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Schlagwort: Studentenleben (Seite 4 von 6)

19/3/2010 – und ganz langsam bis 102 zählen

Was soll ich mit solchen Tagen anfangen, hm? Da geht man noch ganz wohlgestimmt in die Hochschule zu Donaugnaden um anschließend mit der brutalen Wahrheit konfrontiert zu werden: Seminararbeit ja, gleiche Arbeitszeit für Alle, nein.
Dem Herrn Professor ist es lieber, wenn die Sache sich nacheinander und während des Semesters regeln lässt. Ah ja. Und dann auch noch so nebenbei Themenvorschläge wie Data-Warehousing und Frontends erwähnen.

DA SOLL MAN DANN IN 5 WOCHEN MAL EBEN SAUBER UND ORDENTLICH WISSENSCHAFTLICH ARBEITEN UND 20 SEITEN SCHREIBEN SOWIE EINE PRÄSENTATION DAZU VORBERREITEN?
Fuck that noise. Ihr werdet nie akkreditiert.

(freue mich schon sehr auf das Gesicht der Fakultätssekretärin wenn Montag in der früh 30 Studierende vor ihrem Büro stehen um sich in die Themenliste einzutragen. Falls sie überhaupt schon von ihrem Glück weiß.)

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Irgendwie klar, dass der Tag in einer Drogerieabteilung endet, oder? Hey, Wimperntusche ist quasi Teil meiner inneren Ausgeglichenheit. (apropos: ich hab Versucht die Therapeutin zu erreichen, sie hat komische Telefonzeiten, ich arbeite daran). Dazu schlammgrüner Lidschatten, herrlich.

An dieser Stelle eine kritische Frage an meine Leser: Als Frau unter 30 Herrenparfüm tragen, ist das sehr grenzwertig? Weil, ich hab mich ein bisschen in das Neue von Herrn Joop verliebt. Heißt auch so schön: Freigeist. (Kopfnote: Gin. Was soll ich dazu jetzt noch sagen.)

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Deutsche Lektüre braucht Platz, nimmt Raum ein. Nachbarn von Zeit-Lesern wissen schon bevor sie sich im Flugzeug setzen, wem die Armlehne gehört. Dem Leser der Zeit! Er braucht einen Wendeplatz für seine mit Buchstaben beschriebene Tapete, er braucht Raum zum Nachdenken.

Gnihihihihi. Bitte weiterlesen. Dann mitlachen.
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Okay, jetzt muss ich doch über eine Kleinigkeit sprechen.
Manchester.
Manchester fucking United. Und es hallt in meinem Kopf wieder wie die Glockenschläge von BigBen. Ob Marcel Reif sich gleich nochmal ein Nostalgieweinchen aufmacht? Andererseits, es hat ja auch schon hingehauen. Sogar 2001, als sie am Ende den Pokal in der Hand halten. Das war alles sehr, sehr emotional damals. 1999 war ich 15 und es schien so klar, dass der FCB das Ding holen würde. Das hatten mich amerikanische Sportfilme doch seit jeher gelehrt, dass am Ende die Richtigen gewinnen.
Aber das hier war der FC Bayern und nicht die Mighty Ducks. Mir hätte auffallen können, dass Stefan Effenberg kein Typ a la Joshua Jackson war.

Hauptsächlich schuldet Marcel Reif mir und meiner Mutter aber noch mindestens ein Spiel in dem er Bayern loben muss. Hat was mit Eishockey zu tun.

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Gottseidank ist an solchen Freitagen eine neue Folge von Community fällig. Community, das ist so ziemlich das Komischte was das US -Fernsehen seit 30Rock Liz Lemon auf die Welt losgelassen hat. Und ja, hier noch nicht wirklich vollkommen legal zu sehen. Ihr kennt das ja. Und obwohl im Zentrum der smarte Anwalt Jeff steht, stehlen ihm seine Freunde herrlich oft die Show. Ich habe ja ein Faible für Abed entwickelt. (Ja, das ist wirklich Chevy Chase.)

httpv://www.youtube.com/watch?v=b4NcsqSCXCU
httpv://www.youtube.com/watch?v=lvOy5vOan5c

15/3/2010 – der Tagebuchwahn geht um

Na großartig, da können sich Frau Kaltmamsell und Frau Gröner dann doch auch Influencer schimpfen. Dann probier ich das halt auch mal, mit diesem ominösen Tagebuchbloggen (läuft sowas schon unter grass-roots-movement?)

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Hallo Hochschule zu Donaugnaden, du hast mich wieder. Hattest du auch schon vor einer Woche, da hab ich aber gutgläubigen Erstsemestern noch Weißbier angedreht. Tjaha.
Ich hätte in der Zwischenzeit aber mal diese neuen Dozenten googeln sollen. Die beiden heute waren ja beide auf ihre Art … interessant. (und beide mit diesem schlimmen rheinländischen (?) Sprachfehler, der dazu führt, dass Menschen isch nicht mehr aussprechen können, sondern stattdessen chch sagen. Wichchenschaftlich. Uah.) Wobei die Erste irgendwie mein neues, positives Bild von Frauen die Naturwissenschaften studieren wieder ruiniert. Und der Andere doch ein bisschen too cool for school ist. Mal sehen. (Er ist ein klitzekleinesbisschen hach. Aber nur ganz wenig.)

Apropos erster Vorlesungstag: meinem persönlichen Gruppenarbeitstrauma mal proaktiv entgegengewirkt und zusammen mit Komilitonin Träumerduo an Land gezogen. Manchmal kann ich aber auch.
Überhaupt, dieses Kuschelsemester in das ich da geraten bin. Nur schwer zu fassen.

Und während ich mich freudig mit 15 Sachen gleichzeitig beschäftige, habe ich die womögliche Therapeutin immer noch nicht angerufen. Morgen. Ganz bestimmt. Sonst muss ich’s ja bloggen.

§§

    Dozentin :”… der Buchtitel “die Logik des Missgechchicks…”
    Me: ” Da hat aber mal jemand meinen Biographietitel geklaut.”
    Die J. : “Nein, das heißt doch LOGIK, also wirklich…”

Ja, ich bin 12, guckt nicht so.

§§

Neue Folge von Brothers & Sisters geschaut. Weiß immer noch nicht wie ich meine Zukunftspläne und diesen Spaß an überdimensionalen Chaossippen mal in Einklang bringe. Muss mal mit meiner Schwester verhandeln. Dann bin ich halt der schwule Onkel.

Speaking of Serien. Ich hasse Greys Anatomy dafür, dass ich durch diese mittelprächtige Soap gute Musik finde.

httpv://www.youtube.com/watch?v=-VbUdBXBk3A

Endlich hat der stolze Zyniker wieder Zeit für seine Schachtel

HNU / Winter 2010 / they call it Kunst am Bau

HNU / Winter 2010 / they call it Kunst am Bau

Italienisch lief noch ganz gut. Ich mag italienisch. Ich sollte mehr italienisch in mein Leben integrieren.

Die interne Kommunikation .. nun, mein Ehrgeiz wurde mir zum Verhängnis. Ausgang ungewiss. Aber immerhin. Dass noch am gleichen Abend die englischen Verhandlungen abgeschlossen wurden, war für alle Seiten zufriedenstellend.

Die Woche war überhaupt eine Kommunikative, wurde die Vertiefung der Unternehmenskommunikation wohl erstmal abgeschlossen. Was ja nicht heißt, dass nicht Teile, also Didakten wiederkehren können. Wie Zombies. Willkommen im intercultural Management. Aber dazu später.

Es folgte der Höhepunkt und damit die Niederlage der Kampfwoche in It-Andwendungen und Geschäftsprozesse. Ich weiß ja auch nicht. Wirklich. MLP-Schema? EPK-Ablauf? Klassenmodell? (wo bin ich hier, dem 19. Jahrhundert?!)

Aber keine Zeit zum Aufregen, das Kommunikationsdesign wollte beendet werden. Und um in der Prozesssprache zu bleiben, es wurde wohl eher zwangsbeendet, um nicht zu sagen abgewürgt. Ce la vie.

Apropos Design.. nun ja, die Mediendesignherrscher und ich, das wird so bald nix mehr. Was ja nicht heißt, dass es nicht noch sein wird müssen. Und Gleiches gilt zwar für die Medientechnik, aber wenn mein Über-Ich beschlossen hat, jemanden nicht zu mögen findet es physisch Wege mich auch von dort fern zu halten. Dass man ohne mit der Wimper zu zucken ein Attest abgeben kann, auf dem eine Entgleisung diagnostiziert wird, war mir auch nicht klar.

Mit neuer, letzter Kraft schleppen wir uns über die Linie, beim Informationsmanagement. Wo wir Alternativen zu Windows vorschlagen und fröhliche Hypothesen zum Benutzervorteil von SAP aufstellen.

Als man glaubt, dann endlich zusammenbrechen zu können schleicht sich noch Englisch um die Ecke, nur um einen aufs Podest zu zehren, wo man reden soll. Nun gut. Wenn ihr den meint.

Und darauf, Freunde der Sonne, ein Bier. Oder zwei.

[Aus: Was macht man eigentlich, wenn man Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation studiert? – Antwort: Das.]

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Thema von Anders Norén.