It ´s not a fashion statement, it ´s a death wish

Es ist ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass ich keine Zeit habe wenn ich so tue als hätte ich Zeit. Aufräumen, Lesen, darüber nachdenken mal wieder selber was zu schreiben, gesund ernähren und gerne an der frischen Luft sein. Und dann noch über diesen hochinteressanten Menschen nachdenken der mich manchmal ansieht als wäre er darüber verwundert, dass es mich gibt. Und wenn er betrunken ist, sagt er nette Dinge obwohl ich mich natürlich genau gegenteilig verhalte. Wie überhaupt momentan leicht betrunkene Menschen, ach was, Männer, netter zu mir sind als sonst. Vielleicht weil es keine Jungs sind. Also doch.

Zeitgleich erhalte ich seltsam kodierte Absagen von Firmen die mich nicht als Praktikantin haben wollen. Irgendwie immer alles ganz super und total interessantes Profil, aber jetzt grade und hier, nein danke.   Mich auf Papier zu erklären scheint eine schier unlösbare Aufgabe und dadurch wird es wohl so schnell keinen Personalchef geben der kapiert, dass er da einen guten Fang machen würde. Würde er wirklich. Weil es gibt so Momente, da hab ich Noten hin, schwieriger Charakter her, mehr drauf als andere. Da glänze ich ein bisschen.

Und grade jetzt, wo ich mich so glänzend fühle weiß ich nicht wo mich meine neu gefundene Lockerheit so hinbringen soll. Ob sie mich irgendwo hinbringen kann.   Oder ob das trotzige aber introvertierte Kind, das so lange in mir gewohnt hat nicht doch manchmal mit mehr Pragmatismus und weniger Vision schneller ist.

Ich meine, keine Sorge, mir geht es gut, das ist es ja grade. Im Grund läuft gar nichts aber ich fühl mich super. Bizarr ist untertrieben. Nicht mal meine berühmten gemeinen Geschenke wollen mir dieses Weihnachten zu laufen, alles ist nett und irgendwie herzig.

Vielleicht sind das alles Symptome.

dann doch noch: weihnachten, oder so

Dieses Weihnachten werden wir Einer mehr sein. Ich könnte jetzt die elende Geschichte dieser Person erzählen, aber wozu das alles. Eine junge Frau, von den Eltern verstoßen, vom eigenen Kind getrennt, ohne Halt und ohne Ziel. Und ohne Jemandem mit dem Sie Weihnachten verbringen kann. Allein der Gedanke daran vor einer ähnlichen Situation zu stehen macht mich ganz kalt uns sprachlos. Es hilft nicht, anschießend eine Zeitung aufzuschlagen wo wieder über all die Kinder berichtet wird die kein Weihnachten mehr erleben weil ihre Eltern sie schlechter be- bzw. misshandelten als die Fliegen an der Wand.

Zum Kotzen, das alles. Und man wird klein und dankbar.

Bitte auf die Musik achten, nicht die Bilder! Ich hätte gern das Originalvideo eingestellt, aber SonyBMG stellt sich dümmer an als man meinen könnte und verhindert dies auf dem eigenen tuben-channel. Leute, ihr werdet als zukünftiger Arbeitgeber grade nicht attraktiver

Mehr Kryptik

Blöd rumstehen, bzw. sinnloses tun statt sich der Herausforderung zu stellen. Typisch.

Ist ja im Grunde nur ein Berg. Ein großer halt. Und ein paar Nebenprojekte. Okay, einige Nebenprojekte. Und während meine Schultern knacksen unter der Last auf ihnen erblicken meine Augen den ersten Spalt des Lebens wie es sein sollte. Und zwar schon eine Weile. Nur ohne die Last die das Genießen schwer macht.

Der Berg ist im Februar entweder bestiegen oder ich liege leblos im Sauerstoffzelt beim Basislager. Schon jetzt ist die Zeit zu wenig, sind die Aufgaben zu viele, bin ich zu hilfsbereit anstatt mich ausgerechnet jetzt abzugrenzen. Dass, was immer meine große Stärke, meine Unabhängigkeit war. Auch sehr typisch.

Kann man “habe anderen geholfen und darüber mich selbst vergessen” positiv in einem Lebenslauf formulieren? Aber wofür überhaupt formulieren, gebraucht wird er nur als Passierschein auf der Bergspitze. Nicht, dass der Marsch danach nicht noch steinig ist, aber so steil kann es nicht mehr werden. Und die Aussicht ist toll, die Getränke spitze und die Begleitung weniger anstrengend.

Ich sollte das mit den Metaphern nochmal üben.