show a little more, show a little less

Ein Bild des existierenden Clubs Salon D’Été. (http://www.salondeteclub.com/)

[audio:http://dl.dropbox.com/u/112962/welcome.mp3]
Welcome to Burlesque ; Cher [Burlesque OST]

Nachtclubbesitzerin. Das wär’s jetzt. Patronin der dunklen Gestalten und Nerds, die sich in Bars verirren. Nachts arbeiten. Wobei arbeiten darin bestünde wage Ratschläge und mysteriöse Geschichten zu verteilen, während andere sich fragen wie ich hier landen konnte.

Ein wenig losgelöst sein, vom Tageslicht, vom Profanen.

Wo dich niemand fragt, wann und wie du den jetzt endlich deine BA schreibst oder wie das alles werden soll danach. Du dich auch nicht stattdessen aufreibst in Problemen und Tücken der anderen, die dich, weil du ja grade Zeit hast, als Anlaufstelle für das ausschütten ihrer Herzen sehen.

Okay, da wären wir doch wieder beim Nachtclub. Den ganz ehrlich, das ist noch der angenehmere Teil des momentanen Daseins. Der mich davon abhält allzu tief in einer Depression zu versinken. Es ist nicht so, dass ich auf der Stelle trete, sondern eher grade die Aussicht genieße. Mit einer unerklärlichen, beängstigenden Zuversicht. Wo doch alles was schief gehen konnte immer noch schief gegangen ist.

Aber immer, wenn ich von der allgemeinen Schlechtigkeit der Welt und Dürftigkeit meiner Situation (Wieder zu Hause wohnen! Mit 25! Auf dem Dorf!) überwältigt zu werden drohe, höre ich wieder von Dingen, mit denen andere Menschen sich plagen müssen. Die dritte Beerdigung in 4 Wochen, keine davon absehbar. Kaputte Autos, streitende Familien, kranke Eltern, was einem eben so das Leben versaut.

Ich bin einfach nur, wie sagt man so schön, in transition.

Außerdem gibt es das Internet. Mit noch mehr Menschen und deren Geschichten. Mit neuen Spielzeugen wie GooglePlus 1Also wie eine Club-Patronin alle heilige Zeiten eine neue Band engagiert. Damit man nicht in Vergessenheit gerät, sich aber nicht zuviel ändert.

Wenn mich meine von einer bewerbungsphase geprägte To-Do Liste wieder abschreckt, laufe ich durch’s Internet und rege mich über chauvinistischen Dreck auf. Damit kann man sich prima beschäftigen. Und bekommt großartige antworten. Hier die Top 3:

  1. Du verstehst das nicht. Das ist witzig. Darum kann das gar nicht frauenfeindlich sein.
  2. Das war doch so gar nicht gemeint! Also die Pointe ist zwar witzig, und ich will ja, dass alle mich witzig finden, aber eigentlich denk ich gar nicht so!
  3. Du interpretierst da zuviel rein. Das ist feministischer Mist. Zwing mich bitte nicht, darüber nachzudenken, was ich da grade von mir gegeben habe.

Man merkt, ich weiß mich zu beschäftigen. Außerdem gibt es ja Serien. Im Kopf arbeite ich seit drei Wochen an einem epischen Eintrag zu The West Wing. Einer Show, die meinen Blick auf Politik und Entertainment doch ganz gehörig durcheinander geworfen hat. Und Aaron Sorkin mag ein arroganter Wicht sein, aber, er ist es zurecht. Weil er auch ein bisschen Genie ist. Aber dazu ein andermal mehr. Schließlich erzählt man pro Abend nur eine gute Geschichte, um sich dann zu Drinks einladen zu lassen, während Gäste mit müdem Blick von ihren Träumen reden.

War noch was? Ach ja, hier sieht’s wieder mal anders aus. Es musste halt schlichter werden. Und weil ich wegen Google+ und so, anfange bewusster darüber nachzudenken was ich mit der Welt teile, findet mein digitales Restleben nicht mehr in der Seitenleiste statt. Oben seht ihr die Links zu allen Plattformen und Services bei denen man mich noch findet. Damit bekommt jeder so viel Bella wie er will. Oder verträgt. Wenigstens hin und wieder muss man die Tischdecken und die Karte erneuern.

Den ganz ehrlich, manchmal ertrag ich mich selber auch nur in sehr geringen Dosen.

  1. Das großartig ist, Punktum. Weil es mehr Network als Social ist. Also tatsächlich praktischen Nutzwert hat. Können wir den Term social networking dann mal beerdigen? Wenn ein Menschenphobiker wie ich networkt, dann ohnehin social. Weil ich für smalltalk in der nicht-social Version gar nicht geeignet bin.
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