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Monat: Mai 2008

Fischfutter

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Und während die Sonnenstrahlen unbegründet für Serotoninüberschuß sorgen und ich unsterbliche Erinnerungen an Abende voller Musik und bemerkenswertester Freunde in meinem Kopf jongliere steigt meinen Hals ein Klos hinauf aus Unglück und Schmerz. über eine Nichtdiagnose die eine Flosse des großen Haies namens Selbsthass wieder aus dem Wasser ragen lässt. Und er kreist um meine Insel, wartend darauf, dass ich ihm mit einer kleinen Verletzung eine Spur lege. Die Zähne des Tiers sind mittlerweile stumpf, aber umso größer und konstanter kreist er um den fragilen Sandstrand aus Zuneigung und zäher Selbstfindung.

Der Kampf scheint ziemlich aussichtslos. Dass ich ihn trotzdem aufnehme, mit trotzigem Blick gen Horizont gerichtet ist zwar ein Silberstreif am Horizont, aber eben immer noch keine Heilsalbe für die Narben auf meiner Seele. Nein, dieses mal bekommt der Hai kein Futter. Und wenn ich dafür in die dunklen Gefilde tauchen muss und mir fast die Luft ausgeht wenn ich versuche die Tränen zu unterdrücken.   Heute lege ich dir keine Spur.

Und der große Graue Hai wird mager werden. Nicht verschwinden, noch nicht, dafür ist die Beute noch zu verlockend, eine altbekannte Delikatesse. Aber mit der Zeit, und sei es erst wenn die Sonnenstrahlen wieder weniger werden, wird er abtauchen müssen um nach kleinen Fischen zu fangen, die ganz tief unten in dunklen Wassern schwimmen.

Wenn ich Glück habe, ramt er dabei eines meiner Wracks die ich gesammelt habe, zerstörte Welten und abgebrochene Teile meines Lebens. Vielleicht bleibt er einfach in einer Lücke stecken, bleibt hängen. Bis alles um ihn herum zu Staub zerfällt. Oder ich über Wasser gehen kann.

Chai Latte mit Eis, mit Eis!!

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Mittagspause. Mein Paninin, mein Chai Latte und ich.

Am nebentisch ein Personaler-Pärchen.

Er: Ja, wir suchen jetzt auch wieder einen Lehrling, Installateur. Wahnsinn was da reinkommt.

Sie: Kenn ich. Wenn ich an einer Bewerbung rieche und da ist Rauch – gleich weg damit.

Er: Letztens, dieser Abiturient. Erste Frage: Wieviele Stunden, zweite Frage wieviel Urlaub. Dem werden wir beim Probearbeiten ordentlich auf den Zahn fühlen. Ich wette auf die Frage nach dem Ergebnis für 4-3×4 sagt er mir 4. Ganz sicher.

Sie: Schon, aber so ganz schüchtern taugt ja auch immer nix.

Er: Genau. Wenn im Zeugnis steht “ruhiger Schüler” fällt der eigentlich raus. Wir haben einen da stand “sein Verhalten erforderte strengste Maßnahmen”, lassen wir auch probearbeiten. Dann lieber Rebellen.

Sie: Ja? Na das kann ja heiter werden. So Rebellen schickt uns das Arbeitsamt auch immer. Oh Gott oh Gott.

Er: Das asoziale Pack das nach 14 Tagen krank macht? Ja, kann gleich wieder gehen.

Man lernt nie aus.