Donnerhall(en)

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Schlagwort: selbstreferenziell (Seite 4 von 4)

and a hundred wishes washed upon her shores

Ich hatte Geburtstag. And what a glorious thing that was. Wie so ein Geburtstag ohne Internet ist, weiß ich eh schon lange nicht mehr. Aber wie es sich immer noch steigert, wenn man diesem Internet das doch aus echten Menschen besteht sagt, was man sich wünscht: AMAZING.

Ein Postbote, den Arm voller Amazon-Päckchen der fragt was hier los ist, eine Kommentarspalte voller kluger Dinge und Blogger, die sich gleich noch hinsetzen und die Liste erweitern.

1. Nur Butter. NIE Margarine.

Der Blitz soll mich treffen, wenn doch wertester Don Alphonso. Überhaupt eine schöne Metapher für das Leben, wie ich finde. Ersatzstoffe jeder Art, auch der metaphysischen sind strengstens zu vermeiden.

8. Freunde oder Geliebte kommen genau dann, wenn man es nicht darauf anlegt und nicht damit rechnet. Manche Freundschaften halten ewig. Andere hören einfach irgendwann auf. Beides ist völlig in Ordnung.

Zu Befehl, Frau Gröner. Und bitte, mehr solche Blogeinträge.

Überhaupt: Wir sind alle vorlauter Toleranz und Meinungspluralität so davon abgekommen uns gegenseitig ernstgemeinte, gute Ratschläge zu geben. Das ist schade, finde ich. Vielleicht würden wir uns oft das ärgern und das maßregeln sparen, hätten wir an anderer Stelle kurz etwas gesagt, oder aufgeschrieben. (Ein oft wiederholter Ratschlag, Dinge aufschreiben weil Häuser abbrennen und Menschen wieder Briefe und Postkarten schreiben, weil das mehr Freude macht. Ich werde es versuchen.)

Darum am Ende ein kleines best-of aus den wunderbaren, manchmal widersprüchlichen aber hauptsache immer gut gemeinten Kommentaren, weil sie nochmal hervorgehoben gehören und ich nichts mehr sagen kann, als Danke. Vielen, vielen Dank.

Rat ist schwierig, weil Menschen derart verschieden sind.
Vielleicht hin und wieder ein kleines Spiel spielen: Stell dir vor, du blicktest als alte Frau zurück auf dein Leben. An welchen Erinnerungen würdest du dich am meisten freuen? Zeit, die du mit Freunden verbracht hast? Der Tag, an dem du endlich CvdJ wurdest (Chefin von det Janze)? Wie dein jüngster von fünfen endlich zu sprechen anfing? Die mühsame Durchquerung der Wüste Gobi per Pferd? Die Stunden, in denen du einfach nur von den Bergen ins Tal schautest?
Genau davon solltest du halt viel machen.

(Frau Kaltmamsell GEWINNT DAS INTERNET JA SOWIESO IMMER. Und natürlich auch meine Geburtstags-Kommentare. *schnief*)

3. Altersmilde wird überbewertet. Fuck it.
4. Dito altersgerechtes Benehmen. Fuck that a thousand times.
5. Und sowieso in Sachen soziale Konventionen, die nur das eigene Leben und Glück einschränken, ohne dass sie irgendjemand anderen tangieren: Burn them with the fire of a million suns.

Bleib aufbrausend und wütend, verteidige Deine Überzeugungen, diskutiere vogelwild, schieß auch mal über das Ziel hinaus, bekämpfe Ignoranz, nenne Dummheit beim Namen, prangere das (was auch immer) an!
Und sei gelassen, wenn Dir danach ist.

sei stets viel Rock’n’Roll. Laut, schmutzig und mit Karacho. Außer natürlich in jenen Momenten, in denen Stille und Sanftheit angebracht ist, da sei Soul. Aber der Rock’n’Roll, der ist wichtig. Wenn Du in zwanzig Jahren denkst: Verdammt, ich war ja immer nur Pop, dann ist das doof. Und zu spät um es zu ändern.

3) Man bereut es nicht so sehr, nicht genügend gevögelt zu haben, aber man sollte soviel knutschen wie möglich.

4) Wer gelernt hat, nein zu sagen, kann auch ja sagen.

5) Ich empfehle den Kauf einer Tischgeschirrspülmaschine.

Man ahnt, was jetzt auf meiner Amazon-Wunschliste steht.

“Erkläre nichts mit Bosheit, das sich auch mit Dummheit erklären lässt.”

Deal.

Man wird ja mal noch Kommunikationsherrscher werden dürfen

Ich muss dann mal kurz Pause machen mit #30d30s , geht bald weiter

Dieser Eintrag von Don Dahlmann hat bei mir einen schon lange andauernden Denkprozess wieder angeleiert.

Während er viele Punkte anspricht, geht es mir persönlich speziell um die Komponente der manigfaltigen Kommunikationskanäle die viele von uns heute nutzen.

Aber in einem Punkt hat er Recht – die Kommunikation, vor allem von sehr aktiven Netzbewohnern, franst zusehend aus und die eigenen soziale Netzwerke werden bis zu Unkenntlichkeit atomisiert. Leute, die ich gerne lese, schreiben in Blogs, Tumblern, Soups, auf Twitter, Facebook und in Zeitungen. Da den Überblick zu behalten, ist schon mal ne Sache für sich.
[…]

Ich erlebe das auch bei mir selber. Ich beschränke meine Kommunikation schon Twitter und das Blog, und versuche andere Dienste (blip.fm zB) zumindest mit Facebook zu verknüpfen, merke und höre aber auch, dass das schon anderen Menschen zu viel ist. Das kann ich verstehen, denn nicht jeder hat Zeit, sich mit all diesen Tools zu beschäftigen.
[…]

Nicht, dass ich alles doppelt posten möchte, im Gegenteil. Am liebsten würde ich das Blog lieber mehr in den Vordergrund stellen um die Kommunikation wieder mehr zu konzentrieren. Das Twitter und Facebook Blogeinträgen schaden können, ist hinreichend diskutiert worden. Tatsächlich fehlt das Sammeln der Kleinigkeiten, die man früher in Blogeinträge verwandelt hat, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite hat sich halt gezeigt, dass Twitter und Facebook die deutlich besseren Tools dafür sind, weil selbst gehostete Blogs einfach zu unflexibel sind.

Casus Knaxus, würde ich sagen. Selbst für jemanden wie mich, der das alles noch nur auf persönlicher Ebene und nicht professionell nutzt wird es langsam anstrengend. Dabei fotografiere ich nicht selbst oder stelle Videos ins Netz. Fast alles an von mir erstelltem Content ist Wort – bzw. Sprachbasiert. Andererseits teile ich viele Fotos und Videos und Blödsinn mit anderen. Sehr viel davon via Twitter. Ein Teil aus Twitter wiederrum landet bei Facebook und manches bei den empfohlenen Sachen im GReader.

Als Zwischenlösung habe ich links den Lifestream integriert, aber der lädt ewig und ich kann kaum herausstellen was mir wichtig ist. Letzten Endes geht es hier auch ganz stark um Prioritäten und Filter. Wenn ich einen Artikel gefunden habe, den möglichst viele Menschen lesen sollen – reicht es dann, wenn ich ihn twittere? Oder sollte er auch noch in den GReader, auf Delicio.us und in mein Blog?
Oder teile ich das ganze nach Themen auf? Vielleicht auch nach Medientyp: Videos auf Twitter, Artikel in den GReader, und alles andere in den Blog? Meh.
Außerdem hab ich mit meinem Blödelprojekt auch noch Tumblr und Co kennengelernt und festgestellt – das schnelle sorgenfreie posten da macht ein bisschen mehr Spaß als WordPress. (Wobei man dort anfängt zu reagieren und diverse erste Features kopiert.)

Don Dahlmann führt dann noch aus, warum ihn WordPress nervt und ich kann das zum Teil durchaus nachvollziehen. Ich glaube aber eher, dass es nicht das System WordPress ist, sondern wie wir es nutzen, bzw. wie es beschrieben wird. Den für die Lösung die viele von uns suchen hat doch nur WordPress bis jetzt genug Möglichkeiten.

Es gibt für mich zwei Optionen, wie ich persönlich gern Kommunikation betreiben/rezipieren würde.

Variante 1:
Ein Tool, ähnlich wie bereits Friendfeed, Lifestream oder Ping das einen Atomfeed generiert mit allem was eine Person ins Netz hinein kommuniziert – aber mit mehr Optionen zum Editieren. Doppelte Links fliegen raus, Tweets mit speziellen Hashtags können gefiltert oder zusammengefasst werden.
Wer viel twittert hat vermutlich schon mit Paper.li oder twittertim.es Bekanntschaft gemacht – diese Projekte sammeln alles was die eigene Timeline den ganzen Tag über so ausspuckt und tun genau das – sie gruppieren, priorisieren und empfehlen sogar anhand der Häufigkeit, mit der etwas in der Timeline oder deren Followern getweetet wurde.
So könnte man bspw. am Ende eines Tages in diesen Feed schauen und könnte mit einem Blick kontrollieren, was die entsprechende Person so veröffentlicht/geteilt hat. Kein einzelner Klick mehr aufs Tumblr-Dashboard, in den Twitterclienten und womöglich auch noch auf Buzz, Flickr und Youtube.
Solte es übrigens so einen Ansatz schon irgendwo geben – immer her damit.

Variante 2:
Das Revival der Splash-Page. Yes, I said it.
Als Verfechterin der simplen Bloglayouts ist das mit dem Darstellen aller Kanäle so eine Sache. Ich hasse zugepflasterte Blogs. Neben den Klassikern Archiv, Linkliste und Tags stapeln sich bei vielen mittlerweile die Buttons und Streams. Last.fm, Twitter, irgendwo klebt auch bestimmt dieser saublöde Facebook-Button. Und wo es nicht die Seitenleiste zuquetscht, hängt es annähend unbeachtet im Footer rum.
Ich glaube, dass sich Bloglayouts so wie wir sie kennen, ein bisschen überholt haben.
Immer mal wieder hab ich in letzter Zeit rumgekritzelt und überlegt, wie ich einerseits einen Blogeintrag ins Zentrum stelle und gleichzeitig darstellen kann, was ich rundherum verzapfe. Man beobachte dazu das beliebte Bloggerphänomen: ich zitiere meine eigenen Tweets in meinem Blogeintrag.Schließlich nutzt man die lange Blogform um möglichst erschöpfend über etwas zu berichten und dazu gehören natürlich die eigenen Tweets.
Die wichtigste Differenzierung an dieser Stelle findet bei den Themenblogs statt. Wenn auf einem Blog fast jeden Tag ein Eintrag zu einem bestimmten Thema erscheint (wie beim zurecht gefeierten Allesaussersport.) und außer Kommentaren und themenspezifischen Tweets nicht viel stattfindet, ist ein “klassisches” Bloglayout immer noch die Beste Lösung.
Aber sobald man zu den Labbertaschen des Web2.0 gehört- ein bisschen Bloggen hier , ein paar Tweets da, außerdem stellt man Fotos vom letzten Barcamp auf Flickr, betreibt einen Podcast oder hat einen eigenen YouTube-Kanal – sollte sich ein Layout proportional anpassen lassen.
Wie das genau aussehen soll – puh, ich weiß es auch nicht genau. Aber ich denke, dass es effektiver ist eine Übersichtsseite ähnlich einem Portfolio zu betreiben von wo aus ein Besucher sich den bevorzugten/gesuchten Content auswählt, als ständig alles rund um einen eventuell mehrere Tage alten Blogeintrag zu stapeln.
So lässt sich ein einzelner Blogeintrag auch wieder stärker in den Focus richten. (Dafür hat auch WordPress in letzter Zeit mit Features wie Taxonomies und Post Types Einiges getan.) Hier fehlen einfach die entsprechenden Themes und Plugins. Statt alles als Widget zu betreiben, muss es möglich sein eigene Contentkästen mit einem Feed zu füllen und entsprechend zu verändern. WordPress bietet hier schon eine gute Grundlage, gerade als CMS. Wenn sich jetzt noch ein paar Code-Götter erbarmen und die entsprechenden Templates bauen, könnte es sein, dass die Gemischtwarenblogs sich in Kommunikationszentralen verwandeln.

Aus der Akte: Blogger die übers Bloggen bloggen und damit automatisch auf der Schmähliste von Don Alphonso landen. (Alphonso – nicht Dahlmann!)