Das hier, ist der FC Bayern. Unser Niveau ist ein ganz anderes.
Erst wenn sogar die Fans anfangen, daran zu zweifeln, haben wir ein wirkliches Problem.

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Thema von Anders Norén.